Montag, 22. Juni 2015

Erdbeer küsst Schoko: Schoko-Muffins mit Erdbeer-Herz und Pudding-Topping

 
Ihr fruchtiges Inneres offenbaren die Schoko-Muffins erst, wenn man einen ordentlichen Bissen gemacht hat... foto: martina lakotta

Schokomuffins mit Erdbeer-Herz und Pudding-Topping


Jetzt haben wir schon Ende Juni und ich habe noch gar nichts mit Erdbeeren gebacken! Wurde allerhöchste Zeit, das endlich nachzuholen. Drum gibt´s heute Schoko-Muffins mit Erdbeer-Herz und Pudding-Topping. Oben drauf kommt je ein Minzblättchen und fertig ist das schokoladig-fruchtige Naschvergnügen!


Minze, Erdbeere und Schoko - drei, die sich mögen... foto: martina lakotta

Der neue Star in der Küche: Die Tonkabohne


Statt Vanille habe ich in meine Muffins übrigens etwas Tonkabohne gerieben. Auch wenn die Bohne hierzulande langsam immer populärer werden, ist sie vielen noch unbekannt. Tonkabohnen sind ziemlich klein - damit ihr sie euch besser vorstellen können, hier ein Bild:





Der Tonkabaum wächst und gedeiht im nördlichen Südamerika. Seine Samen haben es inzwischen allerdings bis in unsere Breitengrade geschafft. Sie schmecken herrlich vanillig und haben ein Amaretto-ähnliches Aroma. Wichtig ist: Die kleinen schwarzen Böhnchen sind sehr geschmacksintensiv und dürfen deshalb nur sparsam dosiert werden. Am Besten reibt man sie fein mit einer Muskatreibe ab. 

Entwarnung für Tonkabohnen: Keine Gefahr für Leib und Wohl...


Da in den Tonkabohnen Cumarin enthalten ist, standen sie lange unter Verdacht leberschädigend und krebserregend zu sein. Allerdings galt dies nur für künstlich hergestelltes Cumarin, das zudem in unglaublich hohen Dosierungen aufgenommen werden musste. Inzwischen wurde Entwarnung gegeben: Laut der European Food Safety Authority, kurz EFSA, können täglich 0,1 mg Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht bedenkenlos aufgenommen werden. Und weil die Tonkabohne ja ohnehin nur sehr sparsam dosiert werden sollte, besteht wohl keine Gefahr für Leib und Wohl... 

Und wo krieg ich Tonkabohnen her?


Die exotische Bohne war bis vor einigen Jahren ausschließlich in Apotheken zu haben. Das war gesetzlich so vorgeschrieben. Inzwischen können die Tonkabohnen jedoch auch als Gewürz verkauft werden und sind längst Teil vieler gut sortierter Supermärkte. Billig sind die vanillig-mandligen Bohnen allerdings nicht - doch angesichts der sparsamen Dosierung reicht eine Tonkabohne ziemlich lange aus. 

Statt Vanille verfeinere ich die Muffins mit Tonkabohne. foto: martina lakotta

Was ihr für die Schoko-Muffins (12 Stück) braucht...


225 g Mehl
150 g Zucker
100 g Mandeln, gemahlen
2 gehäufte EL Sojamehl
60 g Kakao
2 TL Backpulver
300 ml Pflanzenmilch (z.B. Reis, Mandel, Soja, Hafer usw.)
110 ml Sonnenblumen- oder Rapsöl
etwa geriebene Tonka-Bohne  (alternativ: 1 Päckchen Vanillezucker)
1 Prise Salz
200 g Zartbitter-Schokolade
1 Packung Pudding-Pulver 
12 Erdbeeren
Minzblätter zum Dekorieren


Was ihr für die Schoko-Muffins machen müsst...


1.) Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.

2.) Für die Muffins die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel miteinander vermengen. Pflanzenmilch sowie Öl unterrühren und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Schokolade grob hacken und unterheben. 

3.) Den Teig in die Muffinform füllen und für 20 bis 25 Minuten fertig backen. Die Schoko-Muffins aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.

4.) Während die Muffins auskühlen den Pudding nach Packungsanweisung zubereiten und bei Seite stellen.

5.) Die ausgekühlten Muffins mit Hilfe eines Messers und Teelöffels so aushöhlen, das jeweils eine ganze Erdbeere in das Loch passt.

6.) Jetzt etwas Pudding auf die Muffins geben und für etwa 1 Stunde in den Kühlschrank geben.  

foto: martina lakotta

Sonntag, 21. Juni 2015

Türkiye'ye Hoşgeldiniz: Zigarren-Börek mit zweierlei Füllung


Stangerl für Stangerl ein Genuss! Türkiye'ye Hoşgeldiniz: Zigarren-Börek mit zweierlei Füllung. foto: martina lakotta

Zigarren-Börek aus dem Ofen


Der Döner ist in Deutschland ja längst nicht mehr exotisch. Auf zehn Einwohner kommt eine Dönerbude. Da bin ich mir ziemlich sicher. Aber die türkische Küche hat mehr zu bieten, als das knofelnde Sandwich (wahlweise mit Scharf oder ohne). Beispielsweise Börek. Die zigarrenförmigen Strudel aus dem sogenannten Yufka-Teig sind herzhaft gefüllt und passen gut zu Salat. Und weil sich die Börek gut vorbereiten lassen und auch kalt ein wahrer Gaumenschmaus sind, eigenen sie sich gut als Mittagspausen-Futter. 

