Dienstag, 29. März 2016

Nest ist Nest: Baklava an Ostern


Baklava im Yufka-Nest - wer braucht da schon Ostereier? foto: martina lakotta


Bei mir gab´s keine Oster-Nester mit Eiern drin. Dafür aber Baklava-Nester. 
Nest ist ja wohl Nest. Und beim Geschmack von der nussig-süßen Füllung kann eh jedes Ei einpacken...


Nussiges Allerlei: Baklava-Nester 


Baklava sind süß, nussig und fettig.

Mit einem Bissen kriegt man praktisch sofort Sodbrennen. Und wer keine Altersdiabetes will, sollte auf den täglichen Genuss von Baklava auch besser verzichten.

Aber wer lecker will und auf Sodbrennen und Altersdiabetes sch****, ist hier genau richtig. Frisch aus dem Ofen und noch leicht warm sind die Dinger einfach abartig lecker. Da kann man das bisschen Sodbrennen oder Diabetes schon mal in Kauf nehmen...


foto; martina lakotta

Und was brauch ich nu alles für die Baklava?


Mit süß, nussig und fettig ist die Zutatenliste eigentlich auch schon ganz gut beschrieben: Für die Füllung brauchst du jede Menge Nüsse, Zucker und nen Haufen geschmolzener ALSAN oder anderes Pflanzenfett. Das Nest baust du aus Yufka - den gibt es schon fertig zu kaufen - dann kommt das Ganze noch in den Ofen und wird anschließend in Zuckersirup ertränkt. 

Noch Fragen?

Ach ja!

Das Rezept! Logo! 

Kommt sofort...!


Was ihr für die veganen Baklava-Nester (36 Stück) braucht...

 

Für die Füllung:


200 g Walnüsse
200 g Mandeln
200 g Haselnüsse
50 g Pistazien
50 g Zucker
1 TL Zimt

Für das Nest:


250 g geschmolzene ALSAN oder geschmacksneutrales Pflanzenöl
400 g Yufkateig

Für den Zuckerschock:


125 ml Reissirup (oder Agavensirup)
200 g Zucker
200 ml Wasser

Was ihr für die veganen Baklava-Nester (36 Stück) machen müsst...


1.) Den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen.  

2.) Die Wal- und Haselnüsse sowie die Mandeln hacken. (Oder einfach in eine Küchenmaschine werfen und ihr die Arbeit mit dem Hacken überlassen.) Die gehackten Nüsse dann mit 50 g Zucker und dem Zimt in einer Schüssel vermengen.

3.) Die ALSAN in einem Topf schmelzen und etwas abkühlen lassen.

4.) Eine Muffinform mit Muffinförmchen auslegen.

5.) Die Yufka-Teigblätter in etwa 15x15 cm große Quadrate schneiden und abgedeckt mit einem feuchten Küchentuch bei Seite legen. 

6.) Eine Muffinform mit Muffinförmchen auslegen und in jede Mulde ein diagonal gelegtes Yufka-Teigblatt drücken. Dann mit der geschmolzenen ALSAN (oder alternativ dem Öl) bepinseln und wieder mit einem diagonal gelegten Yufka-Teigblatt bedecken. Das Ganze ein drittes und viertes Mal nach dem gleichen Muster wiederholen. 

7.) Jetzt in jede Mulde etwas von der Nussfüllung geben, und mit drei kleineren Quadraten Yufka abdecken, mit geschmolzener ALSAN oder Öl einpinseln und nochmal eine Schicht von der Nussfüllung oben drauf geben.

8.) Die Baklava-Nester in den vorgeheizten Ofen schieben und in 15 bis 20 Minuten goldbraun backen.

9.) Während die Baklava backen 200 ml Wasser mit dem Honig und 200 g Zucker in ca. 10 Minuten zu einem Sirup kochen und etwas abkühlen lassen.

10.) Die Baklava-Nester aus dem Ofen nehmen, etwa 5 Minuten stehen lassen und dann mit dem Sirup übergießen. Die gehacktwn Pistazien darüber streuen und weiter abkühlen lassen.

Frisch aus dem Ofen und noch leicht warm sind die Nestlein einfach unwiderstehlich...omnomnom..            foto; martina lakotta 

Mittwoch, 9. März 2016

Süßkartoffel-Kumpir mit Linsentopping

Lust auf was Exotisches? Dann solls heute Kumpir geben! foto: martina lakotta

Okay - jetzt mal Hosen runter! Wer weiß, was Kumpir ist? 
Noch nie gehört?
Kein Problem, ich erklärs dir:

Der Begriff Kumpir stammt aus dem Balkan. Wer dort Kumpir fordert, wird schon bald in den Besitz von Kartoffeln kommen. Denn da bedeutet "Kumpir" einfach nur "Kartoffel". Mittlerweile ist das Wort allerdings auch in die türkische Sprache übergegangen. Wer in der Türkei ein Kumpir fordert, bekommt nicht einfach nur eine rohe Kartoffel vorgesetzt, sondern eine köstliche Ofenkartoffel. 

foto: martina lakotta


Kumpir ist also ein Ofenkartoffel-Gericht, das traditionell in speziellen dreistöckigen Öfen gebacken wird. Die unteren Etagen werden zum Garen verwendet, die obere zum Warmhalten. Man kann Kumpir also auch problemlos im heimischen Ofen zubereiten - am Ende kommt prinzipiell das Gleiche bei raus. Sobald die Kartoffeln gar sind, werden sie in der Mitte aufgeschnitten. Das Kartoffelinnere wird mit einer Gabel gelockert, dann mit Butter und geriebenem Käse vermengt und nach gusto belegt. 

Jede Menge Gemüse, dazu schwarze Linsen und lecker Süßkartoffel. nomnomnom... foto: martina lakotta

Süßkartoffel-Kumpir mit Linsentopping


Ich verzichte für mein Kumpir auf Butter und Käse und hau dafür jede Menge Gemüse und schwarze Linsen auf die gebackene Süßkartoffel. Das Ergebnis: Eine köstlich-exotische Ofenkartoffel. 

Und falls du zufällig noch einen kleinen Hokkaido-Kürbis in deinem Kühlschrank haben solltest, kannst du das Kumpir genauso gut mit dem Kürbis statt mit der Süßkartoffel zubereiten. Dann ist es zwar kein Kumpir mehr, schmeckt aber mindestens genauso gut. 

foto: martina lakotta


Was ihr für das Süßkartoffel-Kumpir mit Linsentopping braucht (2 Portionen)...

