Mittwoch, 24. Februar 2016

Avocado-Bananenbrei mit lecker Frucht und Kokos

foto; martina lakotta


Wie wichtig ein vernünftiges Frühstück ist, wurde ja bereits an anderer Stelle kurz erläuert. Außerdem weiß ja eh jeder von uns, dass das Frühstück die allerwichtigste Mahlzeit ist, um voll durchstarten zu können und nicht wie so ein Lappen durch den Tag zu lullen.

Auch in Sachen Avocado habe ich euch schon in einem anderen Post belehrt. Irgendwann letzten Monat hab ich euch die wichtigsten Dinge zum Thema Augen-auf-beim-Avocado-Kauf geschildert. Aber das brauch ich euch ja nicht zu sagen. Schließlich seit ihr alle treue Leser, die jeden meiner Post aufsaugen, verinnerlichen und nie-nie-nie wieder nicht vergessen.

Drum schmier ich mir meine langen Vorreden heute einfach mal an den Hut und komm gleich zum Eingemachten. Oder eher zum Eingematschten.
 

Avocado-Bananenbrei mit lecker Frucht und Kokos

 

foto: martina lakotta

 


Das Tolle an dem Brei ist, dass er in sekundenschnelle zubereitet ist. Ein bisschen mit der Gabel rumgematscht, ein wenig Obst geschnibbelt und schon kann gefrühstückt werden. Easy-peasy - was will man mehr?

Beim Blick auf meine Obst-Etagere ist die Entscheidung in Sachen Obst auf Kiwi und Orange gefallen. Da kann man je nach Gusto natürlich nehmen, was man will. Außerdem hab ich Mohn mit rein getan. Ich steh nämlich auf Mohn. Mohn geht quasi immer.

Zuguterletzt habe ich den Avocado-Bananenbrei mit Kokoschips und Fruchtpapier getopped. 

Fruchtpapier? Wasn das?? Meint die jetzt dieses schäbige Esspapier, auf dem man als Kind - damals noch hellauf begeistert - rumgekaut hat? 

Nein.

Das meint sie natürlich nicht. 

Ich mein nämlich was Besseres. Richtiges Fruchtpapier. Nicht nur Pappe mit künstlichem Geschmack, sondern gedörrte Frucht, die zu hauchdünnem Papier verarbeitet wurde. Fruchtpapier halt. Kennt man doch.

Zugegeben - mir war dieses Fruchtpapier bis vor Kurzem auch kein Begriff. Aber einmal im Monat flattert eine wunderbare Abo-Box gefüllt mit veganen Überraschungen in mein Haus und macht, dass ich mich freu wie Hulle:

Die veganbox.


Seit mehr als einem Jahr versüßt sie mir einmal im Monat den Tag und zaubert mir mit ihren köstlichen Inhalten ein Lächeln auf die Lippen. Viele von den Produkten würde ich mir sonst wohl nie kaufen geschweige denn überhaupt im Bio-Laden um die Ecke finden. Wer also gerne mal was Neues ausprobiert, sollte so ein Abo in Erwägung ziehen. Das Tolle: Man kann sich aussuchen, ob man nur Food-Produkte in seiner Box haben möchte, ob sie glutenfrei oder sojafrei sein sollen oder ob auch noch etwas vegane Kosmetik mit dabei sein darf. Die knorke Box ist in einer großen und in einer kleinen Ausführung zu haben. Außerdem kann das Abo jederzeit gekündigt werden. 

In ebenjener veganbox war zuletzt unter anderem auch besagtes Fruchtpapier. Ich finds klasse. Ist mal was Anderes. Außerdem tut man was für sein grünes Gewissen. Das verarbeitete Obst wäre nämlich eigentlich auf dem Müll gelandet, wenn die pfiffigen Kerlchen vom Dörrwerk sich nicht überlegt hätten, was draus zu machen.

Aber nu genuch Gefasel. Ich wollte doch eigentlich keine langen Reden schwingen. Also lasst mal loslegen mit dem fröhlichen Frucht-Gematsche. 


Was ihr für den Avocado-Bananenbrei braucht...


