Mittwoch, 29. Oktober 2014

Kürbis im Mantel: Kürbisstrudel aus Filoteig

Auch dem Gemüse wird´s kalt - Kürbis im Filo-Mantel

Das vierte Kürbisrezept auf dem Rezeptekompass widmet sich dem Strudel. foto: martina lakotta

Der Kürbis ist für mich das Gemüse im Herbst! Ob gefüllt mit einem Risotto aus Wildreis, püriert in einem leckeren Süppchen samt deftigen Einlagen oder eingewickelt mit Kraut und in Gesellschaft von Kartoffeln - ich finde, der Kürbis ist der ideale Begleiter für die herbstliche Küche.

Veganer Filoteig für Faule...


Hier zeige ich euch, wie ihr einen Kürbis-Strudel aus Filoteig zubereiten könnt. Natürlich könnte man den Filoteig auch selber machen - das war mir an jenem Abend aber einfach zu viel Aufwand... manchmal habe auch ich keine Lust darauf, nach Arbeit oder Uni ewig in der Küche zu stehen... und von Zeit zu Zeit, ist es, denke ich, schon in Ordnung auf Fertigprodukte im Supermarkt zurück zu greifen
Einfachkeitshalber habe ich mir also einfach fertigen Filoteig aus dem Supermarkt besorgt. Der Filo- (oder Strudelteig), den es im Edeka oder Marktkauf zu kaufen gibt, ist frei von tierischen Bestandteilen (hier ein Link zu der Zutatenliste) und damit auch für vegane Rezepte geeignet. 

 

 Was mache ich, wenn ich keinen Filoteig im Supermarkt finde?!


Wer keinen Filoteig finden sollte, kann alternativ auch einfach Blätterteig besorgen. Auch den gibt es vegan im Supermarkt - und das wider der meisten Erwartungen, da in den originalen, hausgemachten Blätterteig eigentlich massig Butter (über 500 g für eine Portion) gehört... So veräppelt sie uns halt einmal mehr, die Lebensmittel-Industrie. Versteht mich nicht falsch! Ich finde es zwar gut, dass es den Blätterteig frei von tierischen Bestandteilen im Supermarkt gibt - allerdings wird hier einmal mehr die Erwartungshaltung der Verbraucher unterlaufen, die davon ausgehen, dass auch im fertigen Blätterteig - eben wie im Selbstgemachten -  Butter gehört. Pustekuchen. 

Kleiner Exkurs: Warum wir Foodwatch brauchen


Wer mehr über die Täuschungen der Nahrungsmittel-Industrie erfahren möchte, sollte der Internetseite der Organisation foodwatch einmal einen Besuch abstatten. Die selbsternannten Essensretter haben der Verbrauchertäuschung den Kampf angesagt und machen großen Nahrungsmittel-Konzernen das Leben zumindest etwas schwerer. Ich finde die Arbeit, die die Essens-Überwacher von foodwatch leisten gut - die Industrie hat in meinen Augen ohnehin schon zu wenig Interesse daran, wirklich gesunde Nahrungsmittel frei von Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen und anderen E´s für uns zu produzieren...
Bei Foodwatch kann man sich gut über die neusten Vergehen, laufende Prozesse und größten Betrügereien besagter Branche informieren und sich so einen ersten Überblick verschaffen.

Mit einem >>> KLICK <<< könnt ihr euch selbst ein Bild von der Arbeit von foodwatch machen. 

Jetzt aber zurück zum Kürbisstrudel


Naja, genug exkurst ;-) Kommen wir zum eigentlichen Thema zurück: Dem Kürbisstrudel aus Filoteig. Dank dem fertigen Teig aus dem Supermarkt, ist auch dieses Rezept simpel zuzubereiten. Neben dem geschnibbelten Gemüse kommt noch etwas vegane Bechamel-Soße in den Strudel. Dann wird das Gericht nicht zu trocken.

Kürbis im Filoteig <3 foto: martina lakotta

Was ihr für den Kürbisstrudel (4 - 5 Portionen) braucht...