 
Zu den Börek passen Salat und ein Dip aus Soja-Joghurt. foto: martina lakotta


Börek mit Spinat-"Feta"-Füllung und pikanter "Hack"-Füllung


Die Börek-Blätter, also den Yufka-Teig, habe ich nicht selbst gemacht, sondern im türkischen Supermarkt gekauft. 24 Blatt haben mich nur preiswerte 1,50 Euro gekostet... das kann man sich denke ich schon einmal leisten. ;-) Gefüllt habe ich die herzhaften Zigarren zum einen mit Spinat, Pinienkernen sowie mediterran angemachtem Tofu (als Schafskäse-Ersatz).Und zum anderen mit einer würzigen Soja-Hack-Füllung. Aufs Frittieren oder Braten in reichlich Fett habe ich auch verzichtet - die Börek lassen sich nämlich ebenso gut im Backofen zubereiten. Mit Öl bestrichen werden sie auch schön knusprig.


Oben die "Hack"-Füllung und unten die Spinat-Füllung. foto: martina lakotta


Was ihr für die Börek (12 Stück - Portionen) braucht...


24 Blätter Yufka-Teig


Für die Spinat-Füllung:


500 g TK-Blattspinat
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Schuss Cuisine (z.B. aus Soja, Reis, Hafer usw.)
Muskat
Salz
Pfeffer
Pinien- oder Sonnenblumenkerne

Für den mediterran marinierten Tofu:


1 Naturtofu
2 EL Olivenöl
2 TL Basilikum, gerebelt
2 TL Oregano, gerebelt
2 TL Tyhmian, gerbelt 
1 TL Rosmarin, gerebelt
2 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer



Für die "Hack"-Füllung:


100 g Sojagranulat (wie hier beschrieben zubereitet)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
8 EL Tomatenmark
5 getrocknete Tomaten
150 g TK-Erbsen
1 TL Cayenne
1 TL Paprika, edelsüß
2 EL Oregano, gerebelt
1 El Tyhmian
1/2 Bund Petersilie, frisch oder TK
Salz, Pfeffer


Außerdem:


Öl zum Bestreichen

Die Börek werden auch im Ofen knusprig - aber wer will kann die herzhaften Zigarren natürlich auch frittieren oder braten. foto: martina lakotta


Was ihr für die Börek machen müsst...


1.) Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Für den mediterran marinierten Tofu den Naturtofu in Würfel schneiden und mit Öl, Kräutern, Zitronensaft sowie Salz und Pfeffer in einer große Schüssel vermengen. In eine feuerfeste Form geben, etwa 30 Minuten backen und dabei gelegentlich umrühren. Die fertig gebackenen Tofu-Würfel mit einer Gabel zerdrücken und bei Seite stellen.

2.) Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze umstellen.

3.) Für die Spinatfüllung den Blattspinat bei geringer Hitze auftauen und die Pinien- oder Sommerblumenkerne rösten. Zwiebel und Knoblauch fein hacken, alle Zutaten miteinander vermischen und mit Salz, Pfeffer sowie Muskat abschmecken und bei Seite stellen. (Die Spinatfüllung und der Tofu-Feta gehören zusammen und kommen daher auch gemeinsam in die Börek)

4.) Für die pikante "Hack"-Füllung das Sojagranulat mit der doppelten Menge Gemüsebrühe begießen und zehn Minuten quellen lassen. Zwiebel, Knoblauch, die getrockneten Tomaten sowie die Petersilie fein hacken und zu dem Sojagranulat geben. Außerdem Tomatenmark, Erbsen, Kräuter und Gewürze zugeben, alles gut  miteinander vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5.) Ein Yufka-Blatt aus der Packung nehmen (meine waren dreieckig, weswegen ich sie nicht mehr zuschneiden musste) und vorsichtig mit etwas Wasser benetzen. Ein zweites Yufka-Blatt darauf legen und ebenfalls vorsichtig befeuchten. Dann etwas von der Füllung auf die breite Seite geben, einen guten Rand lassen und zigarrenförmig fest aufrollen, wie in diesem Video ab 2,57 gezeigt wird: 



6.) Die Börek auf ein Backblech legen und mit geschmacksneutralem bestreichen. In 20 bis 30 Minuten goldbraun backen. Zu den Börek passen ein gemischter Salat und ein veganer Joghurt-Dip aus Joghurt, Knoblauch, Zitrone und Petersilie.

Wer braucht schon Döner, wenn es Börek gibt? ;-) foto: martina lakotta

Freitag, 19. Juni 2015

Herzhafter Kurkuma-Pfannkuchen

Ein perfektes Sommer-Essen: Reichlich Salat und Gemüse treffen auf herzhaften Pfannkuchen. foto: martina lakotta

 

Das perfekte Sommer-Essen: Herzhafte Kurkuma-Pfannkuchen



Wenn man diversen Berichten Glauben schenken darf, ist Kurkuma eine wahre Zauberknolle: Die „gelbe Wurzel“ und das in ihr enthaltene Curcumin soll vor Alzheimer schützen, bei Entzündungen sowie Magen-Darm-Beschwerden Abhilfe verschaffen und sogar Krebs vorbeugen. Zu diesen Erkenntnissen sind zumindest diverse Wissenschaftler gekommen. Hört sich ja eigentlich gar nicht mal schlecht an. Drum ist das gelbe Gewürzpulver auch wesentlicher Bestandteil meiner herzhaften Pfannkuchen. Und falls die zauberhafte Wirkung von Kurkuma doch Humbug sein sollte, kommt reichlich Gemüse auf den Pfannkuchen...

