Donnerstag, 7. Januar 2016

Von Foodporn und Zuckerständern: Black-Bean-Schoko-Brownies mit einem Sahne-Karamell-Erdnuss-Topping

foto: martina lakotta

Black-Bean-Schoko-Brownies mit einem Sahne-Karamell-Erdnuss-Topping


Zu Neujahr haben die meisten Menschlein irgendwie so ein Bedürfnis danach, sich gute Vorsätze für die kommenden 12 Monate zu machen. Zu den beliebtesten gehören wohl Dinge wie das Rauchen aufzugeben, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen oder endlich einen gesunden und bewussten Lebensstil zu pflegen ("Ich mach ab sofort jeden Tag Sport, esse NUR noch Salat - aber ohne Dressing - und nimm in drei Stunden fünf Kilo ab"). 
Passend zu dem letzten Vorsatz könnte ich jetzt ja behaupten, dass ich euch hier super-gesunde Brownies auftische. Immerhin sind eisen- und vitaminreiche Bohnen drinnen, statt massig Weißmehl. Und dann noch die magnesiumhaltigen Nüsse oben drauf! Und der Alleskönner Kokosöl darin! Und dass alles, das vegan ist, ja eh von sich aus gesund ist, weiß jedes kleine Kind. Da stören die Tonnen Schokolade, die im Teig sind und die mehreren Kilo Zucker oben drauf gaaaaar nicht. Neeeeeeeein!
Aber lassen wa die Butter Margarine bei die Fische: Wer sich gesund ernähren will, muss diese Brownies zwar nicht vom Speiseplan streichen, aber Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte in Reinform sind immer noch die bessere Wahl - wenn man halt nicht gerade Schlemmen möchte. Ich bin ja immer wieder fasziniert davon, dass es so Ernährungs-Spasteln gibt, die echt davon überzeugt sind, dass vegane Ernährung per se gesund ist. Klar ernähren sich die meisten Vegetarier und Veganer gesünder, weil sie einfach bewusster im Umgang mit Nahrung sind - aber es ist Blödsinn zu glauben, dass Veganer deshalb von Grundwegen her gesund leben. Wenn man nämlich jeden Tag veganes Mousse au Chocolate in sich reinlöffelt, vegane Braten mit Knödelbeilage verschlingt und en mas Bolognese in sich hineinschaufelt, ist das am Ende auch nicht gerade förderlich für die eigene Gesundheit. Noch schlimmer ist aber das andere Extrem, das durch die Köpfe vieler Menschen geistert: Dass vegane Ernährung aus Luft, Liebe und Heu besteht. Das ist natürlich auch Quatsch. Schlemmen kann man nämlich auch in der veganen Küche ganz vorzüglich.. Und das beweisen diese krassen Black-Bean-Schoko-Brownies mit einem Topping aus Sahne-Karamell und Erdnüssen allemal... 




Bohnen im Brownieteig?! Echt jetzt?!


Ich hab ja oben schon verraten, dass es sich hier um keinen gewöhnlichen Brownie-Teig handelt, weil hier schwarze Bohnen die Hauptrolle übernehmen und nicht irgendein Mehl. Ist jetzt zwar nicht unbedingt was Neues, denn Brownie-Rezepte mit Bohnen geistern schon seit geraumer Zeit durchs Internet, aber trotzdem gibt es bestimmt den einen oder anderen, der davon noch nix gehört hat und sich jetzt denkt: "Waaaaas?! Bohnen im Teig?!!?! IIIIIIIhhhh......!" Aber glaubt mir, Bohnen im Teig sind absolut geil und empfehlenswert. Und das nicht nur für Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit, sondern auch für alle Genießer: Denn die Bohnen machen den Teig herrlich saftig. Und ich versprech euch: Da schmeckt nix nach Chili oder so - man merkt a.b.s.o.l.u.t. nix von den Bohnen im Teig! Also traut euch ruhig, das Mal nachzumachen - ihr werdet es nicht bereuen... im Gegenteil.




 Von Foodporn, Zuckerständern und Geschmacksorgasmen...