 

Für den Strudel und die Kürbis-Füllung:


1 Rolle Filoteig (alternativ geht auch Blätterteig)
0,5 - 1 kleinen Hokkaido-Kürbis
1 Karotte
2 Tomaten
1 Zwiebel
4 - 5 cm Ingwer
1 Zehe Knoblauch
3 - 4 EL Kürbiskerne


2 - 3 EL Tomatenmark
einen Schuss Pflanzencuisine zum Verfeinern
Muskat
Salz, Pfeffer

Öl zum Braten

etwas Pflanzenmilch zum "Kleben"
Kürbiskerne für Oben-drauf

Für die vegane Bechamel:

2 EL Pflanzen-Margarine (ich nehme hier am liebsten die ALSAN, weil sie geschmacklich einfach am besten ist - die ALSAN gibt es inzwischen nicht nur in Bioläden oder Reformhäusern, sondern auch in vielen großen Supermarktketten)
2 EL Mehl
200 ml Pflanzenmilch (z.B. aus Reis, Soja, Dinkel usw.)
Salz 
Pfeffer
Muskat

 

Was ihr für den  Kürbisstrudel machen müsst...


1.) Hokkaido ist in der Zubereitung besonders einfach: Der Kürbis muss nicht geschält werden. Dass heißt, ihr könnt gleich damit loslegen, den Kürbis zu entkernen und in mundgerechte Stücke zu schneiden. Tomaten, Karotte und Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Ingwer und Knoblauch fein hacken.

2.) Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Karotte und Kürbis dazugeben und das Gemüse zwei bis drei Minuten rührbraten. Jetzt Ingwer, Knoblauch, Tomatenmark und Kürbiskerne mit in die Pfanne geben und alles zusammen nochmal etwa 30 Sekunden rührbraten. Mit reichlich Salz, Pfeffer sowie Muskat abschmecken und mit einem Schuss Pflanzencuisine verfeinern. Pfanne von der heißen Herdplatte nehmen und bei Seite stellen.

3.) Jetzt die vegane Bechamel zubereiten: Dafür die Margarine in einem kleinen Topf schmelzen. Das Mehl dazugeben und mit einem Schneebesen bei mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren anschwitzen. Nur nicht zu lange - die Mehlschwitze sollte lediglich "hellblond" sein. Mit der Milch ablöschen und unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und bei wenig Hitze so lange köcheln lassen, bis die Bechamel eine cremige Konsistenz  bekommt. Vom Herd stellen.

4.) Den Ofen auf 180 ° C Umluft vorheizen.

5.) Als nächstes legt ihr euch ein genügend großes Küchentuch ausgebreitet auf eure Arbeitsfläche. Darauf jetzt den gekauften Filo- oder Blätterteig samt dem Backpapier, mit dem er meist in der Verpackung ist, ausbreiten. Mit Hilfe des darunterliegendes Küchentuchs, könnt ihr den Teig nachher mit schön viel Schwung einrollen.

6.) Die vorbereitete Füllung auf dem Filo- oder Blätterteig verteilen. Dabei zu etwa allen Seiten etwa zwei Zentimeter Rand aussparen. Die Ränder umklappen. Jetzt noch die vegane Bechamel auf der Kürbismischung verteilen. Das Küchentuch mit beiden Händen an den Ecken greifen und den Teig mit viel Schwung zu einem Strudel einrollen. Es ist wirklich wichtig, dass ihr an dieser Stelle schnell und nicht zu schüchter arbeitet - dann geht beim Einrollen auch alles gut. :-)

7.) Den Strudel auf ein Backblech bugsieren, mit etwas Pflanzenmilch bestreichen und noch einige Kürbiskerne oben drauf verteilen. Jetzt in den vorgeheizten Ofen schieben und schön goldbraun fertig backen.





Dienstag, 28. Oktober 2014

Ein verkanntes "Superfood" - was die Hirse alles kann: Tinkis Hirse-Bratlinge

Der Bratling kommt bei vielen Veganern oder Vegetarieren immer dann auf den Teller, wenn es gilt, ein Stück Fleisch gegen etwas Tierfreies auszutauschen. Dabei sind der Fanatasie und dem Geschmack eigentlich keine Grenzen gesetzt - die fleischfreien Buletten gibt es nämlich in unterschiedlichsten Variationen: Da wären zum Beispiel der Grünkern-Bratling, der Tofu-Bratling, der Quinoa-Bratling, der Couscous-Bratlig, der Reis-Bratling, der Mais-Bratling, der Vollkorn-Bratling, der Linsen-Bratling, der Erbsen-Bratling und und und.... ich möchte heute mit euch mein Rezept für den Hirse-Bratling teilen. 

