Samstag, 6. Juni 2015

Oh, savoureuse France: Quiche végétalien


Frankreich von seiner schmackhaftesten Seite... foto: martina lakotta



Die französische Küche ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Ich war noch nie in Frankreich. Ich war noch nicht einmal in einem französischen Restaurant. Darum basiert auch alles, was ich über unsere Nachbarn weiß, auf den (vollkommen objektiven und vorurteilsfreien) Schilderungen Anderer:

Wie ich mir habe sagen lassen, sind alle Franzosen schrecklich arrogant. Mit ihrem "savoir vivre" hält sich dieses hochnäsige Pack wohl für etwas Besseres... Kein Wunder, dass Deutschland und Frankreich jahrzehntelang eine innige Erbfeindschaft verbunden hat. Mit diesen eigennützigen Baguette-Fressern kann man ja nicht anders....Ich sag nur: Elsass! Da haben die Franzosen ihr wahres Ich gezeigt und den armen, armen Deutschen kaltblütig, gnadenlos und vollkommen grundlos das Elsass weggeschnappt. (Ein schwerer Verlust, der die deutsche Seele bis heute sehr schmerzt.)
Und dann ist da noch ihre widerwärtige Vorliebe für Tabakwaren. Schrecklich. Pausenlos nuckeln sie an einer Gauloises und spülen den Tabak-Geschmack dann mit Champagner oder vigne runter...
Was viele nicht wissen und uns sowohl von Medien als auch Geschichtsschreibern verschwiegen wird: Die Franzosen müssen so viel rauchen und saufen. Ist quasi überlebenswichtig. Denn mit Hilfe des Zigarettenqualms übertünchen sie das dominante Aroma ihrer 365 verschiedenen Stinkekäse-Sorten. Ohne diese umsichtige Maßnahme wäre die französische Luft sowohl für Einheimische als auch für Nicht-Einheimische tödlich. Die käsige Stinkwolke, von der Frankreich umhüllt ist wie China von einer Feinstaubwolke, könnte jedem Lebewesen mirnichtsdirnichts den Garaus machen. SCHWUPP! Und alle Tod wegen krassem Gestank.
Um diesem grausamen Tod-Durch-Krassen-Gestank zu entgehen und das Überleben in ihrem eigenen Land zu sichern, ist es für die Franzosen oberstes Gebot, ständig dichte Rauchwolken zu produzieren. Und für den Fall, dass der Franzose dann doch mal von seinem Glimmstängel ablassen muss, hat er noch ein Ass im Ärmel: Den Alkohol. Wenn man erstmal ordentlich einen sitzen hat, isses schließlich wurscht, ob die Lungen vom beißenden Käse-Geruch verätzt werden.
Dauer-benebelt wie es der Durchschnitts-Franzose von Nikotin und Alkohol ist, sind auch seine übrigen kulinarischen Ansprüche nicht besonders hoch: Wenn er nicht gerade ein mit Stinkekäse belegtes Canapé verdrückt, frisst der Franzose nämlich, was die Natur ihm so an Leckerbissen bereit hält. Soll heißen Froschschenkel oder Schnecken. Da schließt sich der Kreis auch wieder: Nur ein schwerer Alkoholiker kann derartiges als Spezialität anpreisen - oder halt ein Franzose. Und das kommt ja offensichtlich aufs Gleiche raus...

Für alle, die mich jetzt für rassistisch halten und keinen Sinn für Sarkasmus haben: Natürlich war das alles nur Spaaaaaaaß! Ich glaube nicht, dass alle Franzosen Kettenraucher, Alkoholiker und Froschfresser sind. So beschränkt, dass ich solchen Stereotypen vollen Glauben schenke, ist mein Horizont dann auch wieder nicht. ;-) Idioten gibt es schließlich überall - die sammeln sich leider nicht auf einem Fleckchen Erde wie Frankreich und lassen den Nicht-Idioten so ihre Ruhe. ^^ Drum gibt es heute - sozusagen als Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft - ein typisch französisches Gericht, das ich für euch veganisiert habe: Eine Gemüse-Quiche mit Hefeschmelz.

Quiche geht auch vegan: Unten Mürbteig, in der Mitte eine Gemüse-Seidentofu-Füllung und oben drauf Hefeschmelz. foto: martina lakotta



Oh savoureuse France: Quiche végétalien 

 

foto: martina lakotta


Alles in allem ist die Quiche ganz simpel zuzubereiten. Allerdings müsst ihr etwas mehr Zeit für die Zubereitung einplanen, weil der Mürbteig, der als Quiche-Boden fungiert, ein Stündlein im Kühlschrank ruhen muss. Der Rest ist schnell getan - für meine Quiche musste ich nur noch Karotten, Zwiebeln, Zucchinni, Knoblauch und Paprika klein schnibbeln, die Erbsen abgießen und aus Seidentofu und Cuisine eine Creme zaubern, die die traditionelle Ei-Milch-Masse würdig ersetzt. Dazu gab es einen fruchtig-bitteren Löwenzahnsalat mit Himbeer-Dressing - das Rezept findet ihr ab morgen in einem separaten Post hier.

