Samstag, 7. Juni 2014

Kraftspender, Potenzsteigerer und Glücklichmacher: Tiramisu, vegan


Ahhh, Bella Italia! Tolle Landschaften, laute Städte, wild gestikulierende Menschen, Strandurlaube, liebenswerte Longobarden, dolce Vita, hupende Autofahrer, Mafia, Sonne - und vor allem: Gutes Essen!

Neben Pizza und Pasta gehört das Tiramisu zu den wohl bekanntesten italienischen Gerichten. Wörtlich übersetzt bedeutet es so viel wie "Zieh mich hoch". (Wichtiges Grundwissen für alle Tiramisu-Fetischisten!) 
Doch was auf italienisch noch ganz gut klingt, ergibt auf deutsch eher weniger Sinn. 
Denn was zum Henker soll da bitte schön hochgezogen werden? 
Warum nur heißt dieses Tiramisu Tiramisu??
Und was will es überhaupt da oben?
Fragen, die Antworten verlangen.
Wie so oft weiß das World Wide Web mit kuriosen Fakten zu helfen: Im Internet kursieren verschiedenste Versionen von der tiramisuischen Namensgeschichte....

Foto: Martina Lakotta






















 1.) Der Kriegshelfer - Tiramisu zieht Soldaten hoch: 
Das Dessert soll den italienischen Soldatos während des 1. Weltkriegs als Power-Kost gedient haben. Denn was macht Mann schon stärker und pusht ihn besser an den Rande seiner Kampf-Kräfte als die Kombo aus Eiern, Zucker und Fett?

2.) Der Glücklichmacher - Tiramisu zieht die Stimmung hoch: 
Schoko, Zucker und Alkohol bringen die Menschen zum Strahlen. Ein Dessert als leckere Alternative zum Anti-Depressivum. 
Gib schlechter Laune keine Chance - mit Tiramisu!

3.) Der Aphrodisierende - Tiramisu zieht den Pullermann hoch: 
Die Venezianer des 17. Jahrhunderts sollen dem Tiramisu eine potenzsteigernde und aphrodisierende Wirkung zugeschrieben haben. Mann nehme vor dem Liebesakt künftig also eine Portion des süßen Energiespenders. Schon nach kurzer Zeit entfalten die Inhaltsstoffe ihre liebestolle Wirkung: Zucker bringt Ausdauer, Espresso hält wach und Amaretto löst Hemmungen. Und schon steht er! Ohhh amore!

4.) Der Geburtenhelfer - Tiramisu zieht Schwangere hoch: 
Das erste Mal auf der Speisekarte erschienen, ist das Tiramisu 1970 in der Trattoria La Beccherie im venezianischen Treviso. Der Italiener und Restaurant-Besitzer Ada Campeol wollte ein stärkendes Gericht für seine schwangere Frau kreieren und soll so das Tiramisu erfunden haben. (Deswegen bemühen sich die Venezianer übrigens seit 2013 darum, das Tiramisu europaweit als garantierte traditonelle Spezialität schützen zu lassen.)

Wir lernen: Tiramisu ist Kraftspender, Glücklichmacher und Aphrodisiakum in einem! Google sei Dank!

Foto: Martina Lakotta

Nachdem das Projekt "veganer Käsekuchen" jedenfalls ziemlich überzeugend war, habe ich mich jetzt zum ersten Mal auch an eine veganisierte Tiramisu-Variante herangewagt. Für diese Süßspeise kommt  - wie schon für den Käsekuchen - Mr. Seidentofu als einer der Main-Acts auf die kulinarische Bühne. Ein unkompliziertes und schnelles Rezept für ein Stückchen Italien dahoam.

 



Aber genug gefaselt, jetzt geht´s endlich ans Eingemachte!


Was ihr für das vegane Tiramisu braucht...


1 Packung Zwieback
400 g Seidentofu
125 g Soja-Joghurt
375 g Vanille-Soja-Pudding
175 g ALSAN-Margarine
5 gehäufte EL Grieß
6 - 8 EL Zucker (je nachdem wie süß ihr´s wollt)
1 Zitrone und von der den Saft
Orangenschale, gerieben
2 - 3 EL Orangensaft
1 große Tasse Espresso oder starken Kaffee
Amaretto nach Geschmack
reichlich Kakao-Pulver (Keinen Kaba, sondern richtigen Kakao!!!) 



Was ihr für das vegane Tiramisu machen müsst...


Foto: Martina Lakotta
1.) Die Alsan-Margarine bei schwacher Hitze in einem kleinen Topf zerlassen. Den Espresso oder Kaffee schon einmal kochen, abkühlen lassen und je nach Belieben mit mehr oder weniger Amaretto vermischen. Die koffeinhaltige Amaretto-Mischung dann am besten gleich in ein Gefäß schütten, in dem man nachher die Zwiebacks problemlos tunken kann.


2.) Für die Creme Seidentofu, Joghurt, Pudding, zerlassene Margarine, Grieß, Zucker, Orangenschale, Orangensaft und Zitronensaft mit einem Pürierstab zu einer homogenen Masse verarbeiten. Kurz bei Seite stellen.

3.) Als nächstes geht´s ans Schichten: Dazu ersteinmal die Zwieback-Scheiben einzeln in das Amaretto-Kaffee-Gemisch tunken und den Boden einer Auflaufform damit auslegen. Danach die Zwiebacks mit einer Schicht von der vorbereiteten Creme bedecken und das Ganze nochmal wiederholen: Also Zwiebacks tunken, in der Form vereilen und mit der restlichen Creme bedecken.

4.) Zuguterletzt das Tiramisu in den Kühlschrank stellen. Dort muss es unbedingt mindestens 8 Stunden, besser noch über Nacht bleiben, damit es eine feste Konsistenz bekommt. (wie heißt´s nicht so schön: Geduld ist die Mutter aller Tugenden...^^)

5.) Das vegane Tiramisu kurz vor dem Servieren kräftig mit Kakaopulver bestreuen und fertig:
Un pezzo di Italia per la casa: Buon Appetito meine Lieben!

Kommentare:

  1. Hallo, das Rezept hört sich großartig an. Ich werde es auf jeden Fall mal ausprobieren. Welchen Vanille-Soja-Pudding hast Du genommen? Gibt es den fertig?

    Danke für einen Hinweis!

    LG Katja

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  2. Hallo Katja,

    ich habe den fertigen Alpro-Soja-Pudding hergenommen: http://www.konsument.at/MungoBlobs/941/543/Alpro-Soya-Vanille-Dessert.jpg. Den gibt´s inzwischen auch in fast jedem Supermarkt :)

    Viel Spaß beim Nachmachen und schon Mal einen schönen Aufenthalt im 7. Geschmackshimmel - ich garantiere: Du wirst es nicht bereuen! (Mein Tiramisu ist schon wieder alle....ich glaub ich werds die Tage nochmal machen müssen. <3 Viel zu lecker, um lange zu überleben ^^)

    Einen wunderschönen Tag dir!
    LG
    Martina

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