Damit die Bratlinge schön saftig sind, gebe ich neben Zwiebel auch noch fein gewürfelte Paprika und Karotte dazu. foto: martina lakotta

Holt die Kolben aus dem Käfig: Hirse als "Superfood" und Getreide bei Gluten-Unverträglichkeiten


Das kleine Hirsekorn ist nach dem Hafer eines der gesundesten Getreidesorten. Neben Eiweiß und B-Vitaminen stecken reichlich Mineralstoffe und Spurenelemente in der Hirse: Das Körnchen ist nämlich ganz besonders reich an Eisen (knapp 7 mg pro 100 g), Magnesium und Silicium. Für mich hat es sich darum allemal einen Platz unter diesen - wie sagt man heute nicht so schön ^^ -  "Superfoods" mit extra Gesundheitswert verdient.
Übrigens dürfen auch Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit bei der Hirse zulangen: Das Hirsekorn ist nämlich eine glutenfreie Getreideart und somit eine gute Alternative zu Weizen und Co. Fazit: Die Hirse sollte nicht nur bei Kanarienvögeln und Wellensittichen in Kolbenform im Käfig hängen, sondern mindestens genauso oft bei uns auf dem Teller landen. (An dieser Stelle mal ganz davon abgesehen, dass die Vögelchen ohnehin nicht in kleinen Käfigen als Haustier gehalten werden sollten...) 

Kolben aus dem Käfig geholt: Hirse-Bratlinge für die Teller


Die Hirse-Bratlinge sind jedenfalls recht unkompliziert zuzubereiten. Ich gebe immer noch feine Karotten- und Paprika-Würfel in die Bratling-Masse rein - dann werden die gebratenen Hirse-Bratlinge auch schön saftig. Die Rolle als Bindemittel übernehmen bei diesen veganen Bratlinge nicht die Eier, sondern Soja- oder Kichererbsenmehl.

Hirse-Bratlinge mit Dillkartoffeln und vegan paniertem Blumenkohl

 

Hirse-Bratlinge mit paniertem Blumenkohl und Dillkartoffeln. foto: martina lakotta

Bei uns gab´s zu den letzten Hirse-Bratis Dillkartoffeln und ausgebackenen, panierten Blumenkohl. Wie man vegan und ohne Ei paniert, erkläre ich euch in diesem Post hier. Jetzt geht´s aber erstmal an die Bratlinge:


Was ihr für die veganen Hirsebratlinge (6 - 8 Stück) braucht...


1 Tasse Hirse
1 Zwiebel
1 Paprika
1 Karotte
1 Knoblauchzehe
1 Bund Petersilie
2 EL Ajvar, mild
2 EL Tomatenmark
3 EL Zwiebelschmalz (auf Pflanzenbasis versteht sich! Den wunderbar leckeren, vegaen Streich gibt es in Bioläden oder Reformhäusern zu kaufen)
etwa Soja- oder Kichererbsenmehl
2 TL Paprikapulver, edelsüß
1 kl. TL Cayenne
Salz, Pfeffer

Öl oder Alsan zum Braten


Was ihr für die veganen Hirsebratlinge machen müsst...


1.) Die Hirse nach Packungsanleitung gar kochen und kurz abkühlen lassen und in eine kleine Schüssel geben.

2.) Zwiebel, Paprika und Karotte in sehr feine Würfel schneiden. Knoblauch und Petersilie fein hacken. 

3.) Das geschnibbelte Gemüse, den Knoblauch und die Petersilie in die Schüssel zu der Hirse geben. Ajvar, Tomatenmark, Zwiebelschmalz und Gewürze hinzugeben und gut mit der Hirse vermischen. 
Damit die Bratlinge beim Braten nicht zerfallen, muss noch reichlich Soja- oder Kichererbsenmehl untergeknetet werden. Einfach so viel von dem Mehl hinzugeben, bis die Masse schön kompakt wird - ich brauche dafür meist so 6 gehäufte Esslöffel. Die Masse nochmal mit Salz abschmecken.