1/2 reife Avocado (wie ihr eine reife Avocado von einer unreifen unterscheidet erkläre ich euch hier)
1 Banane
1 Orange
1 Kiwi
1 EL Mohn
Kokosschips
Fruchtpapier

Was ihr für den Avocado-Bananenbrei machen müsst...

1.) Die Avocado und die Banane schälen, in ein Schälchen geben und mit einer Gabel zu Brei vermatschen. Einen Schnitz von der Orange nehmen und den Saft in den Brei drücken. Alles zu einer homogenen Masse verrühren.

2.) Die restliche Orange und die Kiwi schälen, dann in mundgerechte Stücke schneiden und in ein Glas oder eine Schüssel füllen. Den Mohn darüberstreuen, dann den Brei einfüllen und das Ganze mit Kokoschips und Fruchtpapier garnieren.




 

Montag, 22. Februar 2016

Tod, weil Schokolade: Raw-tastischer Schokoladenkuchen

foto: martina lakotta

Tod, weil Schokolade. 


Das hätte bestimmt jeder gerne mal auf seinem Grabstein stehen. Schließlich liebt jeder normale Mensch Schokolade und Kuchen. Wer keine Schokolade liebt, ist nicht normal! Und wer keinen Kuchen liebt, den liebt kein normaler Mensch! Und Menschen, die weder Schokolade noch Kuchen lieben, von denen will ich gar nicht erst anfangen. Die sind nämlich alle total gaga. Und Verallgemeinerungen sind toll, so toll wie Schokoladenkuchen. Also liebt jeder normale Mensch Verallgemeinerungen! Und wer die nicht liebt.... aber ich schweife ab.

Wo war ich? Genau:

Tod, weil Schokolade

Das klingt nach einer verhältnismäßig schönen Art zu Sterben. 

Außer natürlich man ertrinkt in einem riesigen Bottich aus Schokoladensoße. 
Oder man wird von einer überdimensionalen Schokokugel überrollt und zerquetscht. 
Oder man verliert seine Beine und sein Augenlicht, aufgrund der durch übermäßigen Schokoladenkonsum herbeigeführten Diabetis und siecht dann jahrelang langsam vor sich hin.

Aber mal angenommen, man isst so viel Schokolade, bis man im Schokoladen-Delirium ist. 

Und jetzt nicht nur bloß Schokolade, sondern Schokolade in ihrer schönsten Form:
Kuchen, Torten, Cremes, Pralinen, Mousse, Eis, Brownies, Cupcakes. Mit Nüssen, mit Früchten, pur, mit Kaffee, mit Sahne... Man isst und isst und isst... Der ganze Rachen ist schon total verklebt... Man kann kaum noch schlucken und atmen. Aber... ES SCHMECKT SO GUT! Man kann nicht aufhören. Also macht man weiter und weiter und weiter... die ganzen schokoladigen Leckereien beginnen zu einem riesigen braunem Klumpen zu verschmelzen. Aufgesogen vom Schokoladenstrudel, jegliches Zeitgefühl verloren.. Was ist Realität? Was ist Einbildung? Egal... SCHO-KO-LAAAA-DEEE... man schaufelt und schaufelt und schaufelt das Zeug weiter in sich rein. IST...SO...GEIL..KANN...NICHT...AUFHÖREN! Und dann - den kakaoig-süß-schmelzigen Geschmack noch auf der Zunge habend, der Gaumen noch frohlockend und der Serotoninspiegel noch auf Anschlag - gleitet man langsam einem weiß-golden glimmerndem Licht entgegen...

Und dann steht auf dem Grabstein halt: 

Tod, weil Schokolade.


Die Schlauen unter euch, haben bestimmt schon so ne Ahnung, Eins und Eins zusammengezählt und sind so zu folgender Schlussfolgerung gekommen: Das verspricht hier heut ne schokoladige Angelegenheit zu werden.

Und japp!  -  Da habt ihr Recht. Das ist eine schokoladige Angelegenheit. Um genau zu sein sogar eine rohköstliche, schokoladige Angelegenheit. 

Tod, weil Schokolade: Rohköstliche Schokotorte

 

Rawfood ist nach vegan der neuste Schrei in Sachen Ernährung. Das scheint zumindest so. In Amerika machen es längst schon alle großen Stars: Demi Moore. Madonna. Bill Clinton. Und so.