2 Süßkartoffeln
2 EL Olivenöl
Salz 
200 g schwarze Linsen (aka Belugalinsen)
1 EL Kokosöl zum Braten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Stückchen Ingwer
1 Chili
5 Cocktailtomaten
1 Apfel
1 rote Bete
1 Pastinake
1 Karotte
1 Stange Sellerie
1 kleine rote Paprika
2 EL Weißweinessig
Pfeffer
Salz
Koriander

Frische Sprossen zum Dekorieren

Außerdem passt dazu ein Sojajoghurt-Dip. Dafür braucht ihr:

250 g Sojajoghurt
1 Knoblauchzehe
Zitronensaft
Salz, Pfeffer
TK-Petersilie

Was ihr für das Süßkartoffel-Kumpir mit Linsentopping machen müsst...

1.) Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.

2.) Die Süßkartoffel halbieren und die Schnittfläche mit etwas Öl einreiben und dann mit Salz bestreuen. Im vorgeheizten Ofen etwa 40 Minuten backen.

3.) Während die Süßkartoffeln backen, das Topping vorbereiten. Dafür die Linsen nach Packungsanweisung gar kochen. 
Achtung! Linsen werden immer erst kurz vor Ende der Garzeit gesalzen. Ansonsten werden sie nicht weich. Also darf das Kochwasser auf keinen Fall gleich zu Beginn gesalzen werden. Wäre ja schade um die guten Linsen.

4.) Inzwischen die Zwiebel, den Ingwer, die Chili und den Knoblauch schälen und fein hacken. Den Apfel entkernen und wie die rote Bete, die Karotte, die Tomaten und die Pastinake würfeln. Die Paprika in kleine Rauten schneiden und den Sellerie auch zu kleinen Würfeln verarbeiten.

5.) Für den Dip den Joghurt mit der fein gehackten Knoblauchzehe, dem Zitronensaft und der Petersilie gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei Seite stellen.

6.) Das Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und das vorbereitete Gemüse etwa zwei bis drei Minuten rührbraten. Mit dem Essig ablöschen und mit Salz, Pfeffer, Zucker und Koriander abschmecken. Die Linsen abgießen und mit dem Gemüse vermischen. 

7.) Die Süßkartoffeln aus dem Ofen nehmen und mit einer Gabel die Mitte auflockern. Das Linsentopping auf die Kartoffelhälften geben, mit den Sprossen dekorieren und zusammen mit dem Joghurt-Knoblauch-Dip servieren.

Mittwoch, 2. März 2016

Von Wurzeln und Rüben: Pastinaken-Rübli-Pfanne

Hier sehen Sie allerlei unterschätztes Gemüse in einer Pfanne vereint. foto: martina lakotta

Wenn alle Wurzel- und Knollen-Fanatiker bitte JETZT ihre Hand heben würden!

Nein? Niemand da?

Hm. 

Euer Verhältnis zu Wurzeln, Knollen und Rüben ist wohl eher stiefmütterlich. Pastinaken werden mit einem Naserümpfen betrachtet, bei gelben Beten winken alle ab und wer zur Hölle braucht bitte schön rote Möhren. Die orangen tuns ja wohl auch. Und schmecken tut das komische Zeuch am Ende eh nicht.  

Da frag ich mich: Woher kommt nur all dieser Unmut?
Ist ja auch nicht gerade die feine Art, irgendwas im Voraus einfach mal zu verurteilen. 
 
Und dann auch noch zu Unrecht. 

Gemüse hat nämlich auch Gefühle. Und ich würd meine Hand dafür ins Feuer legen, dass das alte Wurzel- und Knollengemüse zu den Sensibelchen im Gemüseregal gehört.

Also lasst uns heute doch einfach mal was Neues ausprobieren, etwas von dem uncoolen Zeug aka Knolle und Rübe besorgen und dann in ein leckeres Pfannengericht verwandeln. 
Muss ja nicht immer die Kartoffeln sein, die durch krosses Anbraten zu einer schmackhaften Bratkartoffel transformiert wird. Pastinaken sind nämlich auch keine schlechte Wahl und ein durchaus ehrwürdiger Ersatz für den Erdapfel. Und das kommt jetzt von mir als oller Kartoffel-Liebhaber! Das muss also was heißen.


Was ihr für die Pastinaken-Rübli-Pfanne braucht...

 

2 Pastinaken
1 gelbe Bete
2 rote Möhren
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch 
frische oder TK-Petersilie
Salz, Pfeffer
Schwarzkümmel
Kümmel
Paprika, edelsüß
etwas Öl zum Braten


Was ihr für die Pastinaken-Rübli-Pfanne machen müsst...


1.) Die Pastinake, die gelbe Bete und die roten Möhren in dünne Scheibchen schneiden. Wer einen Hobel hat und gerne damit arbeitet - tut euch keinen Zwang an. Die Zwiebel in dünne Halbringe schnibbeln und den Knoblauch fein hacken.

2.) Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Weil wir wollen, dass alle Scheibchen von dem Gemüse möglichst kross werden, braten wir das Ganze peu á peu von beiden Seiten knusprig an. Das dauert dann zwar etwas länger, aber schmeckt dafür am Ende auch umso leckerer. Also: Die Pfanne mit einer Schicht Pastinaken auslegen, von einer Seite knusprig braten. Umdrehen. Von der anderen Seite knusprig braten. Und aus der PFanne nehmen. Das Ganze so oft wiederholen, bis keine Gemüse-Scheiben mehr zum Braten da sind.

3.) Die Zwiebel und den Knoblauch glasig andünsten, die vorgebratenen Knollen-und Wurzel-Scheiben dazugeben und alles miteinander erhitzen. Mit den Gewürzen abschmecken, zuguterletzt die Kräuter dazugeben und servieren.


foto: martina lakotta

Mittwoch, 24. Februar 2016

Avocado-Bananenbrei mit lecker Frucht und Kokos

foto; martina lakotta


Wie wichtig ein vernünftiges Frühstück ist, wurde ja bereits an anderer Stelle kurz erläuert. Außerdem weiß ja eh jeder von uns, dass das Frühstück die allerwichtigste Mahlzeit ist, um voll durchstarten zu können und nicht wie so ein Lappen durch den Tag zu lullen.

Auch in Sachen Avocado habe ich euch schon in einem anderen Post belehrt. Irgendwann letzten Monat hab ich euch die wichtigsten Dinge zum Thema Augen-auf-beim-Avocado-Kauf geschildert. Aber das brauch ich euch ja nicht zu sagen. Schließlich seit ihr alle treue Leser, die jeden meiner Post aufsaugen, verinnerlichen und nie-nie-nie wieder nicht vergessen.

Drum schmier ich mir meine langen Vorreden heute einfach mal an den Hut und komm gleich zum Eingemachten. Oder eher zum Eingematschten.
 

Avocado-Bananenbrei mit lecker Frucht und Kokos

 

foto: martina lakotta

 


Das Tolle an dem Brei ist, dass er in sekundenschnelle zubereitet ist. Ein bisschen mit der Gabel rumgematscht, ein wenig Obst geschnibbelt und schon kann gefrühstückt werden. Easy-peasy - was will man mehr?