4.) Öl oder Alsan in einer Pfanne erhitzen und. Kleine, nicht zu dicke Bratlinge aus der Hirse-Masse formen und in der Pfanne von beiden Seiten knusprig anbraten.

Tipp: Falls euch die Bratlinge in der Pfanne zerfallen - wie es mir manchmal passiert - gebt ihr die angebratenen Bratlinge einfach nochmal zurück zu der restlichen Hirse-Masse und sorgt mit etwas mehr Soja- oder Kichererbsenmehl für die richtige Bindung. Dann nochmal Bratlinge daraus formen und
zurück in die Pfanne hauen.



Vegan panieren, leicht gemacht: So paniert ihr ohne Ei

Ein paar einleitende Worte... 


Versucht man sich als veganer Hobbykoch, bekommt man oft die seltsamsten Vorurteile zu hören:

Urs Aechlich (27) meinte: "Vegan Kochen? Weiß nicht...ich steh nicht so auf Körner mit Blumen. Will keiner von diesen missionierenden Öko-Hipstern werden."

Phil Frass (45) denkt: "Ich würde ja gerne mal vegan kochen, aber das ist bestimmt super kompliziert und ich bin kein gelernter Koch.." 

Yvonne Derwei (30) fragt sich: "Was soll man bitte schön ohne Sahne, Milch oder Ei kochen - geschweige denn backen können?! Da darf ja nicht einmal Fleisch auf den Teller!"

Ist natürlich alles Humbug. Die vegane Küche ist weder geschmacksfeindlich oder einseitig noch ungesund, fantasielos und kompliziert. Außerdem gibt es kaum ein Gericht, für das es keine vegane Alternative gibt. Viele Zutaten lassen sich ohne großen Aufwand veganisieren:
Statt Sahne gibt`s Pflanzencuisine. Anstelle von Milch verwendet man Pflanzen-Milch aus Hafer, Reis, Haselnuss, Soja, Mandel oder Dinkel. Die Butter wird von Margarine ersetzt und das Ei weicht je nach Rezept dem Soja- oder Kichererbsenmehl, gequollenem Leinsamen-Schrot oder einer zerdrückten Banane. (Mehr zum Thema Ei-Ersatz erfahrt ihr übrigens hier >>> KLICK <<<)

So kommt es auch - Wunder oh Wunder! - , dass man in der veganen Küche köstliche Panaden zaubern kann. Und das ganz ohne Ei!

Wie ihr ohne Ei paniert

 

Alles was ihr für die vegane Panade braucht, ist Sojamehl - das gibt es in Reform- oder Biohäusern zu kaufen. In der veganen Küche wird natürlich kein Schnitzel von Panade umhüllt, sondern beispielsweise Zucchini, Sellerie, Zwiebel oder Blumenkohl.


Was ihr für das vegane Panade-Wunder ( 2 - 3 Portionen) braucht...


6 - 8 EL Sojamehl
0,5 - 1 Tasse Mehl
0,5 - 1 Tasse Semmelbrösel
2 Portionen Gemüse deiner Wahl (z.B. Blumenkohl, Zucchini, Sellerie, Zwiebel oder z.B. Lupinen- oder Soja"schnitzel")
Salz, Pfeffer
Gewürze wie Muskat, Paprika, Kümmel, Cayenne, getrocknete Kräuter usw. (die Wahl der Gewürze ist ganz abhängig von dem auserkorenen Gemüse)

Öl oder ALSAN zum Ausbacken

 

Was ihr für das vegane Panade-Wunder machen müsst...


1.) Das Sojamehl in einem tiefen Teller mit etwa der doppelten Menge Wasser zu einer ei-artigen Flüssigkeit verquirlen. Der Soja-Ei-Ersatz sollte nicht zu flüssig, aber auch nicht zu fest sein! Sonst könnt ihr damit nichts Panieren).

2.) Den fertig verquirlten Ei-Ersatz mit Salz und Pfeffer sowie den anderen Gewürzen und Kräutern deiner Wahl abschmecken.

