Donnerstag, 30. April 2015

Flach und Fruchtig: Limettentarte

foto: martina lakotta

Limettentarte


Ich bin ja eine bekennende Anhängerin von flachen, tarte-ähnlichen Kuchen. Drum war es auch mal wieder Zeit für solch ein süßes, flaches Gebäck. Dieses mal gibt es eine fruchtig-frische Limettentarte.    

Zerkrümelte Kekse statt Mürbteig


Der Boden der Tarte besteht nicht aus Mürbteig, sondern aus zerkrümelten Keksen. Ich habe hierfür dieses Karamellgebäck besorgt, das frei von tierischen Bestandteilen ist. Die Hauptrollen bei der Fülle übernehmen stark gezuckerte Hafercuisine und reichlich Limetten.

Statt aus Mürbteig besteht dieser Tarte-Boden aus zerkrümelten Karamell-Keksen. foto: martina lakotta

Was ihr für die Limettentarte (Ø 26 cm) braucht...



Für die Hülle: 


300 g einfache, vegane Kekse
180 g Pflanzenmargarine (z.B. ALSAN Gold)
3 EL Zuckerrüben-Sirup (oder Ahorn-Sirup)
1 Prise Salz

Für die Fülle: 


8 Bio-Limetten
4 EL Sojamehl als Ei-Ersatz
500 ml Hafercuisine
360 g Zucker
125 g Soja-Joghurt (Natur oder Limette)


Was ihr für die Limettentarte machen müsst...


1.) Die Hafercuisine zusammen mit dem Zucker in einem kleinen Töpfchen aufkochen, 10 Minuten bei niedriger Hitze und gelegentlichem Rühren köcheln und dann abkühlen lassen.

2.) Für den Krümelteig zunächst die Margarine zusammen mit dem Zuckerrübensirup schmelzen und die Kekse zu sehr feinen Krümeln verarbeiten. Die Krümel dann mit dem flüssigen Margarinen-Zuckersirup-Gemisch und einer Prise Salz gut vermischen und mit den Fingern oder mit einem Löffel fest auf den Boden und an die Ränder einer Tarteform pressen. 

3.) Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.

4.) Für die Fülle die Schale von 5 Limetten fein abreiben und den Saft aller Limeten auspressen. Schale und Saft mit dem Hafercuisine-Zuckergemisch verrühren. Das Sojamehl und den Sojajoghurt unterheben und die fertige Creme dann auf den Teigboden gießen. 

5.) Die Limettentarte 40 Minuten im Ofen backen, auf einem Kuchengitter erkalten lassen und für mehrere Stunden (am besten über Nacht) in den Kühlschrank stellen. So wird die Creme schnittfest.


foto: martina lakotta

Sonntag, 26. April 2015

Streuslige Sommer-Vorboten: Rhabarber-Mandel-Muffins mit Streuseln

foto: martina lakotta

Die Tage werden länger, die Sonne scheint öfter, die Vöglein zwitschern lauter und die Blumen blühen auf. Der kluge Leser weiß: Das alles klingt ganz stark nach Frühling. Und wo der Frühling ist, ist der Sommer auch nicht mehr allzu weit. Und ich sach euch, Kinners, ich freu mich schon darauf...
Allerdings ist auch der Frühling eine ganz feine Zeit. Und das jetzt nicht nur wegen der zwitschernden Vöglein und den blühenden Blümlein und dem Gedöns. Frühling ist nämlich auch Rhabarberzeit! (Und Spargelzeit - aber das passt an dieser Stelle nicht ganz so gut rein.) Drum war lag der Schluss nahe, die roten Stangen endlich wieder zu verbacken. Das Ergebnis: Rhabarber-Mandel-Muffins mit ordentlich Streuseln oben drauf. 

Fruchtige vegane Muffins mit Rhabarber, Mandeln und Streuseln 


Und weil ja nicht immer Rhabarber-Zeit ist, ist in den Muffins auch ordentlich Rhabarber drin. Für ein wenig Biss sorgen Mandelsplitter und oben drauf zieren leckere Streusel die fruchtigen, kleinen Küchlein. - Uuuuuuund schwupps! Sind schon wieder alle aufgegessen. Die werden auf jeden Fall nochmal gebacken.


