Donnerstag, 28. Mai 2015

Lleno e delicioso: Überbackene Enchiladas

Enchiladas gefüllt mit Chili und überbacken mit Hefeschmelz. foto: martina lakotta



Jetzt ist es raus: Ich ernähre mich ausschließlich von Kuchen, Torten und Muffins. Das könnte man zumindest aufgrund der ausnahmslos süßen Post in den vergangenen Wochen schließen. Allerdings hängt mir das bapperte Zeug inzwischen zu den Ohren raus. Darum habe ich heute auch mal wieder ein deftiges Rezept für euch... ;-)

Überbackene Enchiladas gefüllt mit veganem Chili


Leider muss ich zugeben, dass es mir nicht so recht gelingen wollte, die Enchiladas optisch ansprechend zu fotografieren. Allerdings waren sie so lecker, dass ich sie euch nicht vorenthalten möchte. Darum hoffe ich, ihr verzeiht mir den Foto-Fauxpax und lasst euch nicht von der fragwürdigen Optik vom Nachkochen abhalten. Denn glaubt mir: Der Anblick täuscht - die Enchiladas sind nämlich superlecker.

Optisch jetzt irgendwie nicht sooooo ansprechend, aber trotzdem ein wahrer Gaumenschmaus. foto: martina lakotta


Tortilla-Fladen gefüllt mit Chili


Enchiladas sind ein typisch mexikanisches Rezept, für das Mais-Tortilla-Fladen gefüllt und mit einer Art Soße serviert werden. Ich habe meine veganen Enchiladas mit einem Chili sin Carne gefüllt und mit Hefeschmelz überbacken. 

Was ihr für die veganen Enchiladas (2 Portionen) braucht...


4 Tortilla-Fladen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Karotte
1 Stange Sellerie
1 kleine Dose gestückelte Tomaten 
300 ml passierte Tomaten
1 kleine Dose Mais
1 kleine Dose rote Bohnen
1 Chili
Salz, Pfeffer
2 TL Cayenne
1 EL Paprika, edelsüß
1 EL Majoran
2 TL Thymian
2 Portionen Sojagranulat, das ihr am besten wie hier beschrieben zubereitet


Für den "Käse" aus Hefeschmelz:


8 EL Margarine (z.B. ALSAN - die ist geschmacklich einfach am Besten)
4 EL Mehl
5 EL Hefeflocken (Obacht! KEINE Trockenhefe, KEINE Backhefe und auch KEINE Frischhefe ist hier gemeint, sondern Hefeflocken! Die bekommt ihr im Reformhaus oder Bioladen. Ich kaufe immer die Flocken von Vitam - die finde ich geschmacklich ganz gut.)
2 EL Senf
100 bis 150 ml Gemüsebrühe
1 Zehe Knoblauch
Salz
Pfeffer
Muskat
2 - 3 EL Sesam 

Was ihr für die veganen Enchiladas machen müsst...


1.) Zuerst einmal wird die Enchiladas-Füllung vorbereitet. Dafür das Sojagranulat wie hier beschrieben vorbereiten. Dann die Zwiebel, den Knoblauch und die Chili fein hacken. Die Karotte und den Stangensellerie in kleine Würfelchen schneiden.

2.) Etwas Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel zusammen mit dem Knoblauch und der Chili glasig andünsten. Dann den Stangensellerie und die Karotten dazugeben und zwei bis drei Minuten rührbraten. Jetzt den Mais, das vorbereitete Granulat und die Bohnen hinzufügen und alles nochmal kurz rührbraten. Mit den gehackten und passierten Tomaten aufgießen und bei gelegentlichem Rühren 10 bis 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Mit den Gewürzen abschmecken und bei Seite stellen.

3.) Die Tortilla-Fladen mit dem Chili füllen, zusammenrollen und in eine Auflaufform geben. Die Fladen dann mit der restlichen Soße übergießen.

4.) Den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen.

5.) Für den Hefeschmelz den Knoblauch sehr fein hacken. Dann die Margarine in einem kleinen Töpfchen schmelzen und mit dem Mehl und den Hefeflocken zu einer Mehlschwitze verarbeiten, dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Den Senf dazugeben und alles unter Rühren bei wenig Hitze so lange Köcheln lassen, bis es eindickt. Mit Knoblauch, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

6.) Den Hefeschmelz auf den Enchiladas verteilen und mit Sesam bestreuen. Der Sesam macht die Hefeschmelz-Schicht knuspriger. 