3.) Das Mehl in einen tiefen Teller geben. Die Semmelbrösel in einen tiefen Teller geben.

4.) Das ausgewählte Gemüse nach Belieben zerkleinern (z.B. die Zucchini in längs oder quer geschnittene Scheiben, den Blumenkohl in mundgerechte Stücke, den Sellerie in "schnitzel-ähnliche" Portionen usw.) und im Salzwasser kurz Blanchieren.

5.) Jetzt geht es an das eigentliche Panieren. Dazu das Gemüse erst im Mehl wälzen, dann in den Soja-Ei-Ersatz tunken und zuletzt mit Semmelbröseln umhüllen.

6.) Fett in einer Pfanne erhitzen und das panierte Gemüse rundherum knusprig anbraten.

Meine letzte vegane Panade habe ich für den gebackenen Blumenkohl gebraucht, den es als Beilage zu diesen Hirse-Bratlingen gegeben hat. Auch bei diesen Auberginen-Türmchen habe ich mit der veganen Panade-Methode gearbeitet.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Selbstgemacht ist immer besser: Seitan

foto: martina lakotta




Seitan ist ein veganer Fleischersatz. Er ist vielfältig einsetzbar und kann zum Beispiel für ein veganes Gulasch, einen fleischlosen Braten oder ein tierfreies Geschnetzeltes herhalten. Inzwischen gibt es ihn zwar auch in Bioläden und Reformhäusern zu kaufen - man kann ihn aber genauso gut selbst zu Hause machen. Schwer ist das nicht und selbstgemacht schmeckt einfach immer besser, nä? 


Und wer hat´s erfunden?

 
Erfinder dieser Speise sollen jedenfalls chinesische und japanische Zen-Buddhisten gewesen sein, die den Seitan als Ersatz für Hühner- und Schweinefleisch entwickelt haben.
Und auch heute noch ist Seitan richtig gewürzt ein wunderbarer Fleischersatz auf Weizenbasis. (Angesichts der sonst meist recht sojalastigen Ersatzprodukte eine willkommene Abwechselung, wie ich finde.)

Für was der Seitan hier gebraucht wird


Ich zeige auch in diesem Post ein Grundrezept für Seitan, das besonders gut zu diesem veganen Gulasch hier passt - variiert man die Gewürze jedoch entsprechend, gilt das selbe Rezept für beispielsweise einen Seitan-Braten.


Was ihr für den Seitan braucht...


250 g Weizengluten (gibt es in Bio- und Reformhäusern zu kaufen)
4 TL Hefeflocken (auch die gibt es in besagten Läden)
3 TL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Salz
2 TL Knoblauchpulver
2 TL Zwiebelpulver
1 TL Pfeffer
1 TL Cayenne 
200 ml Wasser
2 EL Öl (z.B. Mohn- oder Olivenöl)
3 TL Tomatenmark
1 EL Sojasoße

Alufolie


Was ihr für den Seitan machen müsst...


1.) Bevor es an den  Seitan geht, erst einmal den Ofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

2.) Während der Ofen warm wird schon mal die trockenen Zutaten in einer Schüssel gut miteinander vermischen. In einem separaten Gefäß selbiges mit den flüssigen Zutaten (also Wasser, Öl, Tomatenmark und Sojasoße) machen.

3.) Jetzt die flüssigen Zutaten zu den Trockenen dazugeben und in etwa zwei bis drei Minuten zu einem glatten Teig verkneten. 

4.) Den rohen Seitan in drei gleichgroße Stücke zerteilen und jeweils zu einer etwa 3-Finger-dicken Wurst rollen. Jede Seitan-Wurst wie ein Bonbon in Alufolie wickeln und in etwa 35 bis 40 Minuten im vorgeheizten Ofen fertig backen.

Ich habe den Seitan - wie oben ja schon erwähnt - für dieses vegane Gulasch hier zubereitet. Weil ich dafür nicht so große Stücke brauchte, habe ich den rohen Seitan auch in drei kleinere Rollen geformt. Wenn ihr z.B. einen veganen Braten aus dem Seitan machen wollt, könnt ihr ihn auch am Stück lassen, in Alufolie rollen und so fertig backen. Dann müsst ihr allerdings auch die Backdauer auf etwa 80 Minuten erhöhen - ansonsten bleibt euer Seitan innen gatschick, weil noch roh.