Beim Blick auf meine Obst-Etagere ist die Entscheidung in Sachen Obst auf Kiwi und Orange gefallen. Da kann man je nach Gusto natürlich nehmen, was man will. Außerdem hab ich Mohn mit rein getan. Ich steh nämlich auf Mohn. Mohn geht quasi immer.

Zuguterletzt habe ich den Avocado-Bananenbrei mit Kokoschips und Fruchtpapier getopped. 

Fruchtpapier? Wasn das?? Meint die jetzt dieses schäbige Esspapier, auf dem man als Kind - damals noch hellauf begeistert - rumgekaut hat? 

Nein.

Das meint sie natürlich nicht. 

Ich mein nämlich was Besseres. Richtiges Fruchtpapier. Nicht nur Pappe mit künstlichem Geschmack, sondern gedörrte Frucht, die zu hauchdünnem Papier verarbeitet wurde. Fruchtpapier halt. Kennt man doch.

Zugegeben - mir war dieses Fruchtpapier bis vor Kurzem auch kein Begriff. Aber einmal im Monat flattert eine wunderbare Abo-Box gefüllt mit veganen Überraschungen in mein Haus und macht, dass ich mich freu wie Hulle:

Die veganbox.


Seit mehr als einem Jahr versüßt sie mir einmal im Monat den Tag und zaubert mir mit ihren köstlichen Inhalten ein Lächeln auf die Lippen. Viele von den Produkten würde ich mir sonst wohl nie kaufen geschweige denn überhaupt im Bio-Laden um die Ecke finden. Wer also gerne mal was Neues ausprobiert, sollte so ein Abo in Erwägung ziehen. Das Tolle: Man kann sich aussuchen, ob man nur Food-Produkte in seiner Box haben möchte, ob sie glutenfrei oder sojafrei sein sollen oder ob auch noch etwas vegane Kosmetik mit dabei sein darf. Die knorke Box ist in einer großen und in einer kleinen Ausführung zu haben. Außerdem kann das Abo jederzeit gekündigt werden. 

In ebenjener veganbox war zuletzt unter anderem auch besagtes Fruchtpapier. Ich finds klasse. Ist mal was Anderes. Außerdem tut man was für sein grünes Gewissen. Das verarbeitete Obst wäre nämlich eigentlich auf dem Müll gelandet, wenn die pfiffigen Kerlchen vom Dörrwerk sich nicht überlegt hätten, was draus zu machen.

Aber nu genuch Gefasel. Ich wollte doch eigentlich keine langen Reden schwingen. Also lasst mal loslegen mit dem fröhlichen Frucht-Gematsche. 


Was ihr für den Avocado-Bananenbrei braucht...


1/2 reife Avocado (wie ihr eine reife Avocado von einer unreifen unterscheidet erkläre ich euch hier)
1 Banane
1 Orange
1 Kiwi
1 EL Mohn
Kokosschips
Fruchtpapier

Was ihr für den Avocado-Bananenbrei machen müsst...

1.) Die Avocado und die Banane schälen, in ein Schälchen geben und mit einer Gabel zu Brei vermatschen. Einen Schnitz von der Orange nehmen und den Saft in den Brei drücken. Alles zu einer homogenen Masse verrühren.

2.) Die restliche Orange und die Kiwi schälen, dann in mundgerechte Stücke schneiden und in ein Glas oder eine Schüssel füllen. Den Mohn darüberstreuen, dann den Brei einfüllen und das Ganze mit Kokoschips und Fruchtpapier garnieren.




 

Montag, 22. Februar 2016

Tod, weil Schokolade: Raw-tastischer Schokoladenkuchen

foto: martina lakotta

Tod, weil Schokolade. 


Das hätte bestimmt jeder gerne mal auf seinem Grabstein stehen. Schließlich liebt jeder normale Mensch Schokolade und Kuchen. Wer keine Schokolade liebt, ist nicht normal! Und wer keinen Kuchen liebt, den liebt kein normaler Mensch! Und Menschen, die weder Schokolade noch Kuchen lieben, von denen will ich gar nicht erst anfangen. Die sind nämlich alle total gaga. Und Verallgemeinerungen sind toll, so toll wie Schokoladenkuchen. Also liebt jeder normale Mensch Verallgemeinerungen! Und wer die nicht liebt.... aber ich schweife ab.

Wo war ich? Genau:

Tod, weil Schokolade

Das klingt nach einer verhältnismäßig schönen Art zu Sterben. 

Außer natürlich man ertrinkt in einem riesigen Bottich aus Schokoladensoße. 
Oder man wird von einer überdimensionalen Schokokugel überrollt und zerquetscht. 
Oder man verliert seine Beine und sein Augenlicht, aufgrund der durch übermäßigen Schokoladenkonsum herbeigeführten Diabetis und siecht dann jahrelang langsam vor sich hin.

Aber mal angenommen, man isst so viel Schokolade, bis man im Schokoladen-Delirium ist. 

Und jetzt nicht nur bloß Schokolade, sondern Schokolade in ihrer schönsten Form:
Kuchen, Torten, Cremes, Pralinen, Mousse, Eis, Brownies, Cupcakes. Mit Nüssen, mit Früchten, pur, mit Kaffee, mit Sahne... Man isst und isst und isst... Der ganze Rachen ist schon total verklebt... Man kann kaum noch schlucken und atmen. Aber... ES SCHMECKT SO GUT! Man kann nicht aufhören. Also macht man weiter und weiter und weiter... die ganzen schokoladigen Leckereien beginnen zu einem riesigen braunem Klumpen zu verschmelzen. Aufgesogen vom Schokoladenstrudel, jegliches Zeitgefühl verloren.. Was ist Realität? Was ist Einbildung? Egal... SCHO-KO-LAAAA-DEEE... man schaufelt und schaufelt und schaufelt das Zeug weiter in sich rein. IST...SO...GEIL..KANN...NICHT...AUFHÖREN! Und dann - den kakaoig-süß-schmelzigen Geschmack noch auf der Zunge habend, der Gaumen noch frohlockend und der Serotoninspiegel noch auf Anschlag - gleitet man langsam einem weiß-golden glimmerndem Licht entgegen...

Und dann steht auf dem Grabstein halt: 

Tod, weil Schokolade.


Die Schlauen unter euch, haben bestimmt schon so ne Ahnung, Eins und Eins zusammengezählt und sind so zu folgender Schlussfolgerung gekommen: Das verspricht hier heut ne schokoladige Angelegenheit zu werden.

Und japp!  -  Da habt ihr Recht. Das ist eine schokoladige Angelegenheit. Um genau zu sein sogar eine rohköstliche, schokoladige Angelegenheit. 