Und wem nicht so nach Muffins ist, der macht einen Rhabarberkuchen


Falls euch nicht so nach Rhabarber-Muffins zumute sein sollte, lohnt sich ein Blick ins Archiv. Hier hätte ich noch einen Rhabarber-Streusel-Kuchen im Angebot. Und wenn ich mir den so ansehe, stelle ich est, dass ich den in naher Zukunft wohl oder übel auch nochmal backen muss. ;-) Aber jetzt zurück zu den Rhabarber-Muffins...

foto: martina lakotta



Was ihr für die Rhabarber-Muffins mit Streuseln (12 Stück) braucht....


750 g Rhabarber (geschält und geputzt etwa 500 g)
250 g Mehl
1 Päckchen Weinstein-Backpulver (oder herkömmliches Backpulver)
80 g Zucker
1 Prise Salz
200 ml Pflanzenmilch (z.B. Reis, Hafer, Mandel, Soja usw.)
130 ml Öl
2 EL Sojamehl als Ei-Ersatz
1 Päckchen Vanillezucker
100 g Mandel, gestiftelt


Für die Streusel:


220 g Mehl
120 g Pflanzenmargarine (z.B. ALSAN)
120 g Zucker


Was ihr für die Rhabarber-Muffins mit Streuseln machen müsst...


1.) Den Rhabarber putzen, schälen und in kleine Stücke schneiden.

2.) Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.

3.) Das Mehl mit Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Zucker und dem Sojamehl vermischen. Die Pflanzenmilch mit dem Öl vermengen und mit den trockenen Zutaten zu einem Teig verrühren. Die Mandeln und den Rhabarber unterheben.

4.) Die kalte Margarine mit dem Zucker und dem Mehl zu Streuseln verkneten.

5.) Den Muffin-Teig in eine mit Förmchen ausgekleidete Muffin-Form füllen und mit großen Streuseln belegen. 

6.) Die Muffins in 20 bis 30 Minuten goldgelb backen, auskühlen lassen und genießen.

foto: martina lakotta

Montag, 13. April 2015

Im Wein liegt die Wahrheit - und manchmal auch ein bisschen Tier: Warum nicht jeder Wein vegan oder vegetarisch ist

Ich weiß ja nicht wie ihr das haltet, aber ich für meinen Teil trinke gerne mal ein Gläschen Wein. Und natürlich ist der alkholhaltige Traubensaft nicht nur zum Genießen, sondern auch zum Kochen und Backen ein oftmals unverzichtbarer Bestandteil. So wird auch dieser Winzerkuchen mit einem Schlückchen Wein gleich noch viel... winzriger! (Tolles Wort. Besser kann mans nicht sagen.) 
ABER! Leider guten Gottes ist Wein nicht gleich Wein und deswegen schon gar nicht immer vegan geschweige denn vegetarisch. Warum das so ist und wo ihr vegane Weine ergattern könnt, will ich euch in diesem Post erklären.

 

Ist Wein denn nicht immer vegan?!


Manch einer wird sich jetzt womöglich wundern und zurecht verblüfft fragen, ob Wein denn nicht immer vegan ist?! Die Antwort: Leider nein. Prinzipiell ist Wein zwar nicht mehr als "vergorener Weintrauben-Saft". Doch zur Klärung oder sogenannten "Schönung" des Weins kommen verschiedene Hilfsmittel zum Zuge, die oftmals nicht vegan sind. Aber eins nach dem Anderen.

 Und warum ist Wein nicht immer frei von tierischen Bestandteilen?


Vereinfacht gesagt werden zur Herstellung von Wein zunächst einmal Trauben vergoren. Der in den Weintrauben enthaltene Zucker wird bei der Gärung dann in Alkohol umgewandelt. Je nach Rebsorte und Reifedauer unterscheiden sich die Weine letzten Endes in Geschmack, Alkoholgehalt und Farbe. So weit so gut.
Doch dann kommt mit der Nachbearbeitung der Weine der nächste Schritt. Hierfür dürfen den Weinen verschiedene Bestandteile zugesetzt werden. Welche das sind, regelt Hierzulande und auch im Rest von Europa das "Verzeichnis der zugelassenen önologischen Verfahren und Behandlungen". 
Dort aufgelistet sind beispielsweise auch...
...die Hausenblase (die getrocknete Schwimmblase des Beluga-Störs, also eines Fisches)
... Eieralbumin und/oder Molkenproteine
... oder Gelatine