Der Rohköstler isst nichts, das über 42°C erhitzt wurde. Er verzichtet also auf gekochte und verarbeitete Lebensmittel - meist inklusive aller tierischer Produkte. Es gibt aber auch Anhänger der Rawfood-Bewegung, die außerdem noch rohen Fisch, unbehandelte Milch und Rohkäse essen. Und dann soll es sogar die geben, die rohes Fleisch und rohe Eier konsumieren. Ist mir bis jetzt aber noch keiner begegnet, der seinen rohköstlichen Speiseplan derart gestaltet. Zum Glück. Stell dir mal vor, so einer lädt dich bei sich zu Hause zum Essen ein. Gruselig!

Pimp my Cake! Ich hab zu dem Kuchen noch ein Beeren-Sößchen gemacht und zwei Boller veganes Vanilleeis mit auf den Teller gepackt. foto: martina lakotta


Aber keine Angst - ich hab nicht vor, dem Raw-Trend hinterher zu hetzen und aus dem Blog einen es-gibt-nur-noch-kaltes-gemüse-Blog zu machen. Das ist mir dann doch irgendwie too much. Wenn andere so essen wollen, nur zu! Ist mir ziemlich egal. Leben und leben lassen. So die Devise. 

Trotzdem hat es mich schon immer gebietzelt, mal einen von diesen Raw-Cakes auszuprobieren und zu Hause nachzumachen. Durchforstet man nämlich erst mal ein paar dieser Rawfood-Blogs im World Wide Web stellt man mit großem Erstaunen fest, dass Rohköstler nicht nur Gurkenscheiben, Sellersticks und tonnenweise Früchte in sich hineinschaufeln, sondern das Zeug auch noch kreativ und interssant weiter verarbeiten. Besonders angetan haben es mir da wie gesagt die rohköstlichen Kuchen, die ohne Backen auskommen. 

Bei eat this, ein wunderbarer Foodblog, auf dem man sich gut und gerne ein paar Stunden verlieren kann, bin ich auf einen Raw Death-by-chocolate-Cake gestoßen. Natürlich hab ich mich sofort verliebt und präsentiere euch jetzt meine Version des rohköstlichen Tod-weil-Schokolade-Kuchens.

Unten Schoko + Erdnuss, mittig Cashew + Schoko + Dattel, Oben Schoko-Ganache


Der Kuchenboden besteht aus Schokolade. Die Mitte auch. Und oben drauf ist nochmal Schokolade. haha. Oder, um das ganze noch etwas zu präzisieren: Der Boden besteht aus einer schokoladigen Schicht aus Erdnüssen und Reissirup, in der Mitte ist eine cremige Schokoschicht aus Cashewnüssen, Datteln und Kokosnuss und bedeckt ist der Kuchen zuguterletzt von einer zart-schmelzenden Schicht aus Schokoladen-Ganache......

foto: martina lakotta

PIMP MY CAKE


Ich hab zu dem Kuchen noch ein Beeren-Sößchen gemacht (dafür einfach TK-Beeren oder frische Beeren mit etwas Sojajoghurt in eine Schüssel geben und mit einem Mixer zu Soße verarbeiten) und dazu noch veganes Vanille-Eis auf den Teller gepackt... ich sag euch: Ultimativer Suchtfaktor!

Was ihr braucht...


Für den Boden:


200 g ungesalzene, geröstete Erdnüsse
3 EL Kakao
3 EL Kokosöl
2 EL Reissirup

Für die Cashew-Dattel-Creme:


200 g Cashew
200 g Datteln
1 Zitrone und von der den Saft
Vanille
5 EL Kokosöl 
4 EL Kakao
3 EL Reissirup
50 g Kokosraspel


Für die Ganache:


4 EL Kokosöl
3 EL Kakao 
5 EL Reissirup


Außerdem:


Kokoschips und Kakaonibs zum Dekorieren


Was ihr machen müsst... 


1.) Die Cashews für mindestenes 4 Stunden, besser noch über Nacht, in Wasser einweichen.