Step by Step zum Mittagessen... foto: martina lakotta

 In Sachen Pfannkuchen-Belag sind euren Vorlieben natürlich keine Grenzen gesetzt. Ich habe mich für Salat, Chicoree, Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Paprika, schwarze Knoblauch-Oliven und knusprig gebratene Auberginen, die ich bereits drei Tage in Öl, Kräutern und Knofi mariniert habe, entschieden. Außerdem habe ich den Pfannkuchen mit diesem Kürbis-Ketchup bestrichen, das seinen Weg in meine Küche mit der jüngsten veganbox gefunden habt. Hätte ich das Ketchup nicht gehabt, hätte ich mich für eine Guacamole entschieden. Aber auch da könnt ihr nach Herzenslust verfahren.



foto: martina lakotta

Was ihr für den Kurkuma-Pfannkuchen (2 Portionen) braucht...




Für den Pfannkuchen:




130 g Dinkel-Vollkornmehl

3 gehäufte EL Sojamehl

2 TL Kurkuma

2 TL Paprika, edelsüß

1 TL Salz

1 Zehe Knoblauch

optional:1 EL Chia-Samen

300 – 400 ml Wasser



Für den Belag:



Gemüse eurer Wahl – bei mir gab es:


1 paar Blätter Salat

1 Tomate

1/3 Gurke

1 Zwiebel

Auberginen (in dünne Scheiben geschnitten und seit 3 Tagen in Öl, Kräutern und Knoblauch mariniert)

schwarze Knoblauch-Oliven

1 paar Blätter Chicoree



Außerdem:



Eine Soße eurer Wahl – ich habe den Pfannkuchen mit Kürbis-Ketchup bestrichen. Aber auch mit einer Guacamole oder Knoblauch-Joghurt-Soße wären sie sicherlich ganz schmackhaft geworden.

Was ihr für den Kurkuma-Pfannkuchen machen müsst...



1.) Zunächst den Pfannkuchenteig zubereiten. Den Knoblauch fein hacken und mit Mehl, Sojamehl, Kurkuma, Paprika, Salz und Chia-Samen in einer Schüssel vermengen. Das Wasser unterrühren und zu einem dickflüssigen Teig verarbeiten. 

2.)Öl in einer Pfanne erhitzen und vier Pfannkuchen aus dem Teig backen.

3.)Die Pfannkuchen nach Belieben belegen und Genießen.


Ihr könnt den Pfannkuchen zusammenklappen... foto: martina lakotta
 
Oder beide Pfannkuchen wie ein Sandwich aufeinanderlegen. foto: martina lakotta




Und was ist jetzt dran, an der heilsamen Wirkung von Kurkuma? Nun - ich bin ja leider kein Ernährungswissenschaftler. Darum kann ich euch nur das sagen, was meine Internet-Recherchen ergeben haben:
Prof. Jan Frank vom Institut für biologische Chemie und Ernährungswissenschaft an der Uni Hohenheim beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit der medizinischen Wirkung der Gelbwurz. In Laborversuchen, die gemeinsam mit Forschern der Unis Frankfurt, Kiel und Jena durchgeführt wurden, konnte er nachweisen, dass das Curcumin krebshemmende Eigenschaften besitzt. Außerdem konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass das Curcumin die Ablagerung von jenen Eiweißkomplexen im Gehirn verhindert, die möglicherweise an der Entstehung von Alzheimer beteiligt sind. Und auch die entzündungshemmende Wirkung konnte im Reagenzglas nachgewiesen werden. Zuletzt regen die Inhaltsstoffe die Leber an und lindern Blähungen sowie Völlegefühl. Klingt ja alles ganz wunderbar – allerdings verweisen die Forscher auch auf die Tatsache, dass diese Ergebnisse bisher nur im Labor erzielt werden konnten. Ob sich die positiven Auswirkungen auch außerhalb des Reagenzglases bewahrheiten, wurde noch nicht nachgewiesen. Zudem ist das heilsame Curcumin kaum wasserlöslich und kann deshalb nicht so einfach über den Darm aufgenommen werden.




Donnerstag, 18. Juni 2015

Gutes von der Wiese: Löwenzahnsalat mit Himbeerdressing

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Löwenzahnsalat mit Himbeerdressing


Zu der Quiche, für die ihr das Rezept hier findet, gab es bei mir einen süß-herben Löwenzahnsalat mit Himbeerdressing. Meistens wird Löwenzahnsalat im Frühjahr zubereitet, weil die Blätter dann noch nicht so bitter sind - aber prinzipiell kann der Löwenzahn ganzjährig geerntet werden. Im Laufe des Sommers wird das Pflänzchen zwar bitterer, aber in Kombo mit dem süßen Himbeerdressing verliert sich der herbe Geschmack ganz gut. Außerdem gibt es einen kleinen Trick, um dem zackigen Blatt seine Bitterstoffe etwas zu entziehen. Aber das erkläre ich euch im Rezept.