Das sind die Zusatzstoffe, die einen Wein nicht vegan bzw. vegetarisch werden lassen. Besonders blöd ist aber, dass beim Kauf eines Weines eigentlich davon ausgegangen werden muss, dass dieser nicht frei von tierischen Bestandteilen ist. So fällt beispielsweise Gelatine nicht einmal unter die Kennzeichungspflicht. Für den Verbraucher ist also auch nicht erkennbar, ob es sich um einen gelatine-freien Wein handelt oder ob nicht. Immerhin müssen Beschönigungen mit Eiweißen seit 2012 als Hinweis für Milch- und Ei-Allergiker deklariert werden.


Veganer Wein: Kein Ding der Unmöglichkeit


Das heißt jetzt aber nicht, dass man als strenger Veganer für immer auf Wein verzichten muss. Denn mittlerweile gibt es einige Hersteller, die sich der Produktion von veganem Wein widmen und diesen auch konkret als vegan kennzeichnen. Der vegane Wein wird dann beispielsweise mit Mineralerde oder Kieselsäure geklärt. 

Und wo krieg ich jetz veganen Wein her?


Veganen Wein gibt´s beispielsweise von Rapunzel. Sowohl die Weißen als auch die Roten sind nicht nur frei von tierischen Bestandteilen, sondern auch ziemlich lecker. Ergattern könnt ihr den Rapunzel-Wein in Reformhäusern und Bioläden. Die Weine aus dem Hause Rapunzel werden mit Kieselgur filtriert, welches "ein weißliches Pulver/Gestein, das hauptsächlich aus den Siliziumdioxidschalen fossiler Kieselalgen besteht" ist, wie man der Webseite von Rapunzel entnehmen kann. 
Eine weitere Auswahl veganer Weine findet ihr auch in dem Onlineshop Delinat.

Mrs Hinkefuß presents: Lecker Winzerkuchen



Montags hab ich Lust auf Kuchen... foto: martina lakotta


Wie sagt man nicht so schön? Das Glück ist ein Rindvieh und sucht seines Gleichen. Dann bin ich wohl definitiv auch ein Rindvieh. Nicht. Denn dummerweise hat das Vorderrad meines Fahrrads un-be-dingt Bekanntschaft mit den Straßenbahngleisen machen müssen. Jetzt zieren mich solch wunderhüpsche Spitznamen wie "Hinki-Tinki", "Humpeline" oder "Klumpfuß-Type".

Dabei war ich gewarnt! Immer wieder haben mir besorgte Mitmenschen gutgemeinte Warnungen auf den Weg mitgegeben:
"Aber pass fei bloß auf mit den Straßennahngleisen! Nicht, dassde mim Rad drin hängn bleibst!"
"Uiuiui. Und damit trauste dich durch die Stadt zu fahren? Da wünsch ich dem Straßendienst schon mal viel Spaß bei, dich später vom Asphalt zu kratzen." 
Meist folgte dann ein optimistischer Abschiedsgruß wie "War schön dich kennenzulernen."
Da kann ja gar nichts mehr schief gehen, bei so viel positiver Bestärkung.

An dieser Stelle auf jeden Fall auch ein riesengroßes Dankeschön an alle Hobby-Warner und Vorsicht-Schreier. Wäre mir sonst ja gar nicht bewusst gewesen wie gefährlich das ist. Muss man mir schon jedes Mal sagen, wenn ich mich aufs Rad schwinge. ABER OFFENSICHTLICH HAT MAN MIR DAS DOCH EIN MAL ZU WENIG GESAGT!!!! Jaaahaaa! Und blöderweise geht man halt eh immer davon aus, dass solche Unfälle - wenn überhaupt - den Anderen passieren. Einem selbst als absoluten Gutmenschen mit unglaublich positivem Karma kann so was ja nicht passieren. 