2.) Für den Boden die Erdnüsse, den Kakao, den Reissirup und das geschmolzene Kokosöl in einen leistungsstarken Mixer oder eine Küchenmaschine geben und zu einer nuss-stückigen Masse verarbeiten.

3.) Eine Springform mit Frischhaltefolie auslegen. Den Teig mit den Fingern oder einem Löffel auf dem Boden der Form verteilen. Bei Seite stellen.

4.) Die aufgeweichten Cashewkerne zusammen mit den Datteln, der Vanille, dem geschmolzenen Kokosöl, dem Kakao, dem Zitronensaft und dem Reissirup in eine Küchenmaschine geben und alles zu einer homogenen, cremigen Masse verarbeiten. Die Masse gleichmäßig auf dem Kuchenboden verstreichen und mit den Kokosraspeln bestreuen. Bei Seite stellen.

5.) Für die Ganache das Kokosöl zusammen mit dem Kakao und dem Reissirup unter Rühren schmelzen, sodass sich keine Kakao-Klümpchen bilden können. Wenn alles flüssig ist über die Creme gießen.

6.) Die Kokoschips in einer Pfanne ohne fett oder im Ofen anrösten und den Kuchen damit dekorieren. 

7.) Den Kuchen für mindestens 4 Stunden, besser aber über Nacht, in den Kühlschrank stellen und schön durchziehen lassen.



Donnerstag, 18. Februar 2016

Chia-Samen-Pudding meets Kokos, Mohn und Kakaosplitter


foto: martina lakotta

Das Frühstück hat ja den Ruf als wichtigste Mahlzeit des Tages. Reichhaltig muss es sein. Am besten mit viel Eiweiß, vielen Kohlenhydraten und allerlei dollen Nährstoffen. Das gibt Power für den Tag. Tschackaaaaa unso.

Aber wer hat unter der Woche schon Zeit dazu, genüsslich zu Frühstücken?

Wohl die aller Wenigsten.

Drum muss es also schnell gehen. Definitiv ein wichtiges Kriterium für das perfekte Frühstück. Kommt direkt nach der Sache mit der Reichhaltigkeit. 

Chia ist so ein reichhaltiges Zeug. Bis vor Kurzem wusste niemand, was dieses Chia ist. Manch einer hat das Wort gelesen und gedacht, jemand hat einfach mal das "n" vergessen. Im nächsten Moment hat man sich dann gefragt, was "China-Samen" bitte schön sein sollen und warum man den Kram essen sollte. 

Inzwischen weiß aber nicht nur der gesundheitsbewusste Veganer, was Chia ist. Das exotische Getreide ist längst in aller Munde und liegt voll im Trend. Dafür, dass das Zeug ziemlich geschmacksneutral ist, kein schlechter Werdegang. Aber es ist ja schließlich superduper gesund. Dazu später mehr.

Eine äußerst beliebte Art der Zubereitung des kleinen Sämleins ist die Weiterverarbeitung zu einem Pudding. Die diversen Kochblogs im Internet quellen über von Rezepten mit dem aufgequollenen Korn. Eigentlich also ein alter Schuh, den ich euch hier präsentiere.
Aber in Kombo mit  Mohn, Kokos und Kakaosplitter wird das Zeug geschmackstechnisch nochmal auf eine höhere Stufe erhoben. Gut - man könnte jetzt sagen, dass das bei einer geschmacksfreien Grundzutat auch nicht allzu schwer ist.

foto: martina lakotta

Chia-Samen-Pudding meets Kokos, Mohn und Kakaosplitter

 
Chia-Samen sind also super. Das wussten schon die alten Maya und Azteken. Sie sind vegan (haha), glutenfrei, proteinhaltig und ballaststoffreich. Dazu hat das Getreide noch wertvolle Spurenelemente, Mineralien und Nährstoffe im Gepäck und macht lange satt. Klingt doch schon mal ganz gut. Das Zeug wurde nicht ohne Grund zu einem dieser Superfoods auserkoren. 