Wo ihr den Löwenzahn sammeln könnt


Wichtig ist, dass ihr den Löwenzahn im eigenen Garten oder auf ungedüngten Wiesen und fernab von stark befahrenen Straßen sammelt. Auch von Wiesen, die bekannt dafür sind, von Hunden angesteuert zu werden, ist wohl eher abzuraten. Pipi im Salat braucht schließlich keiner. Und das jetzt nicht nur, weil Pipi sicherlich weniger gut schmeckt, sondern auch, weil es nicht gerade gesund wäre, Hundepipi zu konsumieren. ;-)

Das gesunde "Unkraut"


Also ab nach Draußen! Denn das vermeintliche Unkraut ist nicht nur eine willkommene Abwechslung zum Supermarkt-Salat, sondern regt mit seinen Bitterstoffen Galle, Leber und den gesamten Stoffwechsel an. Im Vergleich zu Kopfsalat enthält der Löwenzahn außerdem neunmal so viel Vitamin C, vierzigmal so viel Vitamin A, dreimal so viel Eisen und viermal so viel Magnesium. Da zeichnet sich doch eindeutig ein Superfood-Trend ab...
Ich habe den Löwenzahn mit Rucola kombiniert und außerdem Erdbeeren, Heidelbeeren, Aprikosen, Radieschen und Gurke sowie frischen Schnittlauch dazugegeben. Und wie die Überschrift schon verrät, wurde das Salätchen durch ein fruchtig-süßes Himberdressing gekrönt.


Was ihr für den Löwenzahnsalat (2 Portionen) mit Himbeerdressing braucht... 


Für den Salat: 

 
2 - 3 handvoll jungen, zarten Löwenzahn
2 handvoll Rucola
5 Radieschen
1/3 Gurke
ein paar Erdbeeren und Heidelbeeren (oder Brombeeren/Himbeeren usw.) 
2 reife, süße Aprikosen
1/2 Bund Schnittlauch (am besten frisch, aber TK tut´s auch)

Für das Dressing:


100 g Himbeeren
2 EL Olivenöl
1 EL Himbeer- oder Obstessig
1 TL Senf
1 - 2 TL Zucker
Salz, Pfeffer


Was ihr für den Löwenzahnsalat mit Himbeerdressing machen müsst...


1.) Sammelt zwei bis drei handvoll zarten Löwenzahn. Den Löwenzahn waschen, in mundgerechte Stücke schneiden und 20 bis 40 Minuten im lauwarmen Wasser einlegen. So wird den Blättern ein Teil ihrer Bitterstoffe entzogen. Am Besten wechselt ihr das Wasser ein bis zwei Mal aus. 

2.) Den Rucola in mundgerechte Stücke schnibbeln. Die Gurke längs halbieren, dann vierteln und ebenso wie die Radieschen in dünne Scheibchen schneiden. Den Schnittlauch fein hacken und die Beerchen gründlich waschen. Die Aprikosen entkernen und achteln.

3.) Für das Himbeerdressing die Beeren zusammen mit dem Öl, dem Essig, dem Senf und dem Zucker pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn die Kerne stören sollten, das Dressing vor dem Servieren passieren.

4.) Den Salat zusammen mit dem Himbeerdressing servieren.

Samstag, 6. Juni 2015

Oh, savoureuse France: Quiche végétalien


Frankreich von seiner schmackhaftesten Seite... foto: martina lakotta



Die französische Küche ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Ich war noch nie in Frankreich. Ich war noch nicht einmal in einem französischen Restaurant. Darum basiert auch alles, was ich über unsere Nachbarn weiß, auf den (vollkommen objektiven und vorurteilsfreien) Schilderungen Anderer:

Wie ich mir habe sagen lassen, sind alle Franzosen schrecklich arrogant. Mit ihrem "savoir vivre" hält sich dieses hochnäsige Pack wohl für etwas Besseres... Kein Wunder, dass Deutschland und Frankreich jahrzehntelang eine innige Erbfeindschaft verbunden hat. Mit diesen eigennützigen Baguette-Fressern kann man ja nicht anders....Ich sag nur: Elsass! Da haben die Franzosen ihr wahres Ich gezeigt und den armen, armen Deutschen kaltblütig, gnadenlos und vollkommen grundlos das Elsass weggeschnappt. (Ein schwerer Verlust, der die deutsche Seele bis heute sehr schmerzt.)
Und dann ist da noch ihre widerwärtige Vorliebe für Tabakwaren. Schrecklich. Pausenlos nuckeln sie an einer Gauloises und spülen den Tabak-Geschmack dann mit Champagner oder vigne runter...
Was viele nicht wissen und uns sowohl von Medien als auch Geschichtsschreibern verschwiegen wird: Die Franzosen müssen so viel rauchen und saufen. Ist quasi überlebenswichtig. Denn mit Hilfe des Zigarettenqualms übertünchen sie das dominante Aroma ihrer 365 verschiedenen Stinkekäse-Sorten. Ohne diese umsichtige Maßnahme wäre die französische Luft sowohl für Einheimische als auch für Nicht-Einheimische tödlich. Die käsige Stinkwolke, von der Frankreich umhüllt ist wie China von einer Feinstaubwolke, könnte jedem Lebewesen mirnichtsdirnichts den Garaus machen. SCHWUPP! Und alle Tod wegen krassem Gestank.
Um diesem grausamen Tod-Durch-Krassen-Gestank zu entgehen und das Überleben in ihrem eigenen Land zu sichern, ist es für die Franzosen oberstes Gebot, ständig dichte Rauchwolken zu produzieren. Und für den Fall, dass der Franzose dann doch mal von seinem Glimmstängel ablassen muss, hat er noch ein Ass im Ärmel: Den Alkohol. Wenn man erstmal ordentlich einen sitzen hat, isses schließlich wurscht, ob die Lungen vom beißenden Käse-Geruch verätzt werden.
Dauer-benebelt wie es der Durchschnitts-Franzose von Nikotin und Alkohol ist, sind auch seine übrigen kulinarischen Ansprüche nicht besonders hoch: Wenn er nicht gerade ein mit Stinkekäse belegtes Canapé verdrückt, frisst der Franzose nämlich, was die Natur ihm so an Leckerbissen bereit hält. Soll heißen Froschschenkel oder Schnecken. Da schließt sich der Kreis auch wieder: Nur ein schwerer Alkoholiker kann derartiges als Spezialität anpreisen - oder halt ein Franzose. Und das kommt ja offensichtlich aufs Gleiche raus...