Tjoah. Von wegen. Immerhin hält sich das Ausmaß der Verletzung in Grenzen. In ein, zwei Wochen werde ich wieder normal durchs Leben hüpfen können. Bin halt doch ein Gutmensch mit unglaublich gutem Karma. Sonst hätte man mich sicherlich vom Asphalt kratzen müssen. Aber das Schlimmste an der Sache ist ja eigentlich auch, dass dieses Missgeschick wie Wasser auf den Mühlen besagter Hobby-Warner ist. Die guggn mich jetzt immer mit diesem typischen Ich-hab´s-dir-ja-gesagt-Blick an. Pffff.


Winzerkuchen

 

So ein Hinkefuß hält mich aber nicht vom Backen ab... foto: martina lakotta

Aber immerhin habe ich jetzt genug Zeit gehabt, mich einem eigentlich ganz einfachen Rührkuchen zu widmen: Dem Winzerkuchen. Wie der Name schon verrät, spielen Wein und vor allem rote und grüne Weintrauben eine tragende Rolle in diesem Kuchen. Wichtig ist, dass ihr die kleinen Trauben besorgt und nicht die Großen verwendet. Und auch beim Weinkauf heißt es Augen auf! Denn längst nicht jeder Wein kann sich als "vegan" bezeichnen...Warum das so ist, erkläre ich euch in diesem Post hier.


Am schönsten sieht der Kuchen aus, wenn ihr verschiedenfarbige Trauben verwendet. foto: martina lakotta



Was ihr für den Winzerkuchen (24 - 26 cm Ø) braucht...


1 Bio-Orange und von der Saft und Schale
1 Bio-Zitrone und von der Saft und Schale
25 g Pflanzenmargarine (z.B. ALSAN Gold) 
25g Kokosöl (alternativ kann man das Kokosöl auch weglassen und um die entsprechende Menge Margarine aufstocken, also auf ingesamt 50 g Margarine) 
3 gehäufte EL Sojamehl
130 g Zucker
1 Packung Vanille-Zucker
4 EL Sonnenblumenöl
3 EL Pflanzenmilch (z.B. Reis, Dinkel, Hafer, Mandel usw.)
6 EL trockener Weißwein (ersatzweise Milch)
225 g Mehl
1 Päckchen Weinsteinbackpulver
Prise Salz
200g kleine, rote Trauben
200 g kleine, grüne Trauben

Optional: 1-2 EL Fenchelsamen

 

Was ihr für den Winzerkuchen machen müsst... 

 

1.) Den Ofen auf 160°C Umluft vorheizen. Die Margarine zusammen mit dem Kokosöl über dem Wasserbad schmelzen.  In einem kleinen Schüsselchen die drei Esslöffel gehäuftes Sojamehl mit der doppelten Menge Wasser glatt rühren. Die Orangen- und Zitronenschale abreiben und die Trauben waschen sowie abzupfen.

2.) Das Sojamehl-Wassergemisch mit Zucker und Vanillezucker aufschlagen. Dann die geschmolzene Margarine-Kokosöl-Mischung, Sonnenblumenöl, Pflanzenmilch  und Weißwein unterrühren.  Die Orangen- und Zitronenschale sowie den Saft der Früchte unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver versieben, mit der Prise Salz mischen und mit einem Schneebesen kräftig unter den Teig schlagen.

4.) Ungefähr zwei Drittel der vorbereiteten Trauben unter den Teig mischen. 

5.) Den Boden einer Backform mit Backpapier auslegen und die Ränder einfetten. Den Teig in die Form gießen und glatt streichen. Im Backofen etwa 15 Minuten backen, dann herausnehmen undmit den restlichen Trauben und optional mit ein bis zwei Esslöffeln Fenchelsamen bestreuen. Nochmal 40 Minuten backen.

6.) Nac dem Backen den Winzerkuchen 15 Minuten in der Form abkühlen lassen. Mit eiem Messer den Rand lösen, den Kuchen aus der Form nemen und noch leicht lauwarm servieren. 
 
foto: martina lakotta

 

Sonntag, 5. April 2015

Zu Meister Lampe`s Ehren: Karottentorte mit Nuss-Creme


Und schwupp ist wieder Ostern... foto: martina lakotta

Wer hat an der Uhr gedreht?!