7.) Die Auflaufform in den vorgeheizten Ofen schieben und 30 bis 35 Minuten überbacken.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Schlesische Mohnschnitten mit Streuseln

foto; martina lakotta


Auch wenn ich im zünftigen Niederbayern geboren wurde, habe ich eine familiär bedingte Verbundenheit zum damaligen Oberschlesien (und heutigen Polen). Dieser Streusel-Kuchen ist eine schlesische Spezialität mit reichlich Mohn, der sich wie jedes Rezept problemlos veganisieren lässt.

Wer Mohn mag, wird diesen Kuchen lieben.... foto: martina lakotta



Veganer Mohnkuchen mit Streuseln


Für den Kuchenboden wird ein Hefeteig zubereitet. Für die Fülle wird hauptsächlich gemahlener Mohn mit Pflanzenmargarine verarbeitet. Und oben drauf kommen leckere Streusel. Und wie wir alle wissen: Kuchen mit Streuseln können nur schmecken. ;-) 


Weil Hefeteig nunmal so seine Zeit braucht, dauert die Zubereitung inklusive Wartezeiten zwar etwas länger - aber das Ergebnis ist das allemal Wert. foto: martina lakotta



Was ihr für den veganisierten schlesischen Mohnkuchen (1 Blech) braucht...


Für den Boden:


250 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
100 ml Pflanzenmilch (z.B. Soja, Reis, Hafer, Mandel usw.)
1 EL Sojamehl
50 g Zucker
50 g Margarine (z.B. ALSAN)


Für die Fülle:


400 g Mohn, gemahlen
1,5 l Pflanzenmilch (z.B. Soja, Reis, Hafer, Mandel usw.)
180 g Grieß
300 g Zucker
150 g Mandeln, gemahlen
200 g Rosinen
3 EL Sojamehl
125 g Sojajoghurt
1 Zitrone und von der die Schale, fein abgerieben


Für die Streusel:


300 g Mehl
190 g Margarine (z.B. ALSAN)
90 g Zucker
1 EL Vanillezucker


Was ihr für den schlesischen Mohnkuchen machen müsst...


1.) Für den Hefeteig 50 ml der Milch leicht erwärmen, die Hefe darin verrühren und an einem warmen Ort etwa 20 Minuten ruhen lassen. Die Margarine über dem Wasserbad schmelzen.

2.) Die "Hefemilch" mit dem Mehl, dem Zucker, dem Sojamehl, der geschmolzenen Margarine und der restlichen Milch zu einem glatten Teif verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen.

3.) Wenn der Teig auf die doppelte Menge angewachsen ist, diesen noch einmal gut durchkneten und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech ausrollen.

4.) Für die Mohnfülle die Milch in einem großen Topf aufkochen und dann vom Herd nehmen. Den Grieß, den gemahlenen Mohn, die Mandeln und den Zucker unterühren. Dann das Sojamehl, die Rosinen und die fein abgeriebene Zitronenschale dazugeben. Die Masse unter Rühren kurz aufkochen lassen und abkühlen lassen. Dann den Sojajoghurt unterrühren und die Masse auf dem Hefeteig verteilen.

5.) Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

6.) Während der Ofen aufheizt, werden die Streusel zubereitet. Dafür den Zucker, den Vanillezucker, das Mehl und die Margarine zu Streuseln verarbeiten und aug dem Mohnkuchen verteilen.

7.) Den Mohnkuchen für etwa 30 Minuten backen, abkühlen lassen und nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.


Nach Belieben kann der Mohnkuchen noch mit Puderzucker bestäubt werden. foto: martina lakotta

Dienstag, 26. Mai 2015

Bunt gepunktet: Rhabarbertarte mit Vanille-Creme


Bunte Punkte auf Vanille-Creme bringen ein bisschen Farbe bei diesem Shietwetter. foto: martina lakotta


Mit großem Schrecken musste ich feststellen, dass sich der Mai in großen Schritten dem Ende nähert und ich diesen Monat noch keinen einzigen Post für euch geschrieben habe. Manchmal fehlt einfach die Zeit und Lust dazu. Was aber nicht heißt, dass ich in den letzten Wochen nicht doch das eine oder andere Rezept für euch ausprobiert habe. Darum gibt es jetzt geballte Monatsende-Power! Den Anfang macht eine bunt gepunktete Rhabarbertarte mit veganer Vanille-Creme.