Klingt also so, als würde sich das Körnchen auch gut als Frühstück machen. Wie wir vorher ja schon eruiert haben, muss das perfekte Frühstück aber nicht nur reichhaltig sein, sondern sich auch schnell und einfach zubereiten lassen. Zwar muss der Chia-Samen 20 Minuten in Pflanzenmilch quellen, ehe seine Transformation zum Pudding vollzogen ist - aber man kann das Körnchen ja einfach schon am Vorabend quellen lassen oder sich währenddessen der allmorgendlichen Routine widmen. Also Gähnen, Strecken, Zähneputzen, Anziehen und so.

Wie gesagt kombiniere ich den Chia-Samen-Pudding mit Kokosnuss und Mohn. Dazu kommen ein paar von diesen Kakao-Nibs hier. Letztere haben auch einiges auf dem Kasten und versorgen uns mit Magnesium, Kalium, Zink und Ballaststoffen. Na prima - noch so ein Superfood. Da kann der Tag ja nur gut werden.


Was ihr für den Chia-Samen-Pudding mit Kokos, Mohn und Kakaosplittern braucht...

 
4 EL Chia-Samen
180 ml Pflanzenmilch
2 EL Kokosnussraspel
2 EL gemahlenen Mohn
1 EL brauner Rohrzucker 
1 EL Kakao-Nibs
1 EL Kokoschips zum Garnieren


Was ihr für den Chia-Samen-Pudding mit Kokos, Mohn und Kakaosplittern machen müsst...


1.) Die Chia-Samen in ein Glas geben, mit der Pflanzenmilch aufgießen, umrühren und 20 Minuten im Kühlschrank quellen lassen.

2.) Koksraspel Kokosraspel, Mohn und Zucker unterrühren. Das Ganze mit den Kokoschips und den Kakao-Nibs garnieren, löffeln und gut gestärkt in den neuen Tag starten. KAMPFKOLOSS!!!!

foto: martina lakotta

Mittwoch, 10. Februar 2016

Mangoldgemüse im Yufka-Schiffchen mit Granatapfelkernen und Schmelzkern

Wer braucht schon Besteck und Teller, wenn es Fingerfood gibt... foto: martina lakotta

Fingerfood ist toll


Fingerfood ist toll. Es ist klein, lecker, besonders, vielseitig, raffiniert, ein Hingucker und kann - wider den sonst gängigen Konventionen - einfach mit den Fingern gegessen werden. Kein doofes Besteck und kein Teller, die einen dazu zwingen, sich an den Tisch zu begeben, den Rücken gerade zu machen und brav sitzen zu bleiben, bis alles aufgegessen ist. Nein! Mit Fingerfood ist alles besser. Man schnappt sich einfach ein Teilchen mit den Tatzen, schiebt es sich in den Mund und kann dann gleich damit fortfahren, auch noch die anderen Fingerfüüüüter zu probieren. Schließlich kommt so ein Fingerfood im besten Fall nicht allein auf das gut sortierte Gastgeber-Buffet, sondern in seiner ganzen Vielfalt. Dann warten zahlreiche, leckere Varitionen allesamt darauf, Stück für Stück verköstigt zu werden. Und wenn eines der Teilchen dem Gaumen ganz besonders geschmeichelt haben sollte, kann man sich gleich noch ein Zweites davon hinterherschieben. Die sind ja nicht ohne Grund so schön klein. Alles in allem ist Fingerfood also eine echt feine Sache.

Aber Fingerfood muss schnell gehen


Aber es gibt ja immer zwei Seiten einer Medaille. So auch hier: Fingerfood ist für die lieben Gäste sicherlich immer 'ne tolle Sache, aber für den, der sie zubereitet, meist mit einem Arsch voll Arbeit verbunden. Hier ist es nicht damit getan, alle Zutaten in einen Topf zu schmeißen, umzurühren, den fertigen Fraß auf Teller zu klatschen und seinen Gästen vor den Latz zu hauen. Nein - Fingerfood für Fingerfood will einzeln, mit gaaaaanz viel Liebe und Detail produziert werden. Und weil so ein Fingerfood meistens zu besonderen Anlässen und nicht einfach mal so, Mittwochabend, zur zünftigen Jause daheim serviert wird, stehen gerne auch mal mehr Gäste auf der Matte, deren Mäuler es gilt zu stopfen. Drum müssen die kleinen Häppchen nicht nur liebevoll, sondern dazu auch noch in größerer Zahl zubereitet werden. Das macht die Sache dann schon etwas aufwendiger. 
Folglich ist man auch als ambitionierter Hobbykoch durchaus dankbar für simple Rezepte, die ordentlich was hermachen und trotzdem keiner tage- und nächtelangen Vorbereitung bedarfen. Das optimale Fingerfood ist also nicht nur wundervoll anzusehen und ein Highlight für die Geschmacksknospen, sondern im Idealfall auch noch easy zubereitet. Drum ist es, wie ich finde, höchste Zeit, ein bisschen Vingervood auf den hier Blog zu bringen. Den Anfang machen Yufka-Schiffchen mit Mangoldgemüse, Granatapfelkernen und einer zart schmelzenden Überraschung im Inneren...