Tja. Schon wieder Ostern. Glaubt man fast gar nicht. Die Zeit rennt und rennt und rennt. Aber das kommt bestimmt nicht nur mir so vor. Jedenfalls - um zurück zum Thema zu kommen - es ist also Ostern. Und was heißt das für Meister Lampe und sein Gefolge? Ganz genau: Eier Vegane Schoko-Eier müssen versteckt werden... ist sicherlich ein Knochenjob mit all den Süßigkeiten durch die Gegend zu hoppeln und sich dann auch noch Jahr für Jahr neue, gerissene Verstecke zu überlegen. Da sollte man dem Mümmelmann himself ruhig mal Tribut zollen. Drum gibt es heute, zu Ehren von Meister Lampe, nicht nur einen einfachen Kuchen, sondern eine Torte, die dem Langohr wahrhaft würdig ist: Eine supersaftige Rüblitorte. Und zwar mit Walnüssen, Mandeln und "falscher" Sahne-Füllung.

Mit welcher süßen Leckerei könnte man dem Osterhasen besser huldigen als mit einer Rüblitorte? foto: martina lakotta

Karottentorte mit allerlei Nussigem...


In die Karottentorte kommen - wie der Name schon verrät - Karotten. Und davon reichlich. Satte 700 Gramm. So wird der Kuchenteig nämlich schöööön saftig. Zu den Möhren gesellen sich Walnüsse, Mandeln und ein paar Chia-Samen. Man könnte schon fast sagen die "obligatorischen Chia-Samen". Denn die kleinen schwarzen Kügelchen gehören seit geraumer Zeit defintiv zu den Trends in der veganen Health-Food-Küche. Ü-ber-all mischen gesundheitsbewusste Food-Blogger sie unter: In den Smoothie. Als Topping. In Brot und Gebäck. Da bin ich natürlich auch ein bisschen neugierig geworden. Man hört ja nur Gutes. "Super-gesund" sollen die sein. Und da dacht ich mir :"Kann ja nicht schaden, so ein bisschen Gesundheit. Bei dem Mistwetter braucht der Osterhase bestimmt was davon." Und ihm zu Ehren wird die Torte schließlich gemacht. ;-)

700 g Karotten machen die Torte schön saftig. foto: martina lakotta


Eine wichtige Zutat für die Karottentorte: Walnussöl 


Und weil eine Torte ohne Füllung keine Torte, sondern einfach nur ein Kuchen wäre wird der Teig nach dem Backen in zwei Hälften geschnitten und mit einer leckeren Creme gefüllt, deren Hauptdarsteller Walnüsse sind. Richtig g´schmackig wird die Rüblitorten-Füllung mit gerösteten und gehackten Walnusskernen sowie - und das ist entscheidend - ein paar Löffeln Walnussöl. Denn das Walnussöl und die Creme harmonieren super miteinander und verschmelzen zu einem wahren Geschmackswunder...

Zuguterletzt: Schoko-Glasur und Mini-Rüblis


Zuguterletzt wird die Torte mit Schokolade eingedeckt und mit Mini-Rüblis aus Fondant verziert. Wer kein Fondant hat, kann die Deko natürlich auch aus Marzipan formen.  

Und im Inneren der Rübli-Torte verbirgt sich eine himmlisch leckere Creme mit Walnüssen und Walnussöl. foto: martina lakotta

Was ihr für den veganen Karottenkuchen (Ø 30 cm) braucht...

 

Für den Teig:


700 g Karotten
150 g gemahlene Mandeln
150 g gehackte Walnüsse
6 EL Chia-Samen
 1 Orange und von der Saft und Schale
350 gMehl
1 Päckchen Bachpulver
150 g Zucker
150 g geschmolzene Margarine
300 g Soja-Joghurt
200 ml Pflanzenmilch (z.B. Reis, Soja, Hafer usw.)
2 Vanilleschoten

Für die Fülle:


300 g Coco-Whip
250 g Margarine
200 g Puderzucker
4 EL Sahnesteif
4 EL Walnussöl
100 g Walnüsse, gehackt und geröstet 


Für den Guss:


500 g Zartbitter-Schokolade
3 EL Kokosöl

Außerdem:


Fondant oder Marzipan 
Lebensmittelfarben 

Die Karotten-Torte ist umhüllt von Schokoglasur und verziert mit kleinen Fondant-Möhrchen. foto: martina lakotta
 

 

Was ihr für den veganen Karottenkuchen machen müsst...