Die Idee mit den Punkten habe ich mir bei lifeisfullofgoodies abgeschaut. foto: martina lakotta


 Bunt gepunktet: Rhabarbertarte mit Vanille-Creme


Der Boden der Tarte besteht aus Mürbteig, der mit Rhabarber-Erdbeer-Marmelade bestrichen und mit Rhabarber-Stückchen belegt ist. Oben drauf kommt eine Creme aus Sojajoghurt und Seidentofu. Zuguterletzt wird die vegane Tarte mit bunten Punkten verziert. Für die Punkte habe ich Säfte oder Zuckerwasser mit Agar-Agar angedickt und mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. Die Idee mit den Punkten habe ich mit bei lifeisfullofgoodies abgeguckt. Ein wundervoller Blog - wenn auch nicht vegan. :)

Mit diesem Rezept huldige ich einmal mehr des Frühsommers schönster Stange: Dem Rhabarber. foto: martina lakotta



Was ihr für die bunt gepunktete Rhabarbertarte braucht...

 

Für den Boden:


240 g Mehl
180 g Margarine (am besten die ALSAN)
50 g Zucker
3- 4 EL Eiswasser

 

Für den Belag:


4 - 5 Stangen Rhabarber
Rhabarber-Erdbeer-Marmelade zum Bestreichen
2 - 3 EL Zucker 

Für die vegane Vanille-Creme:


400 g Seidentofu
250 g Vanille-Sojajoghurt
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillepudding
70 g Margarine (z.B. die ALSAN)
1 EL Vanillezucker
1 paar Spritzer Zitronensaft
1 TL Johannisbrotkernmehl

    

Was ihr für die bunt gepunktete Rhabarbertarte machen müsst...


1.) Für den Mürbteig das Mehl mit der Butter, dem Zucker und dem Eiswasser rasch zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer Kugel formen und mit Frischhaltefolie umwickelt etwa 1 Stunde kalt stellen.

2.) Während der Teig ruht, den Rhabarber putzen, schälen und in 1 cm große Stückchen schneiden. 

3.) Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Den Boden einer Tarteform mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten. 

4.) Den veganen Mürbteig aus dem Kühlschrank holen und die Form damit auslegen und mehrfach mit einer Gabel ausstechen. Großzügig mit der Rhabarber-Erdbeer-Marmelade bestreichen und mit den vorbereiteten Rhabaerstückchen belegen. Zuletzt mit Zucker bestreuen und für 15 bis 20 Minuten in den Ofen schieben, dann auskühlen lassen.

5.) Für die vegane Creme den Seidentofu, den Vanille-Sojajoghurt, den Zucker, das Vanillepudding-Pulver, den Vanillezucker, den Zitronensaft und das Johannisbrotkernmehl in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab zu einer homogenen Masse verarbeiten.
Die Margarine über dem Wasserbad schmelzen und ebenfalls unter die Creme rühren.

6.) Die Creme auf den erkalteten Mürbteigboden gießen. Den Kuchen über Nacht im Kühlschrank erkalten und fest werden lassen.

7.) Nach Belieben kann die vegane Tarte nun noch mit den bunten Punkten verziert werden. Für die roten Punkte z.B. etwas Trauben- oder Kirschsaft mit etwas roter Lebensmittelfarbe vermischen und mit Agar-Agar aufkochen. Kurz auskühlen lassen, damit die Flüssigkeit nicht mehr flüssig ist, sondern schon leicht zu gelieren beginnt. Dann vorsichtig mit einem Teelöffel die Punkte auf der Tarte-Creme verteilen.
Für die anderen Punkte habe ich entweder Zuckerwasser oder entsprechend der gewünschten Farbe Säfte mit der gewollten Lebensmittelfarbe und Agar Agar gemischt, ebenfalls kurz aufgekocht, ausgekühlt und mit einem Teelöffel verteilt.

foto: martina lakotta
 

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