Tod, weil Schokolade: Rohköstliche Schokotorte

 

Rawfood ist nach vegan der neuste Schrei in Sachen Ernährung. Das scheint zumindest so. In Amerika machen es längst schon alle großen Stars: Demi Moore. Madonna. Bill Clinton. Und so.

Der Rohköstler isst nichts, das über 42°C erhitzt wurde. Er verzichtet also auf gekochte und verarbeitete Lebensmittel - meist inklusive aller tierischer Produkte. Es gibt aber auch Anhänger der Rawfood-Bewegung, die außerdem noch rohen Fisch, unbehandelte Milch und Rohkäse essen. Und dann soll es sogar die geben, die rohes Fleisch und rohe Eier konsumieren. Ist mir bis jetzt aber noch keiner begegnet, der seinen rohköstlichen Speiseplan derart gestaltet. Zum Glück. Stell dir mal vor, so einer lädt dich bei sich zu Hause zum Essen ein. Gruselig!

Pimp my Cake! Ich hab zu dem Kuchen noch ein Beeren-Sößchen gemacht und zwei Boller veganes Vanilleeis mit auf den Teller gepackt. foto: martina lakotta


Aber keine Angst - ich hab nicht vor, dem Raw-Trend hinterher zu hetzen und aus dem Blog einen es-gibt-nur-noch-kaltes-gemüse-Blog zu machen. Das ist mir dann doch irgendwie too much. Wenn andere so essen wollen, nur zu! Ist mir ziemlich egal. Leben und leben lassen. So die Devise. 

Trotzdem hat es mich schon immer gebietzelt, mal einen von diesen Raw-Cakes auszuprobieren und zu Hause nachzumachen. Durchforstet man nämlich erst mal ein paar dieser Rawfood-Blogs im World Wide Web stellt man mit großem Erstaunen fest, dass Rohköstler nicht nur Gurkenscheiben, Sellersticks und tonnenweise Früchte in sich hineinschaufeln, sondern das Zeug auch noch kreativ und interssant weiter verarbeiten. Besonders angetan haben es mir da wie gesagt die rohköstlichen Kuchen, die ohne Backen auskommen. 

Bei eat this, ein wunderbarer Foodblog, auf dem man sich gut und gerne ein paar Stunden verlieren kann, bin ich auf einen Raw Death-by-chocolate-Cake gestoßen. Natürlich hab ich mich sofort verliebt und präsentiere euch jetzt meine Version des rohköstlichen Tod-weil-Schokolade-Kuchens.

Unten Schoko + Erdnuss, mittig Cashew + Schoko + Dattel, Oben Schoko-Ganache


Der Kuchenboden besteht aus Schokolade. Die Mitte auch. Und oben drauf ist nochmal Schokolade. haha. Oder, um das ganze noch etwas zu präzisieren: Der Boden besteht aus einer schokoladigen Schicht aus Erdnüssen und Reissirup, in der Mitte ist eine cremige Schokoschicht aus Cashewnüssen, Datteln und Kokosnuss und bedeckt ist der Kuchen zuguterletzt von einer zart-schmelzenden Schicht aus Schokoladen-Ganache......

foto: martina lakotta

PIMP MY CAKE


Ich hab zu dem Kuchen noch ein Beeren-Sößchen gemacht (dafür einfach TK-Beeren oder frische Beeren mit etwas Sojajoghurt in eine Schüssel geben und mit einem Mixer zu Soße verarbeiten) und dazu noch veganes Vanille-Eis auf den Teller gepackt... ich sag euch: Ultimativer Suchtfaktor!

Was ihr braucht...


Für den Boden:


200 g ungesalzene, geröstete Erdnüsse
3 EL Kakao
3 EL Kokosöl
2 EL Reissirup

Für die Cashew-Dattel-Creme:


200 g Cashew
200 g Datteln
1 Zitrone und von der den Saft
Vanille
5 EL Kokosöl 
4 EL Kakao
3 EL Reissirup
50 g Kokosraspel


Für die Ganache:


4 EL Kokosöl
3 EL Kakao 
5 EL Reissirup


Außerdem:


Kokoschips und Kakaonibs zum Dekorieren


Was ihr machen müsst... 


1.) Die Cashews für mindestenes 4 Stunden, besser noch über Nacht, in Wasser einweichen.

2.) Für den Boden die Erdnüsse, den Kakao, den Reissirup und das geschmolzene Kokosöl in einen leistungsstarken Mixer oder eine Küchenmaschine geben und zu einer nuss-stückigen Masse verarbeiten.

3.) Eine Springform mit Frischhaltefolie auslegen. Den Teig mit den Fingern oder einem Löffel auf dem Boden der Form verteilen. Bei Seite stellen.

4.) Die aufgeweichten Cashewkerne zusammen mit den Datteln, der Vanille, dem geschmolzenen Kokosöl, dem Kakao, dem Zitronensaft und dem Reissirup in eine Küchenmaschine geben und alles zu einer homogenen, cremigen Masse verarbeiten. Die Masse gleichmäßig auf dem Kuchenboden verstreichen und mit den Kokosraspeln bestreuen. Bei Seite stellen.

5.) Für die Ganache das Kokosöl zusammen mit dem Kakao und dem Reissirup unter Rühren schmelzen, sodass sich keine Kakao-Klümpchen bilden können. Wenn alles flüssig ist über die Creme gießen.

6.) Die Kokoschips in einer Pfanne ohne fett oder im Ofen anrösten und den Kuchen damit dekorieren. 

7.) Den Kuchen für mindestens 4 Stunden, besser aber über Nacht, in den Kühlschrank stellen und schön durchziehen lassen.



Donnerstag, 18. Februar 2016

Chia-Samen-Pudding meets Kokos, Mohn und Kakaosplitter


foto: martina lakotta

Das Frühstück hat ja den Ruf als wichtigste Mahlzeit des Tages. Reichhaltig muss es sein. Am besten mit viel Eiweiß, vielen Kohlenhydraten und allerlei dollen Nährstoffen. Das gibt Power für den Tag. Tschackaaaaa unso.

Aber wer hat unter der Woche schon Zeit dazu, genüsslich zu Frühstücken?

Wohl die aller Wenigsten.

Drum muss es also schnell gehen. Definitiv ein wichtiges Kriterium für das perfekte Frühstück. Kommt direkt nach der Sache mit der Reichhaltigkeit. 

Chia ist so ein reichhaltiges Zeug. Bis vor Kurzem wusste niemand, was dieses Chia ist. Manch einer hat das Wort gelesen und gedacht, jemand hat einfach mal das "n" vergessen. Im nächsten Moment hat man sich dann gefragt, was "China-Samen" bitte schön sein sollen und warum man den Kram essen sollte. 