Für alle, die mich jetzt für rassistisch halten und keinen Sinn für Sarkasmus haben: Natürlich war das alles nur Spaaaaaaaß! Ich glaube nicht, dass alle Franzosen Kettenraucher, Alkoholiker und Froschfresser sind. So beschränkt, dass ich solchen Stereotypen vollen Glauben schenke, ist mein Horizont dann auch wieder nicht. ;-) Idioten gibt es schließlich überall - die sammeln sich leider nicht auf einem Fleckchen Erde wie Frankreich und lassen den Nicht-Idioten so ihre Ruhe. ^^ Drum gibt es heute - sozusagen als Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft - ein typisch französisches Gericht, das ich für euch veganisiert habe: Eine Gemüse-Quiche mit Hefeschmelz.

Quiche geht auch vegan: Unten Mürbteig, in der Mitte eine Gemüse-Seidentofu-Füllung und oben drauf Hefeschmelz. foto: martina lakotta



Oh savoureuse France: Quiche végétalien 

 

foto: martina lakotta


Alles in allem ist die Quiche ganz simpel zuzubereiten. Allerdings müsst ihr etwas mehr Zeit für die Zubereitung einplanen, weil der Mürbteig, der als Quiche-Boden fungiert, ein Stündlein im Kühlschrank ruhen muss. Der Rest ist schnell getan - für meine Quiche musste ich nur noch Karotten, Zwiebeln, Zucchinni, Knoblauch und Paprika klein schnibbeln, die Erbsen abgießen und aus Seidentofu und Cuisine eine Creme zaubern, die die traditionelle Ei-Milch-Masse würdig ersetzt. Dazu gab es einen fruchtig-bitteren Löwenzahnsalat mit Himbeer-Dressing - das Rezept findet ihr ab morgen in einem separaten Post hier.

Das Rezept für den fruchtig-herben Löwenzahnsalat mit Himbeerdressing gibt´s morgen auf dem Blog. Bis dahin müsst ihr euch mit dem Foto begnügen. ;) foto: martina lakotta



Was ihr für die vegane Quiche braucht...


 

Für den Boden:


300 g Mehl
150 g Margarine
0,5 TL Salz 
2 EL Sojamehl
10 EL Eiswasser

 

Für die Füllung:


2 Zwiebeln
1 kleine Paprika
2 Karotten
1 kleine Zucchinni
200 g Erbsen (TK oder aus dem Glas)
3 Zehen Knoblauch
400 g Seidentofu
150 - 200 ml Cuisine (z.B. Soja, Hafer, Reis usw.)
2 - 3 Stängel Thymian
2 EL Oregano, gerebelt
2 TL Paprika, edelsüß
1 TL Kümmel, ganz
0,5 TL Koriander 
reichlich Salz, Pfeffer und Muskat

 

Für den Hefeschmelz:


4 EL Margarine
1 EL Mehl
3 - 4 EL Hefeflocken
2 EL Senf
80 - 100 ml Pflanzenmilch (z.B. Reis, Hafer, Dinkel, Soja)
Muskat
Salz, Pfeffer
optional: 2 - 3 EL Sesam

Außerdem:

Margarine zum Einfetten
Semmelbrösel

foto: martina lakotta



Was ihr für die vegane Quiche machen müsst...


1.) Als erstes wird der Mürbteig für die vegane Quiche vorbereitet. Dafür Mehl, Margarine, Salz, Sojamehl und Eiswasser rasch zu einem glatten Teig verkneten, zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank geben.

2.) Während der Mürbteig ruht, die Füllung für die vegane Quiche zubereiten. Hierfür die Zwiebeln vierteln, die Zucchini sowie die Karotten halbieren und alles in dünne Scheiben schneiden. Die Paprika zu kleinen Rauten verarbeiten. Knoblauch und Thymian fein hacken. Die Erbsen abgießen. Alles bei Seite stellen.

3.) Jetzt geht es an die Creme für die vegane Quiche: Den Seidentofu zusammen mit der Cuisine in eine Schüssel geben und am besten mit Hilfe eines Stabmixers zu einer homogenen Masse verarbeiten. Knoblauch, Oregano und Thymian sowie Paprikapulver, Kümmel, Muskat und Koriander dazugeben. Alles gut verrühren. Mit reichlich Salz und Pfeffer abschmecken, nochmals gut verrühren und bei Seite stellen.

4.) Den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen.

5.) Den Boden und Rand einer Tarte-, Pizza- oder gewöhnlichen Kuchenform gründlich einfetten. Jetzt die Semmelbrösel in die Form geben und durch Schütteln gleichmäßig in der Form verteilen.