Veganes Gulasch


Wenn´s draußen kalt und windig ist, heizt das Gulasch schön von innen auf. foto: martina lakotta

Herrlich würzig, leicht scharf und wunderbar tomatig und paprika-lastig: Das Gulasch. Neben Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Paprika kommt auch noch selbstgemachter Seitan in mein veganes Gulasch. Wie ihr den Seitan macht, erkläre ich euch in dem Artikel hier und wie ihr das dazu passende vegane Gulasch macht, das zeige ich euch jetzt:

foto: martina lakotta

Was ihr für das vegane Gulasch (etwa 6 Portionen) braucht... 


6 - 7 Kartoffeln
1 rote Paprika
2 Karotten
2 Tomaten
2 Zwiebel 
2 Knoblauchzehen
3 EL Zwiebelschmalz (gibt´s in Reformhäusern und Bioläden) 
50 - 80 ml Rotwein
1 Dose Tomaten, gehackt
1 Packung passierte Tomaten
4 EL Tomatenmark
3 EL Ajvar (mild oder scharf)
150 ml Gemüsebrühe
Soja-Cusine zum Verfeinern
1 EL Zucker
4 TL Paprika, edelsüß
3 TL Majoran
1 TL Kümmel
1 TL Cayenne
Chili nach Geschmack
3 - 4 Wacholderbeeren
3 Lorbeerblätter
Muskat
reichlich Salz und Pfeffer
Öl zum Braten

eine Portion Seitan (wie hier erklärt)

foto: martina lakotta


Was ihr für das vegane Gulasche machen müsst...


1.) Bereitet den Seitan nach diesem Rezept vor und schneidet ihn in mundgerechte Stücke:



2.) Die Kartoffeln und Karotten schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch hacken. Auch die Tomaten und die Paprika in mundgerechte Stücke schneiden.

3.) Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig andünsten. Jetzt die Karotten, Kartoffeln, Tomaten und Paprika dazugeben und alles zwei bis drei Minuten rührbraten. Den Zwiebelschmelz dazu geben und das Ganze nochmal so lange braten lassen, bis der Pflanzenschmelz gechmolzen ist. Mit Rotwein abgießen.

4.) Jetzt Tomatenmark und Ajvar unterrühren und alles mit der Gemüsebrühe sowie den passierten und gehackten Dosentomaten aufgießen. Nicht zu schüchtern mit den Gewürzen abschmecken, mit Cuisine verfeinern und den Seitan unterrühren.

E voilá! :-)


foto: martina lakotta

Sonntag, 5. Oktober 2014

So lecker schmeckt der Herbst: Gefüllter Gorgonzola-Kürbis


Schaut aus wie ein Zierkürbis, ist aber zum Verzehr geeignet: Der Gorgonzola-Kürbis. foto: martina lakotta

 

Gorgonzola-Kürbis gefüllt mit einem Risotto aus Wildreis und Kokosmilch


Wie der aufmerksame Leser sicherlich schon bemerkt hat: Der Herbst wirkt sich in meiner Küche durch kürbis-lastige Speisen aus. Aber die schmecken halt auch so gut, diese Kürbisse... und das in allen Varianten. 
Viele scheinen jedoch zu vergessen oder einfach nicht zu wissen, dass die Welt der Kürbisse weit mehr zu bieten hat als den allseits belieten Hokkaido. Deswegen gibt´s heute ein Rezept mit dem etwas weniger bekannten Gorgonzola-Kürbis.