Inzwischen weiß aber nicht nur der gesundheitsbewusste Veganer, was Chia ist. Das exotische Getreide ist längst in aller Munde und liegt voll im Trend. Dafür, dass das Zeug ziemlich geschmacksneutral ist, kein schlechter Werdegang. Aber es ist ja schließlich superduper gesund. Dazu später mehr.

Eine äußerst beliebte Art der Zubereitung des kleinen Sämleins ist die Weiterverarbeitung zu einem Pudding. Die diversen Kochblogs im Internet quellen über von Rezepten mit dem aufgequollenen Korn. Eigentlich also ein alter Schuh, den ich euch hier präsentiere.
Aber in Kombo mit  Mohn, Kokos und Kakaosplitter wird das Zeug geschmackstechnisch nochmal auf eine höhere Stufe erhoben. Gut - man könnte jetzt sagen, dass das bei einer geschmacksfreien Grundzutat auch nicht allzu schwer ist.

foto: martina lakotta

Chia-Samen-Pudding meets Kokos, Mohn und Kakaosplitter

 
Chia-Samen sind also super. Das wussten schon die alten Maya und Azteken. Sie sind vegan (haha), glutenfrei, proteinhaltig und ballaststoffreich. Dazu hat das Getreide noch wertvolle Spurenelemente, Mineralien und Nährstoffe im Gepäck und macht lange satt. Klingt doch schon mal ganz gut. Das Zeug wurde nicht ohne Grund zu einem dieser Superfoods auserkoren. 

Klingt also so, als würde sich das Körnchen auch gut als Frühstück machen. Wie wir vorher ja schon eruiert haben, muss das perfekte Frühstück aber nicht nur reichhaltig sein, sondern sich auch schnell und einfach zubereiten lassen. Zwar muss der Chia-Samen 20 Minuten in Pflanzenmilch quellen, ehe seine Transformation zum Pudding vollzogen ist - aber man kann das Körnchen ja einfach schon am Vorabend quellen lassen oder sich währenddessen der allmorgendlichen Routine widmen. Also Gähnen, Strecken, Zähneputzen, Anziehen und so.

Wie gesagt kombiniere ich den Chia-Samen-Pudding mit Kokosnuss und Mohn. Dazu kommen ein paar von diesen Kakao-Nibs hier. Letztere haben auch einiges auf dem Kasten und versorgen uns mit Magnesium, Kalium, Zink und Ballaststoffen. Na prima - noch so ein Superfood. Da kann der Tag ja nur gut werden.


Was ihr für den Chia-Samen-Pudding mit Kokos, Mohn und Kakaosplittern braucht...

 
4 EL Chia-Samen
180 ml Pflanzenmilch
2 EL Kokosnussraspel
2 EL gemahlenen Mohn
1 EL brauner Rohrzucker 
1 EL Kakao-Nibs
1 EL Kokoschips zum Garnieren


Was ihr für den Chia-Samen-Pudding mit Kokos, Mohn und Kakaosplittern machen müsst...


1.) Die Chia-Samen in ein Glas geben, mit der Pflanzenmilch aufgießen, umrühren und 20 Minuten im Kühlschrank quellen lassen.

2.) Koksraspel Kokosraspel, Mohn und Zucker unterrühren. Das Ganze mit den Kokoschips und den Kakao-Nibs garnieren, löffeln und gut gestärkt in den neuen Tag starten. KAMPFKOLOSS!!!!

foto: martina lakotta

Mittwoch, 10. Februar 2016

Mangoldgemüse im Yufka-Schiffchen mit Granatapfelkernen und Schmelzkern

Wer braucht schon Besteck und Teller, wenn es Fingerfood gibt... foto: martina lakotta

Fingerfood ist toll


Fingerfood ist toll. Es ist klein, lecker, besonders, vielseitig, raffiniert, ein Hingucker und kann - wider den sonst gängigen Konventionen - einfach mit den Fingern gegessen werden. Kein doofes Besteck und kein Teller, die einen dazu zwingen, sich an den Tisch zu begeben, den Rücken gerade zu machen und brav sitzen zu bleiben, bis alles aufgegessen ist. Nein! Mit Fingerfood ist alles besser. Man schnappt sich einfach ein Teilchen mit den Tatzen, schiebt es sich in den Mund und kann dann gleich damit fortfahren, auch noch die anderen Fingerfüüüüter zu probieren. Schließlich kommt so ein Fingerfood im besten Fall nicht allein auf das gut sortierte Gastgeber-Buffet, sondern in seiner ganzen Vielfalt. Dann warten zahlreiche, leckere Varitionen allesamt darauf, Stück für Stück verköstigt zu werden. Und wenn eines der Teilchen dem Gaumen ganz besonders geschmeichelt haben sollte, kann man sich gleich noch ein Zweites davon hinterherschieben. Die sind ja nicht ohne Grund so schön klein. Alles in allem ist Fingerfood also eine echt feine Sache.

Aber Fingerfood muss schnell gehen


Aber es gibt ja immer zwei Seiten einer Medaille. So auch hier: Fingerfood ist für die lieben Gäste sicherlich immer 'ne tolle Sache, aber für den, der sie zubereitet, meist mit einem Arsch voll Arbeit verbunden. Hier ist es nicht damit getan, alle Zutaten in einen Topf zu schmeißen, umzurühren, den fertigen Fraß auf Teller zu klatschen und seinen Gästen vor den Latz zu hauen. Nein - Fingerfood für Fingerfood will einzeln, mit gaaaaanz viel Liebe und Detail produziert werden. Und weil so ein Fingerfood meistens zu besonderen Anlässen und nicht einfach mal so, Mittwochabend, zur zünftigen Jause daheim serviert wird, stehen gerne auch mal mehr Gäste auf der Matte, deren Mäuler es gilt zu stopfen. Drum müssen die kleinen Häppchen nicht nur liebevoll, sondern dazu auch noch in größerer Zahl zubereitet werden. Das macht die Sache dann schon etwas aufwendiger. 
Folglich ist man auch als ambitionierter Hobbykoch durchaus dankbar für simple Rezepte, die ordentlich was hermachen und trotzdem keiner tage- und nächtelangen Vorbereitung bedarfen. Das optimale Fingerfood ist also nicht nur wundervoll anzusehen und ein Highlight für die Geschmacksknospen, sondern im Idealfall auch noch easy zubereitet. Drum ist es, wie ich finde, höchste Zeit, ein bisschen Vingervood auf den hier Blog zu bringen. Den Anfang machen Yufka-Schiffchen mit Mangoldgemüse, Granatapfelkernen und einer zart schmelzenden Überraschung im Inneren...