6.) Zuletzt den Hefeschmelz vorbereiten. Dafür die Margarine in einem kleinen Töpfchen schmelzen und mit dem Mehl sowie den Hefeflocken zu einer Mehlschwitze verarbeiten, dann unter Rühren mit der Pflanzenmilch ablöschen. Den Senf dazugeben und weiter unter Rühren bei wenig Hitze so lange Köcheln lassen, bis es eindickt. Sofort vom Herd nehmen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

7.) Den Mürbteig aus dem Kühlschrank holen und nochmal durchkneten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und in die Form geben. Das vorbereitete Gemüse auf dem Boden verteilen und mit der Seidentofu-Creme übergießen. Den Hefeschmelz auf der veganen Quiche verteilen und nach Belieben mit Sesam bestreuen (ich habe auf Sonnenblumenkerne zurückgegriffen, weil ich keinen Sesam mehr hatte). Der Sesam macht die Hefeschmelz-Schicht knuspriger. 

8.) Jetzt muss die vegane Quiche nur noch in den Ofen und dort in 20 bis 30 Minuten goldbraun fertig gebacken werden. 


Zu guter Letzt noch ein Schnappschuss von einem Quiche-Stück - für ein schöneres Foto hat es leider nicht gereicht... dafür war der Hunger zu groß und der Duft zu verlockend. ^^ foto: martina lakotta









Donnerstag, 28. Mai 2015

Lleno e delicioso: Überbackene Enchiladas

Enchiladas gefüllt mit Chili und überbacken mit Hefeschmelz. foto: martina lakotta



Jetzt ist es raus: Ich ernähre mich ausschließlich von Kuchen, Torten und Muffins. Das könnte man zumindest aufgrund der ausnahmslos süßen Post in den vergangenen Wochen schließen. Allerdings hängt mir das bapperte Zeug inzwischen zu den Ohren raus. Darum habe ich heute auch mal wieder ein deftiges Rezept für euch... ;-)

Überbackene Enchiladas gefüllt mit veganem Chili


Leider muss ich zugeben, dass es mir nicht so recht gelingen wollte, die Enchiladas optisch ansprechend zu fotografieren. Allerdings waren sie so lecker, dass ich sie euch nicht vorenthalten möchte. Darum hoffe ich, ihr verzeiht mir den Foto-Fauxpax und lasst euch nicht von der fragwürdigen Optik vom Nachkochen abhalten. Denn glaubt mir: Der Anblick täuscht - die Enchiladas sind nämlich superlecker.

Optisch jetzt irgendwie nicht sooooo ansprechend, aber trotzdem ein wahrer Gaumenschmaus. foto: martina lakotta


Tortilla-Fladen gefüllt mit Chili


Enchiladas sind ein typisch mexikanisches Rezept, für das Mais-Tortilla-Fladen gefüllt und mit einer Art Soße serviert werden. Ich habe meine veganen Enchiladas mit einem Chili sin Carne gefüllt und mit Hefeschmelz überbacken. 

Was ihr für die veganen Enchiladas (2 Portionen) braucht...


4 Tortilla-Fladen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Karotte
1 Stange Sellerie
1 kleine Dose gestückelte Tomaten 
300 ml passierte Tomaten
1 kleine Dose Mais
1 kleine Dose rote Bohnen
1 Chili
Salz, Pfeffer
2 TL Cayenne
1 EL Paprika, edelsüß
1 EL Majoran
2 TL Thymian
2 Portionen Sojagranulat, das ihr am besten wie hier beschrieben zubereitet


Für den "Käse" aus Hefeschmelz:


8 EL Margarine (z.B. ALSAN - die ist geschmacklich einfach am Besten)
4 EL Mehl
5 EL Hefeflocken (Obacht! KEINE Trockenhefe, KEINE Backhefe und auch KEINE Frischhefe ist hier gemeint, sondern Hefeflocken! Die bekommt ihr im Reformhaus oder Bioladen. Ich kaufe immer die Flocken von Vitam - die finde ich geschmacklich ganz gut.)
2 EL Senf
100 bis 150 ml Gemüsebrühe
1 Zehe Knoblauch
Salz
Pfeffer
Muskat
2 - 3 EL Sesam 

Was ihr für die veganen Enchiladas machen müsst...


1.) Zuerst einmal wird die Enchiladas-Füllung vorbereitet. Dafür das Sojagranulat wie hier beschrieben vorbereiten. Dann die Zwiebel, den Knoblauch und die Chili fein hacken. Die Karotte und den Stangensellerie in kleine Würfelchen schneiden.

2.) Etwas Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel zusammen mit dem Knoblauch und der Chili glasig andünsten. Dann den Stangensellerie und die Karotten dazugeben und zwei bis drei Minuten rührbraten. Jetzt den Mais, das vorbereitete Granulat und die Bohnen hinzufügen und alles nochmal kurz rührbraten. Mit den gehackten und passierten Tomaten aufgießen und bei gelegentlichem Rühren 10 bis 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Mit den Gewürzen abschmecken und bei Seite stellen.

3.) Die Tortilla-Fladen mit dem Chili füllen, zusammenrollen und in eine Auflaufform geben. Die Fladen dann mit der restlichen Soße übergießen.

4.) Den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen.

5.) Für den Hefeschmelz den Knoblauch sehr fein hacken. Dann die Margarine in einem kleinen Töpfchen schmelzen und mit dem Mehl und den Hefeflocken zu einer Mehlschwitze verarbeiten, dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Den Senf dazugeben und alles unter Rühren bei wenig Hitze so lange Köcheln lassen, bis es eindickt. Mit Knoblauch, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

6.) Den Hefeschmelz auf den Enchiladas verteilen und mit Sesam bestreuen. Der Sesam macht die Hefeschmelz-Schicht knuspriger. 