Über den Gorgonzola-Kürbis

Der Gorgonzola-Kürbis mag auf den ersten Blick zwar an einen Zierkürbis erinnern, ist aber dennoch zum Verzehr geeignet. (Natürlich müsst ihr beim Kauf trotzdem darauf achten, dass es sich bei dem ausgewählten Stück auch tatsächlich um den Speisekürbis handelt und er als "Gorgonzola-Kürbis" deklariert ist. 
Auch wenn der Name Anderes vermuten lässt: Nach Gorgonzola schmeckt der Kürbis überhaupt nicht. Geschmacklich erinnert er eher an die Süßkartoffel. Ansonsten gehört diese Sorte mit etwa einem Kilo pro Stück zu den kleineren Kürbis-Arten. Ist er schön durch, wird sein Fleisch - ähnlich wie das vom Spagetthi-Kürbis - leicht faserig.

foto: martina lakotta

Was hier gekocht wird und warum Ingwer so wichtig ist

Ich fülle den gelb-grün-weiß gestreiften Gemüse-Gefährten mit einem "Risotto" aus Wild- und Jasminreis. Abegrundet wird das Risotto mit Kokosmilch statt Sahne bzw. Cuisine. Dazu gesellen sich Cayenne, Knoblauch, etwas Paprika und reichlich Ingwer. 
Eins solltet ihr euch für eure Kürbis-Küche nämlich merken: Ingwer harmoniert ganz wunderbar mit allen Kürbissorten. Da die unterschiedlichen Kürbis-Arten eher süßlich schmecken, steuert die Wurzel jedem Kürbis-Gericht die nötige Schärfe und Würze bei. Auch für dieses Rezept ist Ingwer also eine wichtige Zutat, die ihr auf keinen Fall außen vor lassen solltet! :)
Ingwer verleiht dem süßlichen Kürbisse die nötige Schärfe und Würze. foto: Martina Lakotta

 

Was ihr für den gefüllten Gorgonzola-Kürbis (2 Personen) braucht...


2 Gorgonzola-Kürbisse
150 g Wild- und Jasminreis-Mischung
200 ml Kokosmilch
600 ml Gemüsebrühe
10 - 15 cm Ingwer
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 rote oder orange Paprika
1 kleine Karotte
2 cl Sherry
Cayennepfeffer
1 TL Paprika, edelsüß
Salz
Pfeffer
Orangenschnitze


Was ihr für den gefüllten Gorgonzola-Kürbis machen müsst...


1.) Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Vom oberen Drittel der Kürbisse einen Deckel wegschneiden und Kerne und Fasern mit einem Löffel entfernen. So gut wie möglich und vorsichtig etwas Kürbisfleisch mit einem Messer aus den Kürbissen herausschneiden. So kann auch noch etwas von dem Fruchtfleisch mit rein in das Risotto.

2.) Die beiden Kürbisse samt Deckel etwa 50 Minuten weich, aber bissfest garen. Je nach Größe kann die Garzeit natürlich variieren. Im Zweifel piekst ihr in das Kürbisfleisch, um herauszufinden ob er schon gar ist.

3.) Für das Risotto wird die Reismischung in der Gemüsebrühe gar gekocht. Wenn der Reis bissfest ist, die Kokosmilch dazugeben und bei wenig Hitze köcheln lassen.

3.) Ingwer und Knoblauch fein hacken und Paprika sowie Karotte in kleine Würfel schneiden.
Etwas Fett in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten, dann die Karotte, das Kürbis-Fleisch und die Paprika dazugeben und das Ganze etwa zwei bis drei Minuten Rührbraten. Den Ingwer und den Knoblauch hinzufügen, ebenfalls kurz mit braten und dann mit Sherry ablöschen. 

4.) Die Gemüsemischung in den Topf zu dem Reis geben. Mit Cayenne, Paprikapulver, Salz und Pfeffer pikant abschmecken.

5.) Zuletzt das Risotto in die garen Gorgonzola-Kürbisse füllen, die Deckel draufsetzen. Das Ganze nochmal für 10 Minuten in den Ofen schieben und fertig backen. Die  Kürbisse zusammen mit den Orangenschnitzen servieren und genießen. Mit dem Saft der Orangen kann man das Gericht nach Belieben beträufeln.  

foto: martina lakotta

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Kürbis küsst Kartoffel: Krautwickel mit herbstlicher Füllung


Lecker Krautwickel mit einer Kürbis-Kartoffel-Füllung. foto: martina lakotta


Selbstgemachte Krautwickel oder Krautrouladen kosten immer etwas Zeit und Aufwand - aber ich finde, die Arbeit lohnt sich letztendlich immer! Klassisch werden die Wickel mit Hackfleisch und Reis befüllt. Aber dem steht die vegane Variante mit Kartoffel und Kürbis in überhaupt nichts nach.

