Montag, 22. Februar 2016

Tod, weil Schokolade: Raw-tastischer Schokoladenkuchen

foto: martina lakotta

Tod, weil Schokolade. 


Das hätte bestimmt jeder gerne mal auf seinem Grabstein stehen. Schließlich liebt jeder normale Mensch Schokolade und Kuchen. Wer keine Schokolade liebt, ist nicht normal! Und wer keinen Kuchen liebt, den liebt kein normaler Mensch! Und Menschen, die weder Schokolade noch Kuchen lieben, von denen will ich gar nicht erst anfangen. Die sind nämlich alle total gaga. Und Verallgemeinerungen sind toll, so toll wie Schokoladenkuchen. Also liebt jeder normale Mensch Verallgemeinerungen! Und wer die nicht liebt.... aber ich schweife ab.

Wo war ich? Genau:

Tod, weil Schokolade

Das klingt nach einer verhältnismäßig schönen Art zu Sterben. 

Außer natürlich man ertrinkt in einem riesigen Bottich aus Schokoladensoße. 
Oder man wird von einer überdimensionalen Schokokugel überrollt und zerquetscht. 
Oder man verliert seine Beine und sein Augenlicht, aufgrund der durch übermäßigen Schokoladenkonsum herbeigeführten Diabetis und siecht dann jahrelang langsam vor sich hin.

Aber mal angenommen, man isst so viel Schokolade, bis man im Schokoladen-Delirium ist. 

Und jetzt nicht nur bloß Schokolade, sondern Schokolade in ihrer schönsten Form:
Kuchen, Torten, Cremes, Pralinen, Mousse, Eis, Brownies, Cupcakes. Mit Nüssen, mit Früchten, pur, mit Kaffee, mit Sahne... Man isst und isst und isst... Der ganze Rachen ist schon total verklebt... Man kann kaum noch schlucken und atmen. Aber... ES SCHMECKT SO GUT! Man kann nicht aufhören. Also macht man weiter und weiter und weiter... die ganzen schokoladigen Leckereien beginnen zu einem riesigen braunem Klumpen zu verschmelzen. Aufgesogen vom Schokoladenstrudel, jegliches Zeitgefühl verloren.. Was ist Realität? Was ist Einbildung? Egal... SCHO-KO-LAAAA-DEEE... man schaufelt und schaufelt und schaufelt das Zeug weiter in sich rein. IST...SO...GEIL..KANN...NICHT...AUFHÖREN! Und dann - den kakaoig-süß-schmelzigen Geschmack noch auf der Zunge habend, der Gaumen noch frohlockend und der Serotoninspiegel noch auf Anschlag - gleitet man langsam einem weiß-golden glimmerndem Licht entgegen...

Und dann steht auf dem Grabstein halt: 

Tod, weil Schokolade.


Die Schlauen unter euch, haben bestimmt schon so ne Ahnung, Eins und Eins zusammengezählt und sind so zu folgender Schlussfolgerung gekommen: Das verspricht hier heut ne schokoladige Angelegenheit zu werden.

Und japp!  -  Da habt ihr Recht. Das ist eine schokoladige Angelegenheit. Um genau zu sein sogar eine rohköstliche, schokoladige Angelegenheit. 

Tod, weil Schokolade: Rohköstliche Schokotorte

 

Rawfood ist nach vegan der neuste Schrei in Sachen Ernährung. Das scheint zumindest so. In Amerika machen es längst schon alle großen Stars: Demi Moore. Madonna. Bill Clinton. Und so.

Der Rohköstler isst nichts, das über 42°C erhitzt wurde. Er verzichtet also auf gekochte und verarbeitete Lebensmittel - meist inklusive aller tierischer Produkte. Es gibt aber auch Anhänger der Rawfood-Bewegung, die außerdem noch rohen Fisch, unbehandelte Milch und Rohkäse essen. Und dann soll es sogar die geben, die rohes Fleisch und rohe Eier konsumieren. Ist mir bis jetzt aber noch keiner begegnet, der seinen rohköstlichen Speiseplan derart gestaltet. Zum Glück. Stell dir mal vor, so einer lädt dich bei sich zu Hause zum Essen ein. Gruselig!

Pimp my Cake! Ich hab zu dem Kuchen noch ein Beeren-Sößchen gemacht und zwei Boller veganes Vanilleeis mit auf den Teller gepackt. foto: martina lakotta


Aber keine Angst - ich hab nicht vor, dem Raw-Trend hinterher zu hetzen und aus dem Blog einen es-gibt-nur-noch-kaltes-gemüse-Blog zu machen. Das ist mir dann doch irgendwie too much. Wenn andere so essen wollen, nur zu! Ist mir ziemlich egal. Leben und leben lassen. So die Devise. 

Trotzdem hat es mich schon immer gebietzelt, mal einen von diesen Raw-Cakes auszuprobieren und zu Hause nachzumachen. Durchforstet man nämlich erst mal ein paar dieser Rawfood-Blogs im World Wide Web stellt man mit großem Erstaunen fest, dass Rohköstler nicht nur Gurkenscheiben, Sellersticks und tonnenweise Früchte in sich hineinschaufeln, sondern das Zeug auch noch kreativ und interssant weiter verarbeiten. Besonders angetan haben es mir da wie gesagt die rohköstlichen Kuchen, die ohne Backen auskommen. 

Bei eat this, ein wunderbarer Foodblog, auf dem man sich gut und gerne ein paar Stunden verlieren kann, bin ich auf einen Raw Death-by-chocolate-Cake gestoßen. Natürlich hab ich mich sofort verliebt und präsentiere euch jetzt meine Version des rohköstlichen Tod-weil-Schokolade-Kuchens.

Unten Schoko + Erdnuss, mittig Cashew + Schoko + Dattel, Oben Schoko-Ganache


Der Kuchenboden besteht aus Schokolade. Die Mitte auch. Und oben drauf ist nochmal Schokolade. haha. Oder, um das ganze noch etwas zu präzisieren: Der Boden besteht aus einer schokoladigen Schicht aus Erdnüssen und Reissirup, in der Mitte ist eine cremige Schokoschicht aus Cashewnüssen, Datteln und Kokosnuss und bedeckt ist der Kuchen zuguterletzt von einer zart-schmelzenden Schicht aus Schokoladen-Ganache......

foto: martina lakotta

PIMP MY CAKE


Ich hab zu dem Kuchen noch ein Beeren-Sößchen gemacht (dafür einfach TK-Beeren oder frische Beeren mit etwas Sojajoghurt in eine Schüssel geben und mit einem Mixer zu Soße verarbeiten) und dazu noch veganes Vanille-Eis auf den Teller gepackt... ich sag euch: Ultimativer Suchtfaktor!

Was ihr braucht...


Für den Boden:


200 g ungesalzene, geröstete Erdnüsse
3 EL Kakao
3 EL Kokosöl
2 EL Reissirup

Für die Cashew-Dattel-Creme:


200 g Cashew
200 g Datteln
1 Zitrone und von der den Saft
Vanille
5 EL Kokosöl 
4 EL Kakao
3 EL Reissirup
50 g Kokosraspel


Für die Ganache:


4 EL Kokosöl
3 EL Kakao 
5 EL Reissirup


Außerdem:


Kokoschips und Kakaonibs zum Dekorieren


Was ihr machen müsst... 


1.) Die Cashews für mindestenes 4 Stunden, besser noch über Nacht, in Wasser einweichen.

2.) Für den Boden die Erdnüsse, den Kakao, den Reissirup und das geschmolzene Kokosöl in einen leistungsstarken Mixer oder eine Küchenmaschine geben und zu einer nuss-stückigen Masse verarbeiten.

3.) Eine Springform mit Frischhaltefolie auslegen. Den Teig mit den Fingern oder einem Löffel auf dem Boden der Form verteilen. Bei Seite stellen.

4.) Die aufgeweichten Cashewkerne zusammen mit den Datteln, der Vanille, dem geschmolzenen Kokosöl, dem Kakao, dem Zitronensaft und dem Reissirup in eine Küchenmaschine geben und alles zu einer homogenen, cremigen Masse verarbeiten. Die Masse gleichmäßig auf dem Kuchenboden verstreichen und mit den Kokosraspeln bestreuen. Bei Seite stellen.

5.) Für die Ganache das Kokosöl zusammen mit dem Kakao und dem Reissirup unter Rühren schmelzen, sodass sich keine Kakao-Klümpchen bilden können. Wenn alles flüssig ist über die Creme gießen.

6.) Die Kokoschips in einer Pfanne ohne fett oder im Ofen anrösten und den Kuchen damit dekorieren. 

7.) Den Kuchen für mindestens 4 Stunden, besser aber über Nacht, in den Kühlschrank stellen und schön durchziehen lassen.



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