Samstag, 17. Januar 2015

Gefüllt, Gerollt, Gourmetastisch: Veganes Sushi

Sushi geht auch zu Hause und vegan - so perfekt wie beim Sushi-Meister sind meine Maki zwar nicht geworden. Essen lassen konnte sich das Ergebnis trotzdem ganz gut. foto: martina lakotta

 

Sushi: So schön klein und so schön rund - mit einem Haps sind die im Mund


Sushi ist eine japanische Speise, die inzwischen längst auch unsere heimischen Geschmacksknospen erobert hat: Gesäuerter Reis, Nori-Blätter und - in diesem Fall - Zutaten wie Gemüse und Tofu bilden die Grundlage für dieses Gericht. Und auch, wenn es selbstgemacht nie so ganz wie beim Sushi-Meister schmeckt (finde ich zumindest), kann das Sushi auch zu Hause nachgerollt werden. Etwas aufwendig ist das Sushi in der Zubereitung schon - aber einmal in seinem Leben sollte man das Gericht schon einmal selbst zu Hause zubereitet haben. ;-)


Fisch und Ei sind für ein Sushi nicht unbedingt von Nöten: Mit lecker Avocado, Gurke und Co. schmecken die Maki ohnehin viel besser. foto: martina lakotta

Veganes Sushi? Leicht gerollt!


Auf rohen Fisch oder Ei wird bei der veganen Variante natürlich verzichtet. Dafür kommen Karotten, Gurken, Avocado,Sesam und Räuchertofu zum Einsatz. Selbstverständlich dürfen auch Soja-Soße, Gari (süß-sauer eingelegter Ingwer) und Wasabi nicht fehlen. Zuletzt benötigt ihr Sushi-Reis und Nori-Blätter. Beide Zutaten gibt es inzwischen in jedem größeren Supermarkt zu kaufen.

foto: martina lakotta

Und so kam Sushi auf die Teller...


Übrigens hat Sushi seinen Ursprung gar nicht in Japan, sondern in einer Konservierungsmethode aus Südostasien: Die Bewohner des Flusses Mekong haben ihren Fisch haltbar gemacht, indem sie ihn ausgenommen und gesäubert in Gefäße mit gekochtem Reis gelegt haben und einige Zeit lang haben fermentieren lassen. Durch den Fermentierungsprozess wurde der Reis sauer. Der so eingelegte Fisch war bis zu einem Jahr haltbar. Vor dem Verzehr des eingelegten Fisches wurde der Reis entsorgt und der "frische Fisch" verzehrt. 
Praktisch? In Zeiten, in denen es noch keinen Kühlschrank gegeben hat - ganz sicher. Lecker? Ich glaube, für unser einer, ist das originale Ur-Sushi fernab der gaumenschmeichelnden Gourmet-Küche....
Trotzdem hat sich diese Konservierungsmethode in damaligen Zeiten bewährt. Von dem Mekong-Fluss aus gen China konnte sie sich so bis nach Japan ausbreiten. Bis heute wird Fisch in China auf diese Weise haltbar gemacht.

Zum Glück hat sich die Speise seit Erfindung des Ur-Sushis noch weiterentwickelt..... foto: martina lakotta


Das Sushi, wie wir es heute kennen, wurde im damaligen Edo, dem heutigen Tokio, entwickelt: Der langsam wachsende Wohlstand im 18. Jahrhundert, ließ den Hunger der Bevölkerung auf (wirklich) frischen Fisch und andere fangfrische Meeresfrüchte wachsen. Serviert mit (frischem) Reis soll damals die Entwicklung hin zum heutigen Sushi begonnen haben. Und noch im 20. Jahrhundert tüfteln Sushi-Meister an neuen Variationen der kleinen Reis-Röllchen...


Was ihr für das vegane Maki-Sushi braucht...

 

Für den Sushi-Reis: 

 
250 g Sushi-Reis
2 EL Reis-Essig
1 EL Zucker
1 TL Salz

Für die Sushi-Fülle und drum rum:


Den fertigen Sushi-Reis
5 Nori-Blätter
1/2 Gurke
1/2 Zucchinni
1 Avocado
2 Karotten
Räuchertofu
Sesamkörner
Wasabi
2 EL Reisessig
250 ml Wasser
Bambusmatte 
 

Und zum Sushi dazu:


Sojasoße
Gari (süß-sauer eingelegter Ingwer)
Wasabi

Was ihr für das vegane Maki-Sushi machen müsst...


1.) Zunächst einmal muss der Sushi-Reis vorbereitet werden. Dafür den Reis in einem Sieb so lange waschen, bis das Wasser klar abläuft und gut abtropfen lassen. 

2.) Die Körner in 300 ml ungesalzenem Wasser aufkochen lassen, 2 Minuten kochen lassen und dann die Hitze reduzieren. 10 bis 15 Minuten bei geschlossenem Deckel ausquellen lassen. Vom Herd nehmen und ein Viertel Stündchen auskühlen lassen.

3.) Während der Reis auskühlt, den Reis-Essig, den Zucker und das Salz miteinander vermischen, kurz aufkochen und wieder abkühlen lassen.

4.) Den abgekühlten Reis in eine Schüssel füllen und die Essig-Zucker-Salz-Mischung darüber träufeln. Mit einem Holzlöffel unterarbeiten. Bei Seite Stellen.

5.) Das Gemüse und den Tofu in Stifte schneiden. Die Hälfte des Tofus in einer Pfanne knusprig anbraten, die andere Hälfte roh belassen. Das Wasser mit dem Reisessig vermischen.

Avocado, Zuchinni, Karotte, Gurke, gebratener und ungebratener Tofu kamen mitunter für mein Sushi zum Einsatz. foto: martina lakotta


6.) Die Bambusmatte auf die Arbeitsfläche legen und ein halbes Nori-Blatt darauf platzieren. Die glänzende, glatte Seite des Seetangs zeigt nach unten. 

7.) Die Hände in das Essig-Wasser-Gemisch tauchen (dann klebt der Reis nicht an den Händen). Eine handvoll Reis auf die Mitte des Nori-Blatts geben und mit den Fingerspitzen verteilen. Oben unbedingt 1 cm Rand lassen, ansonsten könnt ihr eure Rolle am Ende nicht verschließen. Desto dünner ihr den Reis verteilt, desto kleiner und feiner werden eure Maki-Sushi.

8.) Jetzt kommen Gemüse, Sesam, Tofu und Wasabi nach Lust und Laune auf den Reis. Bevor ich in umständlichen Worten versuche, euch das Prozedere des Rollens zu beschreiben, empfehle ich euch, einfach ein Tutorial-Video anzusehen. Ab 2:14 zeigt euch der Sushi-Meister, wie der Profi rollt:



9.) Das fertig gerollte Sushi muss nur noch geschnitten werden: Dafür am besten ein scharfes Messer mit einem Küchenpapier, das vorher in der Essig-Wasser-Mische getränkt wurde, abwischen. Die Rollen mit dem Messer halbieren, nebeneinander legen und dritteln, sodass sechs gleichgroße Maki entstehen.  Wichtig ist, dass ihr die Klinge nach jedem Schnitt erneut mit dem Essig-Wasser-Gemisch abwischt.

10.) Das Sushi zusammen mit Sojasoße, Gari und Wasabi servieren und genießen.

foto: martina lakotta



Itadakimasu!

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