1.) Zuerst die Karotten schälen und grob raspeln. 

2.) Die geraspelten Karotten zusammen mit den gehackten Walnüssen, den Chia-Samen, den gemahlenen Mandeln sowie dem Orangensaft und der fein abgeriebenen Orangenschale in eine Schüssel geben und gut vermengen.

3.) Den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen.

4.) Das Mehl, das Backpulver und den Zucker gut miteinander vermischen. Jetzt zu der Karotten-Nuss-Masse geben und wieder miteinander vermengen.

5.) Jetzt den Soja-Joghurt, die geschmolzene Margarine, das Mark von den zwei Vanilleschoen und die Pflanzenmilch unterheben und so miteinander verrühren, dass alle Zutaten feucht sind.

6.) Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und die Ränder einfetten. Die Karottenkuchen-Masse einfüllen und für 40 Minuten im Ofen backen. Der Kuchen muss am Ende etwas Farbe bekommen haben - aber nicht zu viel. Sonst geht noch was von der Saftigkeit flöten. Und das wollen wir ja nicht. :)

7.) Während der Kuchen im Backofen ist, kann schon einmal die Fülle vorbereitet werden: Dafür die Cocos-Whip (die ihr davor am Besten einige Stunden im Kühlschrank gelagert habt) zusammen mit der Margarine, dem Puderzucker und dem Sahnesteif ein paar Minuten auf höchster Stufe aufschlagen. Die gehackten und gerösteten Walnüsse sowie das Walnussöl unterschlagen. Die Creme im Kühlschrank bei Seite stellen.

8.) Den fertigen Kuchen aus dem Backofen holen und auf einem Gitter erkalten lassen.  Dann in der Mitte durchschneiden, den Boden mit der Creme bestreichen und die andere Hälfte oben drauf stapeln. In den Kühlschrank stellen.

9.) Die Schokolade zusammen mit dem Kokosöl über dem Wasserbad schmelzen lassen. Die Torte aus dem Kühlschrank holen und mit dem Schoko-Guss bestreichen. Gut aushärten lassen!

10.) Aus Marzipan oder Fondant kleine Deko-Möhren formen und auf dem Kuchen verteilen.


Damit bleibt nur noch eins zu sagen: Frohe Ostern! foto: martina lakotta

 

Samstag, 4. April 2015

Lahmacun, vegan


foto: martina lakotta

Pizza auf Türkisch, aber vegan: Lahmacun


Nicht nur die Italiener wissen wie Pizza geht, sondern auch die Türken. Dann ist halt nicht mehr von 'Pizza' die Rede, sondern von 'Lahmacun'. Und Lahmacun funktioniert schon von Traditionswegen her ganz gut ohne Käse. Schon mal eine optimale Voraussetzung für eine möglichst einfache Veganisierung. Denn jetzt muss nur noch das Hackfleisch entsprechend ausgetauscht werden. Guuuut.... zugegeben: Dass Lahmacun wörtlich übersetzt so viel wie "Fleisch mit Teig" heißt, ist für das vegane Rezept eventuell eine etwas irreführende Bezeichnung. Aber leider gehen meine Aramäisch-Kenntnisse weit unter Null. Sonst hätte ich mich natürlich sofort als Wortschöpferin geopfert und einen neuen Begriff geschaffen, der dann so viel wie "Gemüse mit Teig" bedeutet hätte. (Drum an alle Aramäisch-Profis da draußen: Wenn ihr wisst, wie "Gemüse mit Teig" auf aramäisch übersetzt werden könnte, nur raus mit der Sprache!)

Die türkischen Pizzen lassen sich einfach veganisieren. foto: martina lakotta


 Und so funktionieren die veganen Lahmacun


Statt Hackfleisch kommt für das vegane Lahmacun Soja-Hack zum Einsatz, das mit Zwiebel, Knoblauch, Paprika und anderen Gewürzen abgeschmeckt wird. Außerdem braucht man für Lahmacun einen Fladenteig, der als Boden für die Hack-Paprika-Tomaten-Mischung dient. Ich habe mich für den Lahamacun-Teig an das Rezept von  'Vegan und Lecker' gehalten. Obacht: Weil dieser Lahmacun-Teig Hefe enthält, müsst ihr bei der Zubereitung mindestens zwei Stunden Geh-Zeit einkalkulieren. Das ist aber eigentlich auch nicht weiter schlimm. Denn während der Teig geht, kann der Lahmacun-Soja-Hack-Belag auch schön durchziehen und so wesentlich mehr Geschmack entwickeln.