7.) Die Auflaufform in den vorgeheizten Ofen schieben und 30 bis 35 Minuten überbacken.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Schlesische Mohnschnitten mit Streuseln

foto; martina lakotta


Auch wenn ich im zünftigen Niederbayern geboren wurde, habe ich eine familiär bedingte Verbundenheit zum damaligen Oberschlesien (und heutigen Polen). Dieser Streusel-Kuchen ist eine schlesische Spezialität mit reichlich Mohn, der sich wie jedes Rezept problemlos veganisieren lässt.

Wer Mohn mag, wird diesen Kuchen lieben.... foto: martina lakotta



Veganer Mohnkuchen mit Streuseln


Für den Kuchenboden wird ein Hefeteig zubereitet. Für die Fülle wird hauptsächlich gemahlener Mohn mit Pflanzenmargarine verarbeitet. Und oben drauf kommen leckere Streusel. Und wie wir alle wissen: Kuchen mit Streuseln können nur schmecken. ;-) 


Weil Hefeteig nunmal so seine Zeit braucht, dauert die Zubereitung inklusive Wartezeiten zwar etwas länger - aber das Ergebnis ist das allemal Wert. foto: martina lakotta



Was ihr für den veganisierten schlesischen Mohnkuchen (1 Blech) braucht...


Für den Boden:


250 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
100 ml Pflanzenmilch (z.B. Soja, Reis, Hafer, Mandel usw.)
1 EL Sojamehl
50 g Zucker
50 g Margarine (z.B. ALSAN)


Für die Fülle:


400 g Mohn, gemahlen
1,5 l Pflanzenmilch (z.B. Soja, Reis, Hafer, Mandel usw.)
180 g Grieß
300 g Zucker
150 g Mandeln, gemahlen
200 g Rosinen
3 EL Sojamehl
125 g Sojajoghurt
1 Zitrone und von der die Schale, fein abgerieben


Für die Streusel:


300 g Mehl
190 g Margarine (z.B. ALSAN)
90 g Zucker
1 EL Vanillezucker


Was ihr für den schlesischen Mohnkuchen machen müsst...


1.) Für den Hefeteig 50 ml der Milch leicht erwärmen, die Hefe darin verrühren und an einem warmen Ort etwa 20 Minuten ruhen lassen. Die Margarine über dem Wasserbad schmelzen.

2.) Die "Hefemilch" mit dem Mehl, dem Zucker, dem Sojamehl, der geschmolzenen Margarine und der restlichen Milch zu einem glatten Teif verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen.

3.) Wenn der Teig auf die doppelte Menge angewachsen ist, diesen noch einmal gut durchkneten und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech ausrollen.

4.) Für die Mohnfülle die Milch in einem großen Topf aufkochen und dann vom Herd nehmen. Den Grieß, den gemahlenen Mohn, die Mandeln und den Zucker unterühren. Dann das Sojamehl, die Rosinen und die fein abgeriebene Zitronenschale dazugeben. Die Masse unter Rühren kurz aufkochen lassen und abkühlen lassen. Dann den Sojajoghurt unterrühren und die Masse auf dem Hefeteig verteilen.

5.) Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

6.) Während der Ofen aufheizt, werden die Streusel zubereitet. Dafür den Zucker, den Vanillezucker, das Mehl und die Margarine zu Streuseln verarbeiten und aug dem Mohnkuchen verteilen.

7.) Den Mohnkuchen für etwa 30 Minuten backen, abkühlen lassen und nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.


Nach Belieben kann der Mohnkuchen noch mit Puderzucker bestäubt werden. foto: martina lakotta

Dienstag, 26. Mai 2015

Bunt gepunktet: Rhabarbertarte mit Vanille-Creme


Bunte Punkte auf Vanille-Creme bringen ein bisschen Farbe bei diesem Shietwetter. foto: martina lakotta


Mit großem Schrecken musste ich feststellen, dass sich der Mai in großen Schritten dem Ende nähert und ich diesen Monat noch keinen einzigen Post für euch geschrieben habe. Manchmal fehlt einfach die Zeit und Lust dazu. Was aber nicht heißt, dass ich in den letzten Wochen nicht doch das eine oder andere Rezept für euch ausprobiert habe. Darum gibt es jetzt geballte Monatsende-Power! Den Anfang macht eine bunt gepunktete Rhabarbertarte mit veganer Vanille-Creme.

Die Idee mit den Punkten habe ich mir bei lifeisfullofgoodies abgeschaut. foto: martina lakotta


 Bunt gepunktet: Rhabarbertarte mit Vanille-Creme


Der Boden der Tarte besteht aus Mürbteig, der mit Rhabarber-Erdbeer-Marmelade bestrichen und mit Rhabarber-Stückchen belegt ist. Oben drauf kommt eine Creme aus Sojajoghurt und Seidentofu. Zuguterletzt wird die vegane Tarte mit bunten Punkten verziert. Für die Punkte habe ich Säfte oder Zuckerwasser mit Agar-Agar angedickt und mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. Die Idee mit den Punkten habe ich mit bei lifeisfullofgoodies abgeguckt. Ein wundervoller Blog - wenn auch nicht vegan. :)

Mit diesem Rezept huldige ich einmal mehr des Frühsommers schönster Stange: Dem Rhabarber. foto: martina lakotta



Was ihr für die bunt gepunktete Rhabarbertarte braucht...