Also: Statt massig Mehl besteht der Teig zum Großteil aus Bohnen. Ich hab schwarze Bohnen genommen. Wenn ihr aber keine schwarzen Bohnen finden solltet, könnt ihr auch ganz einfach auf Kidneybohnen zurückgreifen. Das geht genauso. Das Topping besteht aus Sahne-Karamell und Erdnüssen. Statt Sahne kommt in der veganen Küche natürlich Cuisine zum Einsatz. Funktioniert auch einwandfrei. Noch Fragen? Nee? Dann auf zum eigentlichen Rezept....




Was ihr für die veganen Black-Bean-Schoko-Brownies mit Sahne-Karamell-Erdnuss-Topping braucht...


Für die Brownies:


500 g schwarze Bohnen (alternativ Kidneybohnen)
300 g Zartbitterschokolade
150 g braunen Zucker
150 g Weizen-Vollkornmehl (Bei Glutenunverträglichkeit auf Buchweizen- oder Mandelmehl zurückgreifen)
2 TL Weinsteinbackpulver
200 ml Pflanzenmilch (z.B. Hafer, Reis, Soja usw.)
1 EL Kokosöl
150 g zartbittere Schokotropfen
Zitronensaft

Für das Sahne-Karamell-Erdnuss-Topping:


150 g braunen Zucker
200 ml Cuisine (z.B. Hafer, Reis, Soja usw.) 
200 g gesalzene und geröstete Erdnüsse


Was ihr für die veganen Black-Bean-Schoko-Brownies mit Sahne-Karamell-Erdnuss-Topping machen müsst...


1.) Die Schokolade mit dem Kokosöl über dem Wasserbad schmelzen und den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.

2.) Währenddessen die Bohnen in einem Standmixer oder einer Küchenmaschine oder mit einem Pürierstab zu Brei verarbeiten. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und zusammen mit der Pflanzenmilch, dem Zucker, dem geschmolzenen Schokoladen-Kokosöl-Gemisch und etwas Zitronensaft in den Brei geben. Alles zu einer homogenen Masse verarbeiten. Die Schokotropfen unterheben.

3.) Eine Auflaufform mit Backpapier auslegen und den Teig hineingeben, in den Ofen schieben und in etwa 30 Minuten fertig backen, dann in der Form abkühlen lassen!

4.) Mit dem Stiel von einem Kochlöffel  vorsichtig Löcher bzw. Aushöhlungen in den Brownie machen - dann kann das Sahne-Karamell-Erdnuss-Topping bis ins Innere des Brownies vordringen.

5.) Den Rohrzucker in eine Pfanne geben und karamellisieren. Karamellisieren ist eigentlich kein Hexenwerk. Aber ihr solltet die Pfanne auf keinen Fall aus den Augen lassen, sonst wird das Karamell schnell zu dunkel und ist dann nicht nur bitter, sondern auch reif für die Tonne.
Gebt also den Zucker in eine Pfanne und stellt den Herd auf mittlere Hitze ein. Der Zucker schmilzt und sobald er sich schön goldbraun verfärbt, nehmt ihr die Pfanne kurz von der Platte und schüttet die Cuisine hinzu. 

Achtung, das kann etwas spritzen! Wichtig ist, dass ihr die Masse nicht umrühren, sondern die Pfanne lediglich ein bisschen hin und her schwenken solltet. Denn das Karamell ist noch sehr zäh. Haben sich die beiden Komponenten dann etwas verbunden, dürft ihr mit dem Umrühren beginnen. Vermutlich bleibt dennoch noch was am Löffel hängen, aber das schmilzt später wieder runter. Dann den Topf wieder auf den Herd stellen, die Temperatur ggf. etwas minimieren und das Sahne-Karamell ein paar Minütchen köcheln und dabei stetig umrühren. Zuletzt die Erdnüsse dazugeben und nochmal alles umrühren.

6.) Die noch sehr flüssige Karamell-Masse auf den Brownie gießen und am besten über Nacht  wenigstens aber ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. Das Karamell wird dann etwas fester - aber ist immer noch herrlich schlonzig. So wie es halt sein soll.




Kommentare:

  1. Kurz vor 8 in Deutschland - das Mundwasser tropft ;)

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    1. Hallöchen Frau Mohr,
      hoffentlich konntest du deine Begierde stillen und hast die Brownies nachgebacken :)Aber freut zu hören, dass sie dir optisch schon mal zugesagt haben ;)
      Greez

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