Oben drauf: Frisches Gemüse


Die fertig gebackenen, veganen  Lahmacun habe ich zusammen mit frischen Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Oliven und Paprika serviert. Außerdem schmeckt eine Joghurt-Soße mit Knoblauch und Zitrone auch ganz wunderbar zu den Soja-Hack-Pizzen.

Oben drauf reichlich frisches Gemüse: Tomaten, Paprika, Zwiebel, Gurke und Oliven.     foto: martina lakotta


Was ihr für die veganen Lahmacun (4 Stück) braucht...

 

Für den Lahmacun-Teig a lá Vegan und Lecker:


200 g Weizenvollkornmehl
150 g Weizenmehl Typ 550
50 g Hartweizengrieß
1,5 TL Salz
1 TL Zucker
2 TL Trockenhefe
1 EL Olivenöl
225 ml Wasser
 

Für den Lahmacun-Hack-Belag:

 

200 g Soja-Granulat
400 ml Gemüsebrühe (wer will, kann die Brühe gerne auch selbst machen)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 TL Paprika edelsüß
1 TL Cumin (auch bekannt als Kreuzkümmel)
2 TL Sumach (oder alternativ Apfelessig)
6 EL Ajvar, mild
3 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer

Passierte Tomaten

Außerdem:


3 Tomaten
1/2 Gurke
1 Paprika, rot
1 Zwiebel
Oliven, schwarz
1 Bund Petersilie, frisch oder TK 

Für die vegane Joghurt-Creme:   


1 gr. Becher Soja-Joghurt
1 Zitrone und von der den Saft
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer


Was ihr für die veganen Lahmacun machen müsst...


1.) Zuerst wird der Hefeteig vorbereitet: Dafür die Hefe und den Zucker mit 225 ml lauwarmem Wasser verrühren und 10 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

2.) Während der Vor-Teig für die veganen Lahmacun ruht, geht es an die Zubereitung von dem veganen Belag. Dafür zuerst die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. Dann das Soja-Hack mit der doppelten Menge Gemüsebrühe verrühren und mit Ajvar, Tomatenmark, Paprikapulver, Cumin, Sumach, Salz, Pfeffer, der gehackten Zwiebel sowie dem Knoblauch würzen und in den Kühlschrank stellen.

2.) Jetzt geht es weiter mit dem Lahmacun-Teig. Dafür die Mehle, den Grieß und das Salz miteinander vermischen und mit dem Olivenöl und dem Hefewasser zu einem glatten Teig verkneten. Mindestens zwei Stunden abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

3.) Den Ofen auf 200°C Ober-/ und Unterhitze vorheizen.

4.) Dann den fertig gegangenen Lahmacun-Teig nochmal gut durchkneten, in vier gleich große Stücke teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund oder oval ausrollen. Hier gilt: Desto dünner der Teig wird, desto besser! 

5.) Die ausgerollten Teig-Rohlinge mit den passierten Tomaten bestreichen und dann den veganen Lahmacun-Belag darauf verteilen. 

6.) Die veganen Lahmacun etwa 20 Minuten backen - je nach dem wie knusprig die Lahmacun sein sollen, muss die Backzeit etwas verkürzt bzw. verlängert werden.

7.) Während die Lahmacun backen, wird der frische Belag vorbereitet: Dafür die Zwiebel vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Paprika, Tomate und Gurke würfeln. Oliven in Ringe schneiden.

8.) Für den veganen Joghurt den Knoblauch fein hacken und gemeinsam mit der Petersile, dem Zitronensaft sowie Salz und Pfeffer zu dem Soja-Joghurt geben und verrühren.

9.) Zuletzt die fertig gebackenen, veganen Lahmacun mit dem geschnibbelten Gemüse belegen. Etwas von dem Soja-Joghurt darüber geben und am besten noch warm servieren.

foto: martina lakotta

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