 

Für den Boden:


240 g Mehl
180 g Margarine (am besten die ALSAN)
50 g Zucker
3- 4 EL Eiswasser

 

Für den Belag:


4 - 5 Stangen Rhabarber
Rhabarber-Erdbeer-Marmelade zum Bestreichen
2 - 3 EL Zucker 

Für die vegane Vanille-Creme:


400 g Seidentofu
250 g Vanille-Sojajoghurt
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillepudding
70 g Margarine (z.B. die ALSAN)
1 EL Vanillezucker
1 paar Spritzer Zitronensaft
1 TL Johannisbrotkernmehl

    

Was ihr für die bunt gepunktete Rhabarbertarte machen müsst...


1.) Für den Mürbteig das Mehl mit der Butter, dem Zucker und dem Eiswasser rasch zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer Kugel formen und mit Frischhaltefolie umwickelt etwa 1 Stunde kalt stellen.

2.) Während der Teig ruht, den Rhabarber putzen, schälen und in 1 cm große Stückchen schneiden. 

3.) Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Den Boden einer Tarteform mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten. 

4.) Den veganen Mürbteig aus dem Kühlschrank holen und die Form damit auslegen und mehrfach mit einer Gabel ausstechen. Großzügig mit der Rhabarber-Erdbeer-Marmelade bestreichen und mit den vorbereiteten Rhabaerstückchen belegen. Zuletzt mit Zucker bestreuen und für 15 bis 20 Minuten in den Ofen schieben, dann auskühlen lassen.

5.) Für die vegane Creme den Seidentofu, den Vanille-Sojajoghurt, den Zucker, das Vanillepudding-Pulver, den Vanillezucker, den Zitronensaft und das Johannisbrotkernmehl in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab zu einer homogenen Masse verarbeiten.
Die Margarine über dem Wasserbad schmelzen und ebenfalls unter die Creme rühren.

6.) Die Creme auf den erkalteten Mürbteigboden gießen. Den Kuchen über Nacht im Kühlschrank erkalten und fest werden lassen.

7.) Nach Belieben kann die vegane Tarte nun noch mit den bunten Punkten verziert werden. Für die roten Punkte z.B. etwas Trauben- oder Kirschsaft mit etwas roter Lebensmittelfarbe vermischen und mit Agar-Agar aufkochen. Kurz auskühlen lassen, damit die Flüssigkeit nicht mehr flüssig ist, sondern schon leicht zu gelieren beginnt. Dann vorsichtig mit einem Teelöffel die Punkte auf der Tarte-Creme verteilen.
Für die anderen Punkte habe ich entweder Zuckerwasser oder entsprechend der gewünschten Farbe Säfte mit der gewollten Lebensmittelfarbe und Agar Agar gemischt, ebenfalls kurz aufgekocht, ausgekühlt und mit einem Teelöffel verteilt.

foto: martina lakotta
 

Donnerstag, 30. April 2015

Flach und Fruchtig: Limettentarte

foto: martina lakotta

Limettentarte


Ich bin ja eine bekennende Anhängerin von flachen, tarte-ähnlichen Kuchen. Drum war es auch mal wieder Zeit für solch ein süßes, flaches Gebäck. Dieses mal gibt es eine fruchtig-frische Limettentarte.    

Zerkrümelte Kekse statt Mürbteig


Der Boden der Tarte besteht nicht aus Mürbteig, sondern aus zerkrümelten Keksen. Ich habe hierfür dieses Karamellgebäck besorgt, das frei von tierischen Bestandteilen ist. Die Hauptrollen bei der Fülle übernehmen stark gezuckerte Hafercuisine und reichlich Limetten.

Statt aus Mürbteig besteht dieser Tarte-Boden aus zerkrümelten Karamell-Keksen. foto: martina lakotta

Was ihr für die Limettentarte (Ø 26 cm) braucht...



Für die Hülle: 


300 g einfache, vegane Kekse
180 g Pflanzenmargarine (z.B. ALSAN Gold)
3 EL Zuckerrüben-Sirup (oder Ahorn-Sirup)
1 Prise Salz

Für die Fülle: 


8 Bio-Limetten
4 EL Sojamehl als Ei-Ersatz
500 ml Hafercuisine
360 g Zucker
125 g Soja-Joghurt (Natur oder Limette)


Was ihr für die Limettentarte machen müsst...


1.) Die Hafercuisine zusammen mit dem Zucker in einem kleinen Töpfchen aufkochen, 10 Minuten bei niedriger Hitze und gelegentlichem Rühren köcheln und dann abkühlen lassen.

2.) Für den Krümelteig zunächst die Margarine zusammen mit dem Zuckerrübensirup schmelzen und die Kekse zu sehr feinen Krümeln verarbeiten. Die Krümel dann mit dem flüssigen Margarinen-Zuckersirup-Gemisch und einer Prise Salz gut vermischen und mit den Fingern oder mit einem Löffel fest auf den Boden und an die Ränder einer Tarteform pressen. 

3.) Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.

4.) Für die Fülle die Schale von 5 Limetten fein abreiben und den Saft aller Limeten auspressen. Schale und Saft mit dem Hafercuisine-Zuckergemisch verrühren. Das Sojamehl und den Sojajoghurt unterheben und die fertige Creme dann auf den Teigboden gießen. 

5.) Die Limettentarte 40 Minuten im Ofen backen, auf einem Kuchengitter erkalten lassen und für mehrere Stunden (am besten über Nacht) in den Kühlschrank stellen. So wird die Creme schnittfest.


foto: martina lakotta

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