Außen Yufka, innen Granatapfel, Räuchertofu und Mangold. Und ganz Innen: Ein leckerer Schmelz aus Mandelmus. foto: martina lakotta


Mangoldgemüse im Yufka-Schiffchen mit Granatapfelkernen und Schmelzkern


Mangold sollte viel öfter in unseren Mägen landen. Etwas, das Gold im Namen trägt, kann ja so verkehrt nicht sein. Und dazu ist das Gemüse auch noch gesund: Mangold ist nämlich reich an Mineralstoffen wie Kalium, Eisen, Phosphor und Magnesium und punktet Vitamin-mäßig mit einem hohen Gehalt an Vitamin A und C. Schmecken tut er obendrein natürlich auch. Und das ist immer eine gute Voraussetzung zur kulinarischen Weiterverarbeitung. 

Und was genau ist jetzt eigentlich Yufka?


Bevor es an das Rezept geht, will ich noch ein paar Worte zu diesem "Yufka" verlieren. Denn das komische Wort mit Y ist womöglich nicht jedem ein Begriff. Dabei verbirgt sich dahinter gar kein großes Mysterium: Yufka ist nämlich der hauchdünne, türkische Teig, der beispielsweise bei Baklava oder Börek zum Einsatz kommt. Er besteht lediglich aus Mehl, Wasser, Öl und etwas Salz und kann inzwischen nicht mehr nur beim Türken um die Ecke, sondern auch in den meisten gut sortierten Supermärkten ergattert werden. Eigentlich mache ich ja am liebsten so viel wie nur möglich selbst. Aber um den Teig so perfekt und hauchdünn hinzubekommen, muss man schon einiges an Zeit aufwenden. Drum ist die Fertig-Variante hier durchaus legitim, wie ich finde.


Was ihr für das vegane Fingerfood (12 Stück) braucht...


Yufka-Teig
4 Blätter Mangold
2 Zehen Knoblauch
1 kleine Zwiebel
1/2 Granatapfel
50 g Räuchertofu
Thymian
Kumin aka. Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
3 - 4 EL weißes Mandelmus
Öl zum Bepinseln und Braten


Was ihr für das vegane Fingerfood machen müsst...


1.) Die Yufka-Teigblätter in vierundzwanzig 15x15cm große Quadrate schneiden und abgedeckt mit einem feuchten Küchentuch bei Seite legen. Den Mangold schnibbeln, den Räuchertofu in kleine Würfel schneiden, den Knoblauch sowie die Zwiebel fein hacken und die Granatapfelkerne aus dem Gehäuse befreien.

2.) Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.

2.) Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln zusammen mit dem Knoblauch glasig darin andünsten. Den Mangold und den Räuchterofu dazugeben und alles für etwa fünf Minuten rührbraten. Die Granatapfelkerne dazugeben. Mit Salz, Pfeffer, Tyhmian sowie Kumin abschmecken und bei Seite stellen.

3.) Eine Muffinform mit Öl einpinseln und in jede Mulde die diagonal gelegten Yufka-Teigblätter drücken. Gegebenenfalls die Ecken noch etwas kürzen. Auf den Boden jedes Schiffchens einen Klecks weißes Mandelmus geben und dann mit dem vorbereiteten Mangold-Gemüse befüllen.

4.) Die Yufka-Schiffchen in den vorgeheizten Ofen schieben und in 15 bis 20 Minuten fertig backen.  


foto: martina lakotta

Montag, 11. Januar 2016

Hoch gestapelt: Toast-Türmchen mit fruchtiger Tomate, crunchiger Erdnussbutter und cremiger Avocado

!!!! Achtung: Das folgende Gericht ist für Personen, die nicht in der Lage dazu sind, ihren Unterkiefer spontan auszurenken oder wenigstens Geklecker beim Essen in Kauf nehmen können, nicht geeignet !!!!


foto: martina lakotta

Kross geröstete Toast-Türmchen mit fruchtiger Tomate, crunchiger Erdnussbutter und cremiger Avocado 


Avocados stehen in der gesundheitsbewussten Küche oft auf dem Speiseplan. Warum? Weil sie sozusagen die personifizierte perfrutizierte Gesundheit sind. Zwar zählt die Avocado zu den fettreichsten Früchten überhaupt, aber das sei ihr verziehen. Denn bei der Avocado haben wir es mit den guten, einfach ungesättigten Fettsäuren zu tun. Und die mag unser Organismus. Zu den guten Fettsäuren gesellen sich außerdem Vitamine wie beispielsweise das Vitamin A und E sowie Alpha- und Beta-Carotin. Und schmecken tut sie außerdem auch noch. Allerdings nur, wenn sie den richtigen Reifegrad besitzt. Unreife Avocados sind wahrlich ungenießbar und alles andere als schmackhaft. Drum: Augen auf beim Avocado-Kauf oder gegebenenfalls in den eigenen vier Wänden fachmännisch nachreifen lassen. 

So reifen Avocados schneller nach 

 

Es gibt einen einfachen Trick, um den Reifeprozess der Avocado etwas zu beschleunigen: Man lege die Frucht neben ein paar Äpfel oder packe sie am besten gemeinsam mit ein paar Früchten in eine Papiertüte. Die Äpfel verströmen nämlich Ethylen, was wiederum die Reifung der Frucht beschleunigt. Allerdings verschnellert Ethylen nicht nur die Reifung von Avocados, sondern von sämtlichen Früchten, weshalb Äpfel auch immer separat gelagert werden sollten, wenn man verhindern möchte, dass andere Früchte schneller verderben oder überreif werden.

Avocados kaufen leicht gemacht: Woran erkennt man eine reife Frucht?


Und worauf achtet man beim Avocado-Kauf im Laden? Woher weiß man, ob man sich für die richtige, essbare Frucht entschieden hat? Die Kriterien sind abhängig von der Sorte, für die man sich entscheidet. Mit welcher Sorte man es zu tun hat, verrät ein Blick auf das Verkaufsschild oder man fragt einfach den nächstbesten Verkäufer. Zu den zwei gängigsten Sorten, die uns hier zur Verfügung stehen, gehören "Hass" und "Fuerte".

Woran man eine reife Avocado "Hass" erkennt


Die Hass-Avocado ist zum Beispiel erst richtig reif, wenn ihre Schale schwarz ist. Trotzdem sollte man niemals eine komplett schwarze Avocado der Sorte Hass kaufen, sondern lieber eine, die tief-dunkelgrün ist. Denn bei einer bereits schwarzen Schale weiß man ja nicht, wie lange das Früchtchen schon schwarz ist. Am Ende holt man sich nur eine überreife Avocado nach Hause, die innen noch viel schwärzer und genauso wenig genießbar ist wie eine unreife Frucht. Also: Eine tief-dunkelgrüne Avocado der Sorte Hass sollte sofort genießbar sein.