Außen Yufka, innen Granatapfel, Räuchertofu und Mangold. Und ganz Innen: Ein leckerer Schmelz aus Mandelmus. foto: martina lakotta


Mangoldgemüse im Yufka-Schiffchen mit Granatapfelkernen und Schmelzkern


Mangold sollte viel öfter in unseren Mägen landen. Etwas, das Gold im Namen trägt, kann ja so verkehrt nicht sein. Und dazu ist das Gemüse auch noch gesund: Mangold ist nämlich reich an Mineralstoffen wie Kalium, Eisen, Phosphor und Magnesium und punktet Vitamin-mäßig mit einem hohen Gehalt an Vitamin A und C. Schmecken tut er obendrein natürlich auch. Und das ist immer eine gute Voraussetzung zur kulinarischen Weiterverarbeitung. 

Und was genau ist jetzt eigentlich Yufka?


Bevor es an das Rezept geht, will ich noch ein paar Worte zu diesem "Yufka" verlieren. Denn das komische Wort mit Y ist womöglich nicht jedem ein Begriff. Dabei verbirgt sich dahinter gar kein großes Mysterium: Yufka ist nämlich der hauchdünne, türkische Teig, der beispielsweise bei Baklava oder Börek zum Einsatz kommt. Er besteht lediglich aus Mehl, Wasser, Öl und etwas Salz und kann inzwischen nicht mehr nur beim Türken um die Ecke, sondern auch in den meisten gut sortierten Supermärkten ergattert werden. Eigentlich mache ich ja am liebsten so viel wie nur möglich selbst. Aber um den Teig so perfekt und hauchdünn hinzubekommen, muss man schon einiges an Zeit aufwenden. Drum ist die Fertig-Variante hier durchaus legitim, wie ich finde.


Was ihr für das vegane Fingerfood (12 Stück) braucht...


Yufka-Teig
4 Blätter Mangold
2 Zehen Knoblauch
1 kleine Zwiebel
1/2 Granatapfel
50 g Räuchertofu
Thymian
Kumin aka. Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
3 - 4 EL weißes Mandelmus
Öl zum Bepinseln und Braten


Was ihr für das vegane Fingerfood machen müsst...


1.) Die Yufka-Teigblätter in vierundzwanzig 15x15cm große Quadrate schneiden und abgedeckt mit einem feuchten Küchentuch bei Seite legen. Den Mangold schnibbeln, den Räuchertofu in kleine Würfel schneiden, den Knoblauch sowie die Zwiebel fein hacken und die Granatapfelkerne aus dem Gehäuse befreien.

2.) Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.

2.) Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln zusammen mit dem Knoblauch glasig darin andünsten. Den Mangold und den Räuchterofu dazugeben und alles für etwa fünf Minuten rührbraten. Die Granatapfelkerne dazugeben. Mit Salz, Pfeffer, Tyhmian sowie Kumin abschmecken und bei Seite stellen.

3.) Eine Muffinform mit Öl einpinseln und in jede Mulde die diagonal gelegten Yufka-Teigblätter drücken. Gegebenenfalls die Ecken noch etwas kürzen. Auf den Boden jedes Schiffchens einen Klecks weißes Mandelmus geben und dann mit dem vorbereiteten Mangold-Gemüse befüllen.

4.) Die Yufka-Schiffchen in den vorgeheizten Ofen schieben und in 15 bis 20 Minuten fertig backen.  


foto: martina lakotta

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