Montag, 11. Januar 2016

Hoch gestapelt: Toast-Türmchen mit fruchtiger Tomate, crunchiger Erdnussbutter und cremiger Avocado

!!!! Achtung: Das folgende Gericht ist für Personen, die nicht in der Lage dazu sind, ihren Unterkiefer spontan auszurenken oder wenigstens Geklecker beim Essen in Kauf nehmen können, nicht geeignet !!!!


foto: martina lakotta

Kross geröstete Toast-Türmchen mit fruchtiger Tomate, crunchiger Erdnussbutter und cremiger Avocado 


Avocados stehen in der gesundheitsbewussten Küche oft auf dem Speiseplan. Warum? Weil sie sozusagen die personifizierte perfrutizierte Gesundheit sind. Zwar zählt die Avocado zu den fettreichsten Früchten überhaupt, aber das sei ihr verziehen. Denn bei der Avocado haben wir es mit den guten, einfach ungesättigten Fettsäuren zu tun. Und die mag unser Organismus. Zu den guten Fettsäuren gesellen sich außerdem Vitamine wie beispielsweise das Vitamin A und E sowie Alpha- und Beta-Carotin. Und schmecken tut sie außerdem auch noch. Allerdings nur, wenn sie den richtigen Reifegrad besitzt. Unreife Avocados sind wahrlich ungenießbar und alles andere als schmackhaft. Drum: Augen auf beim Avocado-Kauf oder gegebenenfalls in den eigenen vier Wänden fachmännisch nachreifen lassen. 

So reifen Avocados schneller nach 

 

Es gibt einen einfachen Trick, um den Reifeprozess der Avocado etwas zu beschleunigen: Man lege die Frucht neben ein paar Äpfel oder packe sie am besten gemeinsam mit ein paar Früchten in eine Papiertüte. Die Äpfel verströmen nämlich Ethylen, was wiederum die Reifung der Frucht beschleunigt. Allerdings verschnellert Ethylen nicht nur die Reifung von Avocados, sondern von sämtlichen Früchten, weshalb Äpfel auch immer separat gelagert werden sollten, wenn man verhindern möchte, dass andere Früchte schneller verderben oder überreif werden.

Avocados kaufen leicht gemacht: Woran erkennt man eine reife Frucht?


Und worauf achtet man beim Avocado-Kauf im Laden? Woher weiß man, ob man sich für die richtige, essbare Frucht entschieden hat? Die Kriterien sind abhängig von der Sorte, für die man sich entscheidet. Mit welcher Sorte man es zu tun hat, verrät ein Blick auf das Verkaufsschild oder man fragt einfach den nächstbesten Verkäufer. Zu den zwei gängigsten Sorten, die uns hier zur Verfügung stehen, gehören "Hass" und "Fuerte".

Woran man eine reife Avocado "Hass" erkennt


Die Hass-Avocado ist zum Beispiel erst richtig reif, wenn ihre Schale schwarz ist. Trotzdem sollte man niemals eine komplett schwarze Avocado der Sorte Hass kaufen, sondern lieber eine, die tief-dunkelgrün ist. Denn bei einer bereits schwarzen Schale weiß man ja nicht, wie lange das Früchtchen schon schwarz ist. Am Ende holt man sich nur eine überreife Avocado nach Hause, die innen noch viel schwärzer und genauso wenig genießbar ist wie eine unreife Frucht. Also: Eine tief-dunkelgrüne Avocado der Sorte Hass sollte sofort genießbar sein.

Woran man eine reife Avocado "Fuerte" erkennt


Eine weitere gängige Sorte in unseren Läden ist die Fuerte-Avocado. Hier sind schwarze Stellen aber kein gutes Zeichen, sondern meistens ein Hinweis darauf, dass die Frucht auch im Inneren schlecht ist. Die Schale der Fuerte-Avocado ist im Optimalfall weich und dünn. 
Hier kann der Druck-Test bei der Kauf-Entscheidung behilflich sein: Eine unreife Avocado ist im Gegensatz zu einer reifen Frucht zu hart, um eine Delle zu machen. Fühlt sich die Frucht allerdings matschig an, ist sie überreif und sollte besser auch nicht gekauft werden. Also: Eine Fuerte mit einer möglichst schönen gleichmäßigen Färbung, die auf leichten Druck nachgibt, ist perfekt.
Auch bei den anderen Sorten ist es hilfreich, die Avocado in die Hand zu nehmen: Wenn sie auf leichten Druck nachgibt, kann sie verzehrt werden.