Woran man eine reife Avocado "Fuerte" erkennt


Eine weitere gängige Sorte in unseren Läden ist die Fuerte-Avocado. Hier sind schwarze Stellen aber kein gutes Zeichen, sondern meistens ein Hinweis darauf, dass die Frucht auch im Inneren schlecht ist. Die Schale der Fuerte-Avocado ist im Optimalfall weich und dünn. 
Hier kann der Druck-Test bei der Kauf-Entscheidung behilflich sein: Eine unreife Avocado ist im Gegensatz zu einer reifen Frucht zu hart, um eine Delle zu machen. Fühlt sich die Frucht allerdings matschig an, ist sie überreif und sollte besser auch nicht gekauft werden. Also: Eine Fuerte mit einer möglichst schönen gleichmäßigen Färbung, die auf leichten Druck nachgibt, ist perfekt.
Auch bei den anderen Sorten ist es hilfreich, die Avocado in die Hand zu nehmen: Wenn sie auf leichten Druck nachgibt, kann sie verzehrt werden.

Und sonst so? 


Leider ist die Avocado ja keine heimische Frucht, sondern nimmt weite Wege auf sich, um es bis zu uns nach Hause zu schaffen. Kann man sich jetzt streiten, wie gut die langen Transportwege in Hinsicht auf Nachhaltigkeit sind (nämlich gar nicht gut) - aber man muss sich das Früchtchen ja auch nicht jeden Tag gönnen, sondern hin und wieder bewusst genießen. Wie zum Beispiel in Form dieser herzhaften Brioche-Türmchen... Aber worauf wollte ich jetzt eigentlich nochmal raus? Ah, genau: Also Avocados haben meist eine weite Reise hinter sich, bevor sie bei uns auf dem Teller landen. Man könnte meinen, dass die Frucht deshalb oft ungereift bei uns im Supermarkt landet. Tatsächlich ist es aber so, dass auch in der Natur die wenigstens Avocados am Baum reifen. Denn auch in ihrer Heimat fallen sie hart und unreif auf den Boden und reifen dann erst dort nach. Trotzdem werden Avocados, die für den Verzehr bestimmt sind, direkt vom Baum gepflückt und noch unreif in die Läden auf der ganzen Welt verschickt - denn durch den Aufprall werden die Früchtchen oft beschädigt und auch gerne von Insekten und Co. genascht. Jetzt aber genug geklugscheißt ;-) Kommen wir zum Rezept.

Türmchen bauen für Anfänger...


Für diese leckeren Türmchen habe ich Toastbrot-Scheiben leicht geröstet und sowohl mit Tomatenmark und Tomaten als auch mit crunchiger Erdnussbutter und Avocado-Creme (man könnte sie auch Guacamole nennen ^^) ausgestattet. Leicht zu essen sind die Türmchen zwar nicht - aber dafür sind sie super lecker. Das nächste Mal mache ich sie vielleicht einfach etwas kleiner, sodass man sie mit einem Happs verschlingen kann. Mengenangaben spare ich mir bei dem Rezept der Einfachkeit halber an einigen Stellen...

foto: martina lakotta



Was ihr die Brioche-Türmchen (2 Stück) braucht...


6 Scheiben Toast- oder Weiß-Brot (vegan)
Erdnussbutter mit Stückchen
Tomatenmark
3 Cocktailtomaten
etwas Olivenöl zum Rösten


Für die Avocado-Creme aka Guacamole:


1 Avocado
1 Limette und von der den Saft
2 Zehen Knoblauch 
frischen oder TK-Basilikum 
Salz, Pfeffer
Chili (je nach dem wie scharf ihr es mögt, müsst ihr mehr oder weniger Chili nehmen)



Was ihr für die Brioche Türmchen machen müsst...


1.) Zuerst widmen wir uns der Avocado-Creme-Zubereitug. Dafür den Knoblauch und die Chili fein hacken. Die Avocado, deren Reifegrad ihr nach Lesen dieses Posts natürlich absolut problemlos bestimmen könnt, halbieren, entkernen und in einem Schälchen mit einer Gabel zermatschen und mit dem Limettensaft vermengen. Knoblauch und Chili unterrühren und alles mit Salz, Pfeffer sowie Basilikum abschmecken. Bei Seite stellen.

2.) Aus den sechs Toastbroten mit einem Glas sechs Kreise ausstechen. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Brot-Kreise darin kurz anrösten, dann aus der Pfanne nehmen und etwas abkühlen lassen, damit die Erdnussbutter beim Bestreichen nicht sofort zerfließt.

3.) Den ersten gerösteten Brot-Kreis mit Tomatenmark bestreichen und Basilikum bestreuen. Dann die Cocktailtomaten in Scheibchen schneiden und die erste Brotscheibe damit belegen. 

4.) Den zweiten Brot-Kreis großzügig mit Erdnussbutter bestreichen und mit der bestrichenen Seite nach oben auf den ersten Brot-Kreis legen. Oder anders gesagt: Tomate und Erdnussbutter sollen nicht miteinander in Berührung kommen.

5.) Den dritten Brot-Kreis auch großzügig mit Erdnussbutter bestreichen und mit der bestrichenen Seite nach unten auf den zweiten Brot-Kreis legen. Oder anders gesagt: Erdnussbutter küsst Erdnussbutter.

6.) Zuletzt kommt oben drauf - als Krönchen quasi - ein großer Klecks von der Avocado-Creme. Mit einem Tomaten-Scheibchen dekorieren und servieren. 


foto: martina lakotta


Donnerstag, 7. Januar 2016

Von Foodporn und Zuckerständern: Black-Bean-Schoko-Brownies mit einem Sahne-Karamell-Erdnuss-Topping