Weil bei mir im Garten der Grünkohl wuchert, war er auch einer der Hauptkomponenten für meine Wickel - das Rezept gelingt aber genauso gut mit Weißkohl oder Wirsing. foto: martina lakotta
Weil bei mir im Garten der Grünkohl wuchert, war er einer der  Hauptzutaten für meine Krautrouladen. Das Rezept gelingt aber genauso mit Weißkohl oder Wirsing, den es jetzt auf allen deutschen Wochenmärkten zu ergattern gibt. Zu den Kürbis-Kartoffel-Krautwickeln gab es eine vollmundige Tomatensoße. Jetzt aber ab in die Küche! :-)

Was ihr für die Krautwickel mit Kartoffel-Kürbis-Füllung (2 bis 3 Portionen) braucht...


Für die Wickel:

 
Einige  Blätter Grün-, Weißkohl oder Wirsing
5 - 6 festkochende Kartoffeln
1/2 Hokkaido-Kürbis
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Bund Schnittlauch, frisch oder TK
3 EL Semmelbrösel
etwas Pflanzencuisine
Salz
Pfeffer
Cayenne
Paprikapulver, edelsüß
optional: Parmesano Vegano
Öl zum Braten

Für die Soße:


200 ml Gemüsebrühe
1 Schuss Rotwein
1 Zwiebel
1 bis 2  gehackte Tomaten
Tomatenmark 
Soßenbinder oder Stärke
1 Lorbeerblatt
Salz und Pfeffer

 
foto: martina lakotta

Was ihr für die Krautwickel mit Kartoffel-Kürbis-Füllung machen müsst... 


1.) Die Kohlblätter in einem großen Topf mit Salzwasser blanchieren, abgießen und abschrecken.

2.) Die Kartoffeln schälen und grob Raspeln. Die geriebenen Kartoffel in ein Küchentuch geben und die Flüssigkeit herauswringen. Kürbis, Zwiebel, Schnittlauch und Knoblauch fein hacken. Alles zusammen mit den Kartoffeln in eine Schüssel geben.

3.) Die Kartoffel-Kürbis-Mischung gut mit den Händen vermengen. Semmelbrösel, einen Schuss Cusisine, Salz, Pfeffer, Cayenne und Paprikapulver gründlich untermischen. Wer will gibt noch etwas veganen Parmesan in die Masse hinein.

4.) Zwei bis Drei Kohlblätter aneinander legen, sodass sie überlappen. Die Kartoffel-Kürbis-Masse portionsweise darauf verteilen. Einmal einrollen, Enden einschlagen und bis zum Ende aufrollen. Die Rouladen mit Küchengarn einwickeln oder mit Zahnstochern oder Rouladenklammern fixieren. 

5.) Wenn alle Wickel fertig sind, etwas Öl in einer hohen Pfanne erhitzen und die Krautwickel darin rundum scharf anbraten. Die Rouladen herausnehmen. 

6.) Für die Soße Zwiebeln und Tomaten hacken. Nochmal etwas Fett in die gleiche Brat-Pfanne geben und Zwiebel glasig andünsten. Tomaten dazu geben und kurz sämig kochen. Reichlich Tomatenmark dazugeben und zu einer glatten Soße verrühren. Mit Gemüsebrühe und Rotwein ablöschen und nochmal verrühren. Die Krautrouladen wieder in die Pfanne geben und mit Deckel 30 Minuten in der Soße köcheln lassen. Zwischendurch immer wieder Mal die Rouladen wenden. 

7.) Wenn die Rouladen fertig sind, kann man sie kurz im Backofen bei 80° Ober- und Unterhitze warm halten, während man die Soße nochmal abschmeckt, eventuell noch etwas einkocht und mit Stärke oder Soßenbinder andickt.

8.) Die Krautwickel von Fäden, Zahnstochern oder Rouladenklammern befreien und zusammen mit der Soße auf einem Teller anrichten.

Wohl bekomm´s! :-) foto: martina lakotta

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