Und sonst so? 


Leider ist die Avocado ja keine heimische Frucht, sondern nimmt weite Wege auf sich, um es bis zu uns nach Hause zu schaffen. Kann man sich jetzt streiten, wie gut die langen Transportwege in Hinsicht auf Nachhaltigkeit sind (nämlich gar nicht gut) - aber man muss sich das Früchtchen ja auch nicht jeden Tag gönnen, sondern hin und wieder bewusst genießen. Wie zum Beispiel in Form dieser herzhaften Brioche-Türmchen... Aber worauf wollte ich jetzt eigentlich nochmal raus? Ah, genau: Also Avocados haben meist eine weite Reise hinter sich, bevor sie bei uns auf dem Teller landen. Man könnte meinen, dass die Frucht deshalb oft ungereift bei uns im Supermarkt landet. Tatsächlich ist es aber so, dass auch in der Natur die wenigstens Avocados am Baum reifen. Denn auch in ihrer Heimat fallen sie hart und unreif auf den Boden und reifen dann erst dort nach. Trotzdem werden Avocados, die für den Verzehr bestimmt sind, direkt vom Baum gepflückt und noch unreif in die Läden auf der ganzen Welt verschickt - denn durch den Aufprall werden die Früchtchen oft beschädigt und auch gerne von Insekten und Co. genascht. Jetzt aber genug geklugscheißt ;-) Kommen wir zum Rezept.

Türmchen bauen für Anfänger...


Für diese leckeren Türmchen habe ich Toastbrot-Scheiben leicht geröstet und sowohl mit Tomatenmark und Tomaten als auch mit crunchiger Erdnussbutter und Avocado-Creme (man könnte sie auch Guacamole nennen ^^) ausgestattet. Leicht zu essen sind die Türmchen zwar nicht - aber dafür sind sie super lecker. Das nächste Mal mache ich sie vielleicht einfach etwas kleiner, sodass man sie mit einem Happs verschlingen kann. Mengenangaben spare ich mir bei dem Rezept der Einfachkeit halber an einigen Stellen...

foto: martina lakotta



Was ihr die Brioche-Türmchen (2 Stück) braucht...


6 Scheiben Toast- oder Weiß-Brot (vegan)
Erdnussbutter mit Stückchen
Tomatenmark
3 Cocktailtomaten
etwas Olivenöl zum Rösten


Für die Avocado-Creme aka Guacamole:


1 Avocado
1 Limette und von der den Saft
2 Zehen Knoblauch 
frischen oder TK-Basilikum 
Salz, Pfeffer
Chili (je nach dem wie scharf ihr es mögt, müsst ihr mehr oder weniger Chili nehmen)



Was ihr für die Brioche Türmchen machen müsst...


1.) Zuerst widmen wir uns der Avocado-Creme-Zubereitug. Dafür den Knoblauch und die Chili fein hacken. Die Avocado, deren Reifegrad ihr nach Lesen dieses Posts natürlich absolut problemlos bestimmen könnt, halbieren, entkernen und in einem Schälchen mit einer Gabel zermatschen und mit dem Limettensaft vermengen. Knoblauch und Chili unterrühren und alles mit Salz, Pfeffer sowie Basilikum abschmecken. Bei Seite stellen.

2.) Aus den sechs Toastbroten mit einem Glas sechs Kreise ausstechen. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Brot-Kreise darin kurz anrösten, dann aus der Pfanne nehmen und etwas abkühlen lassen, damit die Erdnussbutter beim Bestreichen nicht sofort zerfließt.

3.) Den ersten gerösteten Brot-Kreis mit Tomatenmark bestreichen und Basilikum bestreuen. Dann die Cocktailtomaten in Scheibchen schneiden und die erste Brotscheibe damit belegen. 

4.) Den zweiten Brot-Kreis großzügig mit Erdnussbutter bestreichen und mit der bestrichenen Seite nach oben auf den ersten Brot-Kreis legen. Oder anders gesagt: Tomate und Erdnussbutter sollen nicht miteinander in Berührung kommen.

5.) Den dritten Brot-Kreis auch großzügig mit Erdnussbutter bestreichen und mit der bestrichenen Seite nach unten auf den zweiten Brot-Kreis legen. Oder anders gesagt: Erdnussbutter küsst Erdnussbutter.

6.) Zuletzt kommt oben drauf - als Krönchen quasi - ein großer Klecks von der Avocado-Creme. Mit einem Tomaten-Scheibchen dekorieren und servieren. 


foto: martina lakotta


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