foto: martina lakotta

Black-Bean-Schoko-Brownies mit einem Sahne-Karamell-Erdnuss-Topping


Zu Neujahr haben die meisten Menschlein irgendwie so ein Bedürfnis danach, sich gute Vorsätze für die kommenden 12 Monate zu machen. Zu den beliebtesten gehören wohl Dinge wie das Rauchen aufzugeben, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen oder endlich einen gesunden und bewussten Lebensstil zu pflegen ("Ich mach ab sofort jeden Tag Sport, esse NUR noch Salat - aber ohne Dressing - und nimm in drei Stunden fünf Kilo ab"). 
Passend zu dem letzten Vorsatz könnte ich jetzt ja behaupten, dass ich euch hier super-gesunde Brownies auftische. Immerhin sind eisen- und vitaminreiche Bohnen drinnen, statt massig Weißmehl. Und dann noch die magnesiumhaltigen Nüsse oben drauf! Und der Alleskönner Kokosöl darin! Und dass alles, das vegan ist, ja eh von sich aus gesund ist, weiß jedes kleine Kind. Da stören die Tonnen Schokolade, die im Teig sind und die mehreren Kilo Zucker oben drauf gaaaaar nicht. Neeeeeeeein!
Aber lassen wa die Butter Margarine bei die Fische: Wer sich gesund ernähren will, muss diese Brownies zwar nicht vom Speiseplan streichen, aber Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte in Reinform sind immer noch die bessere Wahl - wenn man halt nicht gerade Schlemmen möchte. Ich bin ja immer wieder fasziniert davon, dass es so Ernährungs-Spasteln gibt, die echt davon überzeugt sind, dass vegane Ernährung per se gesund ist. Klar ernähren sich die meisten Vegetarier und Veganer gesünder, weil sie einfach bewusster im Umgang mit Nahrung sind - aber es ist Blödsinn zu glauben, dass Veganer deshalb von Grundwegen her gesund leben. Wenn man nämlich jeden Tag veganes Mousse au Chocolate in sich reinlöffelt, vegane Braten mit Knödelbeilage verschlingt und en mas Bolognese in sich hineinschaufelt, ist das am Ende auch nicht gerade förderlich für die eigene Gesundheit. Noch schlimmer ist aber das andere Extrem, das durch die Köpfe vieler Menschen geistert: Dass vegane Ernährung aus Luft, Liebe und Heu besteht. Das ist natürlich auch Quatsch. Schlemmen kann man nämlich auch in der veganen Küche ganz vorzüglich.. Und das beweisen diese krassen Black-Bean-Schoko-Brownies mit einem Topping aus Sahne-Karamell und Erdnüssen allemal... 




Bohnen im Brownieteig?! Echt jetzt?!


Ich hab ja oben schon verraten, dass es sich hier um keinen gewöhnlichen Brownie-Teig handelt, weil hier schwarze Bohnen die Hauptrolle übernehmen und nicht irgendein Mehl. Ist jetzt zwar nicht unbedingt was Neues, denn Brownie-Rezepte mit Bohnen geistern schon seit geraumer Zeit durchs Internet, aber trotzdem gibt es bestimmt den einen oder anderen, der davon noch nix gehört hat und sich jetzt denkt: "Waaaaas?! Bohnen im Teig?!!?! IIIIIIIhhhh......!" Aber glaubt mir, Bohnen im Teig sind absolut geil und empfehlenswert. Und das nicht nur für Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit, sondern auch für alle Genießer: Denn die Bohnen machen den Teig herrlich saftig. Und ich versprech euch: Da schmeckt nix nach Chili oder so - man merkt a.b.s.o.l.u.t. nix von den Bohnen im Teig! Also traut euch ruhig, das Mal nachzumachen - ihr werdet es nicht bereuen... im Gegenteil.




 Von Foodporn, Zuckerständern und Geschmacksorgasmen...


Also: Statt massig Mehl besteht der Teig zum Großteil aus Bohnen. Ich hab schwarze Bohnen genommen. Wenn ihr aber keine schwarzen Bohnen finden solltet, könnt ihr auch ganz einfach auf Kidneybohnen zurückgreifen. Das geht genauso. Das Topping besteht aus Sahne-Karamell und Erdnüssen. Statt Sahne kommt in der veganen Küche natürlich Cuisine zum Einsatz. Funktioniert auch einwandfrei. Noch Fragen? Nee? Dann auf zum eigentlichen Rezept....




Was ihr für die veganen Black-Bean-Schoko-Brownies mit Sahne-Karamell-Erdnuss-Topping braucht...


Für die Brownies:


500 g schwarze Bohnen (alternativ Kidneybohnen)
300 g Zartbitterschokolade
150 g braunen Zucker
150 g Weizen-Vollkornmehl (Bei Glutenunverträglichkeit auf Buchweizen- oder Mandelmehl zurückgreifen)
2 TL Weinsteinbackpulver
200 ml Pflanzenmilch (z.B. Hafer, Reis, Soja usw.)
1 EL Kokosöl
150 g zartbittere Schokotropfen
Zitronensaft

Für das Sahne-Karamell-Erdnuss-Topping:


150 g braunen Zucker
200 ml Cuisine (z.B. Hafer, Reis, Soja usw.) 
200 g gesalzene und geröstete Erdnüsse


Was ihr für die veganen Black-Bean-Schoko-Brownies mit Sahne-Karamell-Erdnuss-Topping machen müsst...


1.) Die Schokolade mit dem Kokosöl über dem Wasserbad schmelzen und den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.

2.) Währenddessen die Bohnen in einem Standmixer oder einer Küchenmaschine oder mit einem Pürierstab zu Brei verarbeiten. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und zusammen mit der Pflanzenmilch, dem Zucker, dem geschmolzenen Schokoladen-Kokosöl-Gemisch und etwas Zitronensaft in den Brei geben. Alles zu einer homogenen Masse verarbeiten. Die Schokotropfen unterheben.

3.) Eine Auflaufform mit Backpapier auslegen und den Teig hineingeben, in den Ofen schieben und in etwa 30 Minuten fertig backen, dann in der Form abkühlen lassen!

4.) Mit dem Stiel von einem Kochlöffel  vorsichtig Löcher bzw. Aushöhlungen in den Brownie machen - dann kann das Sahne-Karamell-Erdnuss-Topping bis ins Innere des Brownies vordringen.

5.) Den Rohrzucker in eine Pfanne geben und karamellisieren. Karamellisieren ist eigentlich kein Hexenwerk. Aber ihr solltet die Pfanne auf keinen Fall aus den Augen lassen, sonst wird das Karamell schnell zu dunkel und ist dann nicht nur bitter, sondern auch reif für die Tonne.
Gebt also den Zucker in eine Pfanne und stellt den Herd auf mittlere Hitze ein. Der Zucker schmilzt und sobald er sich schön goldbraun verfärbt, nehmt ihr die Pfanne kurz von der Platte und schüttet die Cuisine hinzu. 

Achtung, das kann etwas spritzen! Wichtig ist, dass ihr die Masse nicht umrühren, sondern die Pfanne lediglich ein bisschen hin und her schwenken solltet. Denn das Karamell ist noch sehr zäh. Haben sich die beiden Komponenten dann etwas verbunden, dürft ihr mit dem Umrühren beginnen. Vermutlich bleibt dennoch noch was am Löffel hängen, aber das schmilzt später wieder runter. Dann den Topf wieder auf den Herd stellen, die Temperatur ggf. etwas minimieren und das Sahne-Karamell ein paar Minütchen köcheln und dabei stetig umrühren. Zuletzt die Erdnüsse dazugeben und nochmal alles umrühren.

6.) Die noch sehr flüssige Karamell-Masse auf den Brownie gießen und am besten über Nacht  wenigstens aber ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. Das Karamell wird dann etwas fester - aber ist immer noch herrlich schlonzig. So wie es halt sein soll.




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