Das Rezept für den fruchtig-herben Löwenzahnsalat mit Himbeerdressing gibt´s morgen auf dem Blog. Bis dahin müsst ihr euch mit dem Foto begnügen. ;) foto: martina lakotta



Was ihr für die vegane Quiche braucht...


 

Für den Boden:


300 g Mehl
150 g Margarine
0,5 TL Salz 
2 EL Sojamehl
10 EL Eiswasser

 

Für die Füllung:


2 Zwiebeln
1 kleine Paprika
2 Karotten
1 kleine Zucchinni
200 g Erbsen (TK oder aus dem Glas)
3 Zehen Knoblauch
400 g Seidentofu
150 - 200 ml Cuisine (z.B. Soja, Hafer, Reis usw.)
2 - 3 Stängel Thymian
2 EL Oregano, gerebelt
2 TL Paprika, edelsüß
1 TL Kümmel, ganz
0,5 TL Koriander 
reichlich Salz, Pfeffer und Muskat

 

Für den Hefeschmelz:


4 EL Margarine
1 EL Mehl
3 - 4 EL Hefeflocken
2 EL Senf
80 - 100 ml Pflanzenmilch (z.B. Reis, Hafer, Dinkel, Soja)
Muskat
Salz, Pfeffer
optional: 2 - 3 EL Sesam

Außerdem:

Margarine zum Einfetten
Semmelbrösel

foto: martina lakotta



Was ihr für die vegane Quiche machen müsst...


1.) Als erstes wird der Mürbteig für die vegane Quiche vorbereitet. Dafür Mehl, Margarine, Salz, Sojamehl und Eiswasser rasch zu einem glatten Teig verkneten, zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank geben.

2.) Während der Mürbteig ruht, die Füllung für die vegane Quiche zubereiten. Hierfür die Zwiebeln vierteln, die Zucchini sowie die Karotten halbieren und alles in dünne Scheiben schneiden. Die Paprika zu kleinen Rauten verarbeiten. Knoblauch und Thymian fein hacken. Die Erbsen abgießen. Alles bei Seite stellen.

3.) Jetzt geht es an die Creme für die vegane Quiche: Den Seidentofu zusammen mit der Cuisine in eine Schüssel geben und am besten mit Hilfe eines Stabmixers zu einer homogenen Masse verarbeiten. Knoblauch, Oregano und Thymian sowie Paprikapulver, Kümmel, Muskat und Koriander dazugeben. Alles gut verrühren. Mit reichlich Salz und Pfeffer abschmecken, nochmals gut verrühren und bei Seite stellen.

4.) Den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen.

5.) Den Boden und Rand einer Tarte-, Pizza- oder gewöhnlichen Kuchenform gründlich einfetten. Jetzt die Semmelbrösel in die Form geben und durch Schütteln gleichmäßig in der Form verteilen.

6.) Zuletzt den Hefeschmelz vorbereiten. Dafür die Margarine in einem kleinen Töpfchen schmelzen und mit dem Mehl sowie den Hefeflocken zu einer Mehlschwitze verarbeiten, dann unter Rühren mit der Pflanzenmilch ablöschen. Den Senf dazugeben und weiter unter Rühren bei wenig Hitze so lange Köcheln lassen, bis es eindickt. Sofort vom Herd nehmen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

7.) Den Mürbteig aus dem Kühlschrank holen und nochmal durchkneten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und in die Form geben. Das vorbereitete Gemüse auf dem Boden verteilen und mit der Seidentofu-Creme übergießen. Den Hefeschmelz auf der veganen Quiche verteilen und nach Belieben mit Sesam bestreuen (ich habe auf Sonnenblumenkerne zurückgegriffen, weil ich keinen Sesam mehr hatte). Der Sesam macht die Hefeschmelz-Schicht knuspriger. 

8.) Jetzt muss die vegane Quiche nur noch in den Ofen und dort in 20 bis 30 Minuten goldbraun fertig gebacken werden. 


Zu guter Letzt noch ein Schnappschuss von einem Quiche-Stück - für ein schöneres Foto hat es leider nicht gereicht... dafür war der Hunger zu groß und der Duft zu verlockend. ^^ foto